Häufig gestellte Fragen: Gastfamilien Salzburg


Nach der Bewerbung und einem umfangreichen Erstgespräch mit SOS-Kinderdorf folgt die Prüfung der Eignung als Gastfamilie durch das Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 3/02 – Kinder- und Jugendhilfe (KJH). Gibt es von dieser Seite keine Einwände, kann die Vermittlung zwischen Jugendlichem und Gastfamilie beginnen:
SOS-Kinderdorf trifft unter Berücksichtigung der Eigenschaften und Interessen der Gastfamilie sowie des Jugendlichen eine Auswahl und organisiert das erste Kennenlernen, weitere Treffen sowie Besuche in der Familie. Gibt es von beiden Seiten den Wunsch eines Zusammenlebens, kommt es zur Aufnahme des Jugendlichen in der Gastfamilie. In einem Betreuungsvertrag zwischen der Gastfamilie und SOS-Kinderdorf sind alle Details über die Anforderungen an die Betreuung festgelegt.

Im Rahmen der Eignungsfeststellung wird von der KJH ein Hausbesuch, ein sozialarbeiterisches Gespräch und eine Überprüfung der finanziellen Selbsterhaltungsfähigkeit sowie der Strafregisterauszüge durchgeführt.

Die PädagogInnen von SOS-Kinderdorf organisieren und betreuen das Kennenlernen zwischen Gastfamilie und Jugendlichem. Danach erfolgt die Betreuung in Form regelmäßiger Hausbesuche und telefonischer Kontakte. Gemeinsam mit dem Jugendlichen und der Gastfamilie erstellen die PädagogInnen von SOS-Kinderdorf einen Betreuungsplan mit Betreuungszielen.
Eine wichtige Funktion übernimmt SOS-Kinderdorf auch im Krisenmanagement. (Siehe auch Frage: "Welche Möglichkeiten gibt es, wenn es zu Problemen im Zusammenleben kommt?")

Gasteltern müssen an der einmaligen Fortbildungsreihe der Kinder- und Jugendanwaltschaft  Salzburg (kija) teilnehmen. Diese besteht aus sechs Modulen. Mindestens eine Person aus der Gastfamilie muss daran teilnehmen. Empfehlenswert ist, dass beide Gastelternteile die Fortbildung absolvieren. 

Pro Jahr sind drei dreistündige Fortbildungsveranstaltungen aus pädagogischen Themenbereichen verpflichtend. Mindestens eine Person aus der Gastfamilie muss daran teilnehmen. 

Ja, eine Ehe, Partnerschaft oder leibliche Kinder sind keine zwingende Voraussetzung.

Nein, eine Betreuung eines jugendlichen Flüchtlings in einer Gastfamilie unter der Betreuung von SOS-Kinderdorf Salzburg ist nur bei einem Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg möglich. Eine Aufnahme von jugendlichen Flüchtlingen in Gastfamilien über SOS-Kinderdorf ist außerdem in den Bundesländern Burgenland und Wien möglich.

Genauere Informationen dazu finden Sie hier:(Wien)

Ja, diese Möglichkeit besteht. In diesem Fall bitten wir Sie, bei Kontaktaufnahme mit SOS-Kinderdorf alle verfügbaren Informationen über den Jugendlichen zu übermitteln.

Die Obsorge liegt bei der Kinder- und Jugendhilfe. Die Gasteltern übernehmen eine Vertretungsbefugnis für Pflege- und Erziehung.

Das Gastelterngeld beträgt derzeit monatlich derzeit 689 Euro. Davon werden 62,50 Euro monatlich an den jugendlichen Flüchtling direkt ausbezahlt, das beinhaltet, Taschengeld, Bekleidung und Freizeitgeld.

Dies bedeutet nicht automatisch eine sofortige Familienzusammenführung. Voraussetzung dafür ist eine Stabilisierung der Lebensverhältnisse der leiblichen Eltern. Dafür ist oftmals längere Zeit erforderlich. Ein regelmäßiger Kontakt mit und Besuche bei den leiblichen Eltern sind – so wie für alle Kinder und Jugendlichen – auch für jugendliche Flüchtlinge sehr wichtig.

Im Falle von Problemen bietet SOS-Kinderdorf vielfältige Hilfestellungen, wie etwa Gesprächen an. In Krisenfällen besteht je nach freien Ressourcen auch die Möglichkeit einer vorrübergehenden Aufnahme in einer Einrichtung von SOS-Kinderdorf in Absprache mit der KJH.

Ob ein jugendlicher Flüchtling mit seiner Familie einen Urlaub verbringen kann, ist vom aktuellen Status im Asylverfahren abhängig. Bei offenem Verfahren sind Reisen ins Ausland nicht möglich. Sollte Ihre Familie dennoch einen Urlaubsaufenthalt im Ausland planen, gibt es für Jugendliche ab 16 Jahren in Absprache mit der KJH die Möglichkeit, während dieser Zeit in einem Angebot von SOS-Kinderdorf betreut zu werden.

Mit dem 18. Lebensjahr endet die Betreuung und Finanzierung durch SOS-Kinderdorf.
Endet die Betreuung, bedeutet das nicht automatisch, dass der Jugendliche die Familie sofort verlassen muss. Ein weiteres Zusammenleben ist individuelle Entscheidung und Vereinbarungssache zwischen der Gastfamilie und dem jungen Flüchtling. Ziel ist es, die Jugendlichen auf dem Weg in die Selbstständigkeit so gut wie möglich zu unterstützen.

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