SOS-Kinderdorf Montevideo
Montevideo ist die Hauptstadt, das wirtschaftliche und politische Zentrum Uruguays. Hier leben etwa 1,9 Millionen Menschen, das sind 47 % der Bevölkerung Uruguays. Das große Wirtschaftswachstum in der Hauptstadt hat viele Menschen dazu gebracht, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft hierher zu ziehen. Trotz des hohen Alphabetisierungsgrads und des zunehmenden finanziellen Erfolgs gibt es jedoch viele Risiken für Kinder und Jugendliche: Armut, anhaltende Kinderarbeit und eine wachsende Zahl von HIV-Fällen.
Seit 1964 unterstützt SOS-Kinderdorf in Montevideo Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich für ihre Rechte ein.
Kinderarmut
Etwa 40 % der Kinder unter 14 Jahren wachsen in Haushalten auf, die in Armut leben. In größeren Familien gibt es mehr Kinder in Armut, da die Eltern nicht in der Lage sind, ihre Familien zu ernähren. Dieser Trend ist auch bei Alleinerziehenden zu beobachten, insbesondere wenn das Familienoberhaupt eine Frau ist. Da Frauen weniger Beschäftigungs-möglichkeiten zur Verfügung stehen, bleibt die Kinderarmut bestehen. Mehr Initiativen im Bereich der elterlichen Erziehung und eine Veränderung des Erwerbsstatus von Frauen könnten dazu beitragen, die Fälle von Kinderarmut zu verringern.
Von Menschenhandel bedrohte Kinder
In Montevideo sind Ringe für den Kindersexhandel weit verbreitet. Die meisten Opfer sind Frauen und junge Mädchen aus finanziell schwachen Familien. Die Behörden haben zwar ihre Bemühungen zur Bekämpfung, Aufdeckung und Verfolgung der organisierten Kriminalität verstärkt, doch die langfristige Unterstützung ist nach wie vor unzureichend. Die Opfer benötigen zusätzliche Hilfe in Form von mehr Mitteln für Unterkünfte, Unterstützung bei der sozialen Wiedereingliederung und Bemühungen um eine Berufsausbildung. Gefährdete Kinder und Jugendliche brauchen mehr Unterstützung, damit sie nicht zu Opfern dieser Verbrechen werden.
Ihre Unterstützung macht einen Unterschied für die Kinder in Montevideo