SOS-Kinderdorf Chosica-Esperanza

Zehntausende junge Kinder leben im Gro├čraum Lima in erdr├╝ckender Armut. Ihre grundlegenden Kinderrechte werden tagt├Ąglich missachtet. Die prek├Ąren sozio├Âkonomischen Bedingungen, unter denen viele Kinder aufwachsen, gef├Ąhrden in hohem Ma├če ihre gesunde geistige und k├Ârperliche Entwicklung.

Kinder sind die wahren Opfer der sozio├Âkonomischen Ungleichheiten in Peru

Kinder in unserer Obhut wachsen zusammen in einem liebevollen Zuhause auf (Foto: SOS-Archiv).
Kinder in unserer Obhut wachsen zusammen in einem liebevollen Zuhause auf (Foto: SOS-Archiv).

Das SOS-Kinderdorf Chosica-Esperanza (vormals SOS-Kinderdorf Esperanza) liegt etwa 40 km von Lima entfernt in Chosica (Bezirk Lurigancho-Chosica) auf einer H├Âhe von 1000 m ├╝ber dem Meeresspiegel im Flusstal des R├şmac in den Ausl├Ąufern der Anden. Die nahegelegenen Country-Clubs sind ein beliebtes Wochenendziel f├╝r die wohlhabenden Bewohner Limas. Die prek├Ąren Lebensumst├Ąnde unz├Ąhliger Kinder im Gro├čraum Lima stehen in krassem Gegensatz zum unbek├╝mmerten Lebensstil der reichen Wochenendausfl├╝gler.

Die Bewohner Perus sind so unterschiedlich wie die Landschaften, in denen sie leben. Nach wie vor gibt es eine gro├če Kluft zwischen Stadt und Land sowie zwischen den Geschlechtern, Sprachen und Kulturen des Landes.

Nur wenige gesunde und gl├╝ckliche Kinder in den verarmten l├Ąndlichen Gebieten

Obwohl sich die Gesamtsituation in den letzten Jahren gebessert hat, leben nach wie vor knapp 60 Prozent aller peruanischen Kinder in Armut. Sch├Ątzungen zufolge leiden knapp 500 000 Kinder unter zwei Jahren an chronischer Mangelern├Ąhrung. H├Ąufig fehlt es M├╝ttern an ausreichenden Kenntnissen ├╝ber das Abstillen und die richtige S├Ąuglingsern├Ąhrung oder an finanziellen Mitteln f├╝r eine angemessene Nahrungserg├Ąnzung.

Trotz der Bem├╝hungen der peruanischen Regierung zur Bek├Ąmpfung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit ist das Ph├Ąnomen in Peru weit verbreitet. Zu den Hauptaktivit├Ąten der Region Lurigancho-Chosica z├Ąhlt die Herstellung von Mauerziegeln aus den fruchtbaren Lehmb├Âden der Gegend. Sch├Ątzungen zufolge arbeiten ├╝ber 1000 Kinder und Jugendliche in der Ziegelherstellung.

Der interne Konflikt Perus in den 1980er Jahren und die ├ťbergriffe der Guerilla-Organisation „Leuchtender Pfad“ hatten zu zahlreichen gewaltsamen Vertreibungen gef├╝hrt. Die Menschen aus den Hochlandregionen, die am meisten unter den K├Ąmpfen der Guerilla gelitten hatten, waren in den Gro├čraum Lima geflohen, in dem sie sich verh├Ąltnism├Ą├čig sicher f├╝hlten. Dieser Umstand f├╝hrte zur Trennung und Zerr├╝ttung vieler Familien. Zahlreiche Kinder verloren ihre Eltern und blieben verwaist und schutzlos zur├╝ck.

Unsere Arbeit in Chosica-Esperanza

Mutter und Kinder aus unserem Familienst├Ąrkungsprogramm (Foto: P.Wittmann).
Mutter und Kinder aus unserem Familienst├Ąrkungsprogramm (Foto: P.Wittmann).

Das SOS-Kinderdorf Chosica-Esperanza wurde im Jahr 1975 er├Âffnet und liegt knapp 400 m von einem zweiten SOS-Kinderdorf in R├şo Hondo entfernt.

Das SOS-Sozialzentrum leitet ein Familienst├Ąrkungs-programm zur Unterst├╝tzung der lokalen Bev├Âlkerung und organisiert Bildungsangebote. Unsere Arbeit zielt darauf ab, Familien vor der Zerr├╝ttung und Kinder vom Verlust der elterlichen F├╝rsorge zu bewahren. In der Kindertagesst├Ątte k├Ânnen M├╝tter ihre Kinder in sicherer Obhut lassen, w├Ąhrend sie arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Aktivit├Ąten des Sozialzentrums werden von der Gemeinde selbst organisiert, w├Ąhrend SOS-Kinderdorf beratend und unterst├╝tzend zur Seite steht.

Bis zu 108 Kinder, die nicht l├Ąnger bei ihren Eltern leben k├Ânnen, finden in 12 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M├╝ttern f├╝rsorglich betreut.

Junge Menschen aus Esperanza oder R├şo Hondo, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren m├Âchten, k├Ânnen in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Mit der Unterst├╝tzung qualifizierter Fachkr├Ąfte k├Ânnen sie ihre Zukunft planen, lernen Verantwortung zu tragen und zunehmend eigene Entscheidungen zu treffen.
 



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