SOS-Kinderdorf Montevideo

Uruguay wird h√§ufig als das wohlhabendste und am meisten entwickelte Land S√ľdamerikas gepriesen. Obwohl das Armutsniveau sicherlich unter dem der meisten anderen Staaten in der Region liegt, leben nach wie vor zahlreiche Uruguayer vor allem in den l√§ndlichen Gebieten unter prek√§ren sozio√∂konomischen Bedingungen.

In Montevideo leben Tausende Menschen in versteckter Armut


Kleines Mädchen in Montevideo (Foto: S. Verhaert)
Montevideo ist die Hauptstadt von Uruguay und hat ca. 1,3 Millionen Einwohner. Etwa 40 Prozent der Bev√∂lkerung des Landes leben in der Hauptstadt. Montevideo ist f√ľr seine stark europ√§isch gepr√§gten Wurzeln und seinen hohen Lebensstandard bekannt. Die Finanzkrise des Jahres 2002 hatte alle Bereiche der Stadt schwer in Mitleidenschaft gezogen, aber die Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren zunehmend erholt.

Mehr als 100 000 Menschen leben Sch√§tzungen zufolge in Montevideo in den sogenannten „Cantegriles“ – Elendsvierteln am Rande der Stadt, in denen es an Basisinfrastruktur mangelt und die Menschen unter prek√§ren Bedingungen in behelfsm√§√üigen Baracken hausen. Die meisten Slumbewohner sind Migranten aus den l√§ndlichen Gebieten, die auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in die Stadt gekommen sind. Doch meist werden ihre Tr√§ume bitter entt√§uscht.

Kinder aus den √§rmsten Familien brauchen Unterst√ľtzung und F√∂rderung

Trotz der nach lateinamerikanischen Standards relativ niedrigen Arbeitslosenrate haben dennoch rund 50 000 Menschen in Montevideo keine Besch√§ftigung, und ca. 24 000 Stadtbewohner leben unterhalb der staatlichen Armutsgrenze und k√∂nnen sich nicht einmal ausreichend ern√§hren. Kinder leiden am meisten unter der Not: nahezu 60 Prozent aller Kinder zwischen f√ľnf und 17 Jahren z√§hlen in Uruguay zu den √§rmsten Teilen der Bev√∂lkerung.

Das Aufwachsen unter solch prek√§ren Bedingungen kann schwere negative Auswirkungen auf die gesunde k√∂rperliche und geistige Entwicklung eines Kindes haben.  Eine Kindheit voller Entbehrungen kann das Selbstwertgef√ľhl eines Kindes ernsthaft sch√§digen und berufliche und private Probleme im Erwachsenenleben nach sich ziehen.

Speziell in den Grenzregionen werden zahlreiche Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung und Verschleppung. Obwohl diese Probleme in der uruguayischen Gesellschaft vielleicht nicht direkt ins Auge springen, sind sie dennoch weiter vorhanden.

Unsere Arbeit in Montevideo


Mutter und Kind spielen zusammen (Foto: S. Verhaert)
SOS-Kinderdorf ist seit 1964 in den Au√üenbezirken von Montevideo t√§tig. Unsere Sozialzentren leiten ein Familienst√§rkungsprogramm, um die Not der Bev√∂lkerung ganzheitlich und nachhaltig zu lindern. Zu den Leistungen z√§hlen Kindertagesst√§tten und Tagesm√ľtterprogramme, damit erwerbst√§tige Eltern und alleinerziehende M√ľtter ihre Kinder in sicherer Obhut lassen k√∂nnen, w√§hrend sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Kinder werden in den Vormittagsstunden betreut, k√∂nnen nachmittags den Vorschulunterricht besuchen und w√§hrend der Schulferien an Ferienkursen teilnehmen.

Kinder aus Montevideo, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen k√∂nnen, finden in SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M√ľttern f√ľrsorglich betreut. Im Jahr 2014 zogen einige Familien in Wohnungen in verschiedenen Bezirken innerhalb der Stadt. Dadurch sind die Kinder gut in die Nachbarschaft integriert- sie besuchen Schulen vor Ort und nehmen am Leben der Gemeinschaft teil.


Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren m√∂chten, k√∂nnen in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Mit der Unterst√ľtzung qualifizierter Fachkr√§fte k√∂nnen sie ihre Zukunft planen, Verantwortung zu √ľbernehmen lernen und sich auf ein Leben in Selbst√§ndigkeit vorbereiten.
In Montevideo gibt es auch ein SOS-Berufsbildungszentrum f√ľr die Ausbildung von angehenden SOS-M√ľttern und SOS-MitarbeiterInnen.

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Mit 1 Euro am Tag schenken Sie einem Kind in Not ein liebevolles Zuhause. Dar√ľber hinaus erm√∂glichen Sie Ihrem Patenkind eine Schulausbildung und damit die Chance seinen Berufswunsch zu erf√ľllen. Werden Sie jetzt SOS-Pate!

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