SOS-Kinderdorf Rajshahi

SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k√∂nnen (Foto: SOS-Kinderdorf in Bangladesch).

Rajshahi ist eine Stadt im Nordwesten des Landes, nahe der indischen Grenze, die f√ľr ihre Landwirtschaft, vor allem f√ľr Mangos und Litschis, bekannt ist, aber auch f√ľr ihre hervorragende Seide, die f√ľr Saris verwendet wird. Die Industrie besch√§ftigt direkt oder indirekt rund 100.000 Menschen. Dar√ľber hinaus hat die Stadt in den letzten Jahren einen der gr√∂√üten R√ľckg√§nge bei den sch√§dlichen Luftpartikeln in der Welt zu verzeichnen - eine bemerkenswerte Leistung. Die Menschen in Rajshahi sind jedoch nach wie vor von Armut betroffen, und viele leben in Slums am Rande der Stadt. Die Kinder leiden unter diesen harten Lebensbedingungen. Au√üerdem werden viele schon in jungen Jahren zur Heirat gezwungen.

Seit 1979 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Rajshahi Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f√ľr ihre Rechte ein.

5.000
Haushalte sind in Slums beheimatet

Kinder in informellen Siedlungen

Familien ziehen in die Städte auf der Suche nach einem besseren Leben und besseren Arbeitsmöglichkeiten, oder weil sie Opfer der Folgen des Klimawandels geworden sind. Oft landen sie jedoch in Slums am Rande der Stadt. Tatsächlich finden sich rund 5.000 Haushalte in Rajshahi in Slums. Kinder sind durch die Armut dort, den fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und die unzureichenden sanitären Einrichtungen am meisten gefährdet. Sie haben auch keinen angemessenen Zugang zu Nahrungsmitteln. Aus diesem Grund leiden 5,5 Millionen Kinder in Bangladesch an Unterernährung, und speziell in Rajshahi sind 23 % der Kinder unter 5 Jahren untergewichtig.

6 Mio.
Mädchen werden als Kinder verheiratet

Kinder werden in die Ehe gezwungen

Bangladesch geh√∂rt zu den 10 L√§ndern weltweit mit der h√∂chsten Rate an Kinderehen. Das bedeutet, dass erschreckende 51 % der Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren zum ersten Mal vor dem 18. Lebensjahr verheiratet wurden. Kinderheirat ist ein Versto√ü gegen die Allgemeine Erkl√§rung der Menschenrechte, und der emotionale Schaden, den ein Kind durch eine erzwungene Verbindung erleidet, ist schwerwiegend. Die Wahrscheinlichkeit, dass verheiratete M√§dchen nicht zur Schule gehen, ist mehr als viermal so hoch wie bei unverheirateten. Dar√ľber hinaus besteht auch ein erh√∂htes Risiko von Kinderschwangerschaften und h√§uslicher Gewalt. Speziell in Rajshahi wurden 6 Millionen M√§dchen im Kindesalter verheiratet. Die Regierung verfolgt das Ziel, die Kinderheirat bis 2041 zu beenden.

Ihre Unterst√ľtzung macht einen Unterschied f√ľr die Kinder in Rajshahi

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst√ľtzung anzubieten, das den √∂rtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
520
Kinder
lernen in unseren Schulen und Kindergärten
110
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
70
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
Kinder haben gemeinsam Spa√ü. Geschwister wachsen zusammen auf und kn√ľpfen oft Bindungen, die ein Leben lang halten (Foto: SOS-Kinderdorf in Bangladesch).

Was Ihre Unterst√ľtzung in Rajshahi bewirkt

Hochwertige Bildung wird ermöglicht
SOS-Kinderdorf sorgt daf√ľr, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu hochwertiger Bildung haben. Wir bieten ihnen ein sicheres und unterst√ľtzendes Umfeld, damit sie lernen und sich entwickeln k√∂nnen. Lehrer*innen werden zu Kinderrechten und kindgerechtem Lernen geschult, damit jedes Kind das Beste aus seiner Bildung machen kann. Kleine Kinder verbringen im Kindergarten Zeit mit Spielen und Lernen und werden so auf die Grundschule vorbereitet.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder k√∂nnen auch mit zus√§tzlicher Unterst√ľtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k√∂nnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m√∂glich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur√ľckkehren k√∂nnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver√§nderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-ständigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f√ľr ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh√§ngig zu werden. Wir unterst√ľtzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh√∂hen so ihre Berufschancen. Sie k√∂nnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus√§tzlich k√∂nnen sie ihre F√§higkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.