SOS-Kinderdorf Huehuetoca

Das Bewusstsein fĂŒr die Rechte der indigenen Bevölkerung ist in jĂŒngster Zeit gewachsen. Die mexikanische Regierung hat verstanden, dass die BemĂŒhungen zur Verbesserung der Lage der indigener Völker verstĂ€rkt werden mĂŒssen. Tausende Familien im Bundesstaat Mexiko leben nach wie vor in extremer Armut und leiden an sozialer Ausgrenzung.

Zuwanderer aus den lÀndlichen Gebieten voller enttÀuschter Hoffnungen

Zwei kleine Jungen aus Huehuetoca (Foto: C. Martinelli)Zwei kleine Jungen aus Huehuetoca (Foto: C. Martinelli)Huehuetoca ist eine Gemeinde im Bundesstaat Mexiko und hat etwa 200 000 Einwohner. Die Wirtschaft der Region basiert hauptsĂ€chlich auf landwirtschaftlichen Kleinbetrieben, in denen Mais, GemĂŒse und Alfalfa angebaut werden.
Aufgrund zahlreicher Wohnungsbauprojekte der Gemeinde sind in Huehuetoca in nur wenigen Jahren Tausende neue FamilienhÀuser entstanden, und die Zahl der Einwohner hat sich von 2006 bis 2009 mehr als verdoppelt.

Aber obwohl es keinen Mangel an Wohnraum gibt, fehlt es an genĂŒgend Infrastruktur, um dieses enorme Bevölkerungswachstum aufzufangen. Bis zu 60 Prozent der Menschen in Huehuetoca leben in stĂ€dtischer Armut, haben weder genĂŒgend zu essen noch ausreichend Kleidung, weil sie keine Arbeit finden und es an medizinischer Versorgung, Straßen, Schulen, MĂ€rkten und fließendem Wasser mangelt, um nur einige der Probleme zu nennen.

Viele Zuwanderer sind Subsistenzbauern aus den lĂ€ndlichen Gebieten. Sie kommen in der Hoffnung, der Not und Armut auf dem Land zu entfliehen, haben jedoch keine ausreichenden Kenntnisse, um in der Stadt eine Arbeit zu finden, und am Ende geht es ihnen noch schlechter als zuvor. Diese EnttĂ€uschung fĂŒhrt hĂ€ufig zu Depressionen, Alkoholismus und hĂ€uslicher Gewalt; die Kinder zahlreicher Migranten sind in hohem Maße gefĂ€hrdet.

Kinder brauchen Chancen, um den Armutszyklus zu durchbrechen

Der Bundesstaat Mexiko weist einen hohen Anteil an indigenen Volksgruppen auf. Sie leben meist in kleinen, lĂ€ndlichen Gemeinden und zĂ€hlen zu den Ă€rmsten Teilen der mexikanischen Gesellschaft. Die anhaltende Marginalisierung der indigenen Bevölkerung ist teils auf historische GrĂŒnde zurĂŒckzufĂŒhren: die spanischen Eroberer hatten ein Kastensystem zur UnterdrĂŒckung indigener Völker ins Leben gerufen und sie in Knechtschaft gehalten. Heute wird die soziale Ausgrenzung durch die geographische Abgeschiedenheit, in der viele Menschen leben, und den resultierenden Mangel an Bildungsmöglichkeiten verschĂ€rft.

Indigene Frauen und MĂ€dchen sind besonders benachteiligt. Seit langem leiden sie an wirtschaftlicher und sozialer Ausgrenzung, und es bedarf noch großer Anstrengungen, um das Bewusstsein fĂŒr ihre Rechte zu schĂ€rfen. Viele indigene Frauen sprechen auch heute noch lediglich ihre Muttersprache. Dadurch wird der Zugang zum Bildungssystem zusĂ€tzlich erschwert, da der Unterricht meist auf Spanisch gehalten wird. Viele MĂ€dchen sind noch sehr jung, wenn sie das erste Mal Mutter werden, bekommen danach viele weitere Kinder und haben dabei nur selten Zugang zu einer medizinischen Versorgung. Das Risiko, bei der Entbindung oder an Komplikationen wĂ€hrend der Schwangerschaft zu sterben, ist daher sehr hoch.

Unsere Arbeit in Huehuetoca

Eine leckere Zwischenmahlzeit (Foto: M. Jaramillo)Eine leckere Zwischenmahlzeit (Foto: M. Jaramillo)SOS-Kinderdorf begann seine TĂ€tigkeit in Huehuetoca im Jahr 1988. Kinder aus der Region, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, finden in einer der zwölf SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-MĂŒttern fĂŒrsorglich betreut. Die Kinder besuchen die nahegelegenen KindergĂ€rten und Schulen und sind daher sehr gut in ihre Umgebung integriert.

Im Kinderdorf arbeitet auch ein Psychologe, der allen Kindern, aber vor allem Kindern mit traumatischen Erfahrungen, professionelle Hilfe leistet.

Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren möchten, können in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Mit der UnterstĂŒtzung qualifizierter FachkrĂ€fte können sie ihre Zukunft planen, Verantwortung zu ĂŒbernehmen lernen und sich auf ein Leben in SelbstĂ€ndigkeit vorbereiten.

Werden Sie jetzt SOS-Pate!


Teaser-klein-2


Mit 1 Euro am Tag schenken Sie einem Kind in Not ein liebevolles Zuhause. DarĂŒber hinaus ermöglichen Sie Ihrem Patenkind eine Schulausbildung und damit die Chance seinen Berufswunsch zu erfĂŒllen. Werden Sie jetzt SOS-Pate!

/* pageName= Huehuetoca pagePrefix= breadCrumb=So hilft SOS / Wo wir helfen / Amerika / Mexiko / Huehuetoca mainDomain=sos-kinderdorf.at langIdentifier=AT,de */