Hermann-Gmeiner-Zentrum Moosburg

Hermann-Gmeiner-Zentrum Moosburg

Im April 2017 wure das neue Hermann-Gmeiner-Zentrum im SOS-Kinderdorf Moosburg feierlich eröffnet. Das Zentrum ist ein Ambulatorium für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters und bietet neben fachärztlicher und klinisch-psychologischer Diagnostik und Behandlung, Psychotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Elternberatung durch ein multiprofessionelles Team.

Zum Hermann-Gmeiner-Zentrum gehört auch der Pflegeelterndienst, wo über 100 Pflegefamilien in ganz Kärnten unterstützt und begleitet werden. Finanziert wird der laufende Betrieb von der Kärntner Landesregierung, sieben Krankenkassen und von SOS-Kinderdorf.

Das Hermann-Gmeiner-Zentrum steht ALLEN Kindern der Umgebung zur Verfügung und ist in dieser Form einzigartig in ganz Österreich.

Informieren Sie sich hier über unsere Angebote im neuen Hermann-Gmeiner-Zentrum in Moosburg:

In Kärnten befinden sich 1.100 Kinder in Maßnahmen der Jugendwohlfahrt. Laut verschiedensten Studien haben diese Kinder einen deutlich erhöhten Förder- und Therapiebedarf (ca. 65 Prozent).
 
Mit Ausnahme der LKH in Klagenfurt und Villach gab es bisher keine ambulanten interdisziplinären Therapieangebote für Kinder und Jugendliche. Das Angebot an freien Psychotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten, die sich auf fremduntergebrachte Kinder spezialisiert haben, ist äußerst gering und kann den Bedarf nicht decken. Diese Lücke versucht das Hermann-Gmeiner-Zentrum seit 2001 zu schließen.


Das Ambulatorium:
  • wird als selbständiges Ambulatorium ohne Betten geführt.
  • ein multidisziplinäres Team unter ärztlicher Leitung sichert ein differenziertes individuell angepasstes  therapeutisches Angebot für jeden Klienten.
  • Mobil: Es werden auch Einrichtungen (ab 4 Klienten) besucht.
  • Ressourcen: 60 Plätze für Psychotherapie, 30 für Ergotherapie, 30 für Logopädie.
  • Anzahl der Klienten 2004: über 200; Beratungs/Therapiestunden: über 3000 +

Die Angebote:
  • Neuropsychiatrische Diagnostik
  • Klinisch- Psychologische Diagnostik und Behandlung
  • Psychotherapie nach verschiedenen Methoden
  • Ergotherapie und Diagnostik
  • Logopädie und Diagnostik

Die Beratungsstelle:
  • ist eine Anlaufstelle bei Erziehungsfragen und –problemen. Sie steht auch für externe Anfragen zur Verfügung.
  • Beratung, Supervision und Coaching durch Psychologen bzw. Heilpädagogen
  • Erweiterte Elternberatung: Begleitung der leiblichen Eltern im Vorfeld und während der Fremdunterbringung.
  • Schwerpunkte: Coaching und Beratung in den Einrichtungen von SOS-Kinderdorf; pädagogische
  • Beratung bei Teilleistungsschwächen/Lernschwierigkeiten.
Hermann-Gmeiner-Zentrum
Prof. Hermann-Gmeiner-Str. 10
9062 Moosburg
Ärztlicher Leiter des Ambulatoriums: Dr. Martin Beer
Tel: 04272/83444-23
Fax: 04272/83444-24

hgz@sos-kinderdorf.at

Der Pflegeelterndienst ist eine Kooperation von SOS-Kinderdorf mit der Jugendwohlfahrtbehörde. Betreut und begleitet können alle Pflegeeltern in Kärnten werden, die einen freien Dienstvertrag unterzeichnen. Somit können Pflegeeltern sozialrechtlich abgesichert werden.


Die inhaltliche Schwerpunkte sind: allgemeine Erziehungsberatung, Zusammenarbeit mit Ämtern, Entwicklungspsychologie, klinische Symptomatiken sowie Coaching und psychologische Begleitung und Fort/Weiterbildung. Weitere wichtige Punkte sind die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung.

Seit Mai 2010 sind fünf Krisenpflegefamilien bei dem Pflegeelterndienst des SOS-Kinderdorf Hermann-Gmeiner-Zentrums angestellt. Primäres Ziel der Krisenpflegefamilien ist es, die Situation zu beruhigen und die Kinder zu stabilisieren. 


Die Krisenpflegefamilien in Kärnten bieten für Säuglinge und Kleinkinder (0-5 Jahre) aus psychosozialen Krisen ein familiäres Umfeld an. Sie helfen mit, die Situation zu beruhigen und die Kinder zu stabilisieren, und tragen dadurch wesentlich zur Bewältigung der Ausnahmesituation bei. Um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, nimmt jede Krisenpflegefamilie max. drei Geschwisterkinder auf.

Während der acht bis max. zwölf Wochen dauernden Krisenunterbringung arbeiten alle Beteiligten an realistischen und tragfähigen Zukunftsperspektiven für die Kinder. In Zusammenarbeit mit klinischen PsychologInnen und dem Hermann-Gmeiner-Zentrum werden in dieser Zeit diagnostische Abklärungen kurzfristig ermöglicht.
Kontakte zu den Eltern werden wenn möglich aufrecht gehalten, bei Bedarf auch durch die Psychologin des Pflegeelterndienstes unterstützt.


 
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