SOS-Kinderdorf Bogot√°

Bogot√° hat in j√ľngster Zeit deutliche Fortschritte in den Bereichen der Sicherheit, der Infrastruktur und der Armutsbek√§mpfung verzeichnen k√∂nnen. Dennoch leben nach wie vor Zehntausende Menschen in den Armenvierteln der kolumbianischen Hauptstadt am Rande der Gesellschaft. In den gro√üen Elendsvierteln hausen viele Familien in menschenunw√ľrdigen Behausungen ohne Strom oder sanit√§re Einrichtungen.


Eine Stadt mit großer sozialer Ungleichheit

 

Junge Frau im SOS Kinderdorf Bogot√° (photo: N.Ruud)
 

Bogot√° ist die Hauptstadt und zugleich gr√∂√üte Stadt Kolumbiens und z√§hlt sowohl zahlenm√§√üig als auch fl√§chenm√§√üig zu den f√ľhrenden Metropolen Lateinamerikas. Obwohl Bogot√° in den Bereichen der Sicherheit, Infrastruktur und Armutsbek√§mpfung in den letzten zehn Jahren deutliche Fortschritte verzeichnen konnte, leiden nach wie vor Zehntausende Menschen in dieser modernen Gro√üstadt an Arbeitslosigkeit, Armut und einer mangelnden Grundversorgung.

Die soziale Ungleichheit ist in der kolumbianischen Hauptstadt stark ausgepr√§gt. Etwa 40 Prozent des Gesamteinkommens befinden sich in den H√§nden von nur sieben Prozent der Bev√∂lkerung. Obwohl die Sterblichkeitsrate von Kindern unter f√ľnf Jahren in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gesenkt werden konnte, ist sie immer noch h√∂her als in anderen modernen lateinamerikanischen St√§dten.

F√ľr eine gute Bildung ist die elterliche F√ľrsorge von zentraler Bedeutung. Kinder ohne elterliche F√ľrsorge haben wesentlich schlechtere Bildungschancen. Kinder, die aus verschiedenen Gr√ľnden ohne den Schutz der Familie aufwachsen, leiden h√§ufiger an Armut, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung und werden dadurch leichter Opfer von Missbrauch und Ausbeutung. Infolge von Armut und elterlicher Vernachl√§ssigung leben in Bogot√° etwa 2000 Kinder auf der Stra√üe.
 

Viele Kinder arbeiten, statt zur Schule zu gehen


Etwa 87 000 Kinder m√ľssen in der kolumbianischen Hauptstadt bereits in jungen Jahren Kinderarbeit verrichten. Sie sind meist auf dem informellen Sektor t√§tig und gehen nicht zur Schule. In Bogot√° gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen Armut und Kinderarbeit. H√§ufig sind Eltern auf das zus√§tzliche Einkommen ihrer Kinder angewiesen und schicken sie daher zur Arbeit statt zur Schule. Ohne eine angemessene Bildung haben Kinder aus armen Familien kaum eine Chance, als Erwachsene den Armutszyklus zu durchbrechen.
 

Unsere arbeit im Bogot√°

Dieser junge Mann war sieben Jahre alt, als er in Dorf kam. Hier ist er mit Seiner SOS-Mutter, eine Quelle von Lieber und Unterst√ľtzung (photo: SOS archives)

SOS-Kinderdorf begann seine T√§tigkeit f√ľr Kinder und junge Menschen in Bogot√° im Jahr 1971.

Familien st√§rken: Das Familienst√§rkungsprogramm des SOS-Sozialzentrums zielt darauf ab, bestehende famili√§re Bindungen zu st√§rken, damit Kinder bei ihrer eigenen liebevollen Familie aufwachsen k√∂nnen. Wir helfen ihnen dabei, Zugang zu wichtigen Dienstleistungen im Bereich Bildung, Ern√§hrung und Gesundheit zu bekommen. Dar√ľber hinaus bieten wir allgemeine und psychologische Beratung. M√ľtter k√∂nnen ihre Kinder in der Kindertagesst√§tte betreuen lassen, w√§hrend sie zur Arbeit gehen.

Betreuung in Familien: Das SOS-Kinderdorf Bogot√° umfasst derzeit SOS-Familien, in denen bis zu 171 Kinder von SOS-Eltern liebevoll betreut werden. Einige Kinder wachsen in Pflegefamilien aus. Einige Familien haben ihr Zuhause in den lokalen Gemeinden. Diese Familien erhalten dieselbe Unterst√ľtzung von SOS-Kinderdorf.
Wo immer es m√∂glich ist, arbeiten wir eng mit den Herkunftsfamilien der Kinder zusammen, damit diese in ihre Familien zur√ľckkehren k√∂nnen. In diesem Fall unterst√ľtzen wir die Familien w√§hren der Zeit des Wandels und der Anpassung.
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nterst√ľtzung f√ľr Jugendliche:
Unter der Aufsicht qualifizierter Fachkr√§fte entwickeln junge Menschen Zukunftsperspektiven und lernen Verantwortung zu √ľbernehmen. Sie werden ermutigt, Teamgeist zu entwickeln, Kontakte zu Freunden und Verwandten aufzubauen und mit den zust√§ndigen Beh√∂rden und potenziellen Arbeitgebern umzugehen.
 





 



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