SOS-Kinderdorf Bogot√°

Bogot√° hat in j√ľngster Zeit deutliche Fortschritte in den Bereichen der Sicherheit, der Infrastruktur und der Armutsbek√§mpfung verzeichnen k√∂nnen. Dennoch leben nach wie vor Zehntausende Menschen in den Armenvierteln der kolumbianischen Hauptstadt am Rande der Gesellschaft. In den gro√üen Elendsvierteln hausen viele ‚ÄěBogotanos‚Äú in menschenunw√ľrdigen Behausungen ohne Strom oder sanit√§re Einrichtungen.


Eine Stadt mit großer sozialer Ungleichheit


Kinder im SOS Kinderdorf Bogot√° (photo: SOS archives)
 

Bogot√° ist die Hauptstadt und zugleich gr√∂√üte Stadt Kolumbiens und z√§hlt sowohl zahlenm√§√üig als auch fl√§chenm√§√üig zu den f√ľhrenden Metropolen Lateinamerikas. Demographisch gesehen ist Bogot√° eine recht junge Stadt; etwa 31 Prozent der Bev√∂lkerung sind j√ľnger als 18 Jahre. Obwohl Bogot√° in den Bereichen der Sicherheit, Infrastruktur und Armutsbek√§mpfung in den letzten zehn Jahren deutliche Fortschritte verzeichnen konnte, leiden nach wie vor Zehntausende Menschen in dieser modernen Gro√üstadt an Arbeitslosigkeit, Armut und einer mangelnden Grundversorgung.

Die soziale Ungleichheit ist in der kolumbianischen Hauptstadt stark ausgepr√§gt. Etwa 40 Prozent des Gesamteinkommens befinden sich in den H√§nden von nur sieben Prozent der Bev√∂lkerung. Obwohl die Sterblichkeitsrate von Kindern unter f√ľnf Jahren in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gesenkt werden konnte, ist sie immer noch h√∂her als in anderen modernen lateinamerikanischen St√§dten wie Santiago de Chile oder San Jos√© in Costa Rica.

F√ľr eine gute Bildung ist die elterliche F√ľrsorge von zentraler Bedeutung. Kinder ohne elterliche F√ľrsorge haben wesentlich schlechtere Bildungschancen. In Kolumbien besuchen 27 Prozent der schutzlosen Kinder keine Schule. Kinder, die aus verschiedenen Gr√ľnden ohne den Schutz der Familie aufwachsen, leiden h√§ufiger an Armut, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung und werden dadurch leichter Opfer von Missbrauch und Ausbeutung. Infolge von Armut und elterlicher Vernachl√§ssigung leben in Bogot√° etwa 2000 Kinder auf der Stra√üe. Sie werden geringsch√§tzig als „Gamines“ bezeichnet, schlafen in Parkanlagen, auf B√ľrgersteigen oder in Obdachlosen-Unterk√ľnften. Viele versuchen sich durch den Verkauf von Kleinwaren, das Waschen von Autos oder Gelegenheitsdiebst√§hle √ľber Wasser zu halten. H√§ufig schn√ľffeln sie Klebstoff oder nehmen andere Drogen.

Viele Kinder arbeiten, statt zur Schule zu gehen


Etwa 87 000 Kinder m√ľssen in der kolumbianischen Hauptstadt bereits in jungen Jahren Kinderarbeit verrichten. Sie sind meist auf dem informellen Sektor t√§tig. 26 Prozent dieser Kinder gehen nicht zur Schule. In Bogot√° gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen Armut und Kinderarbeit. H√§ufig sind Eltern auf das zus√§tzliche Einkommen ihrer Kinder angewiesen und schicken sie daher zur Arbeit statt zur Schule. Ohne eine angemessene Bildung haben Kinder aus armen Familien kaum eine Chance, als Erwachsene den Armutszyklus zu durchbrechen. Nach Angaben der Wirtschaftskommission f√ľr Lateinamerika (CEPAL) sinkt das Einkommen eines Erwachsenen mit jedem fehlenden Bildungsjahr in der Kindheit um 20 Prozent. Durch unsere SOS-Familienst√§rkungsprogramme und Angebote der SOS-Sozialzentren versuchen wir die Zerr√ľttung von Familien zu vermeiden, damit weniger Kinder auf der Stra√üe leben m√ľssen. 

Unsere arbeit im Bogot√°


Dieser junge Mann war sieben Jahre alt, als er in Dorf kam. Hier ist er mit Seiner SOS-Mutter, eine Quelle von Lieber und Unterst√ľtzung (photo: SOS archives)

SOS-Kinderdorf begann seine T√§tigkeit f√ľr Kinder und junge Menschen in Bogot√° im Jahr 1971. Unsere Organisation bietet der notleidenden Bev√∂lkerung ein umfassendes Angebot an Unterst√ľtzung. Dazu geh√∂ren Familienst√§rkungsprogramme, ein liebevolles Zuhause f√ľr Kinder ohne elterliche F√ľrsorge, ein Jugendprogramm und medizinische Versorgung.

Das SOS-Kinderdorf Bogot√° umfasst derzeit 19 SOS-Familien, in denen bis zu 171 Kinder von SOS-M√ľttern liebevoll betreut werden. Das Familienst√§rkungsprogramm des SOS-Sozialzentrums zielt darauf ab, bestehende famili√§re Bindungen zu st√§rken, damit Kinder bei ihrer eigenen liebevollen Familie aufwachsen k√∂nnen. M√ľtter k√∂nnen ihre Kinder in der Kindertagesst√§tte betreuen lassen, w√§hrend sie zur Arbeit gehen. Dar√ľber hinaus bieten die SOS-Sozialzentren medizinische Versorgung, Familienberatung und Sexualerziehung.

Junge Menschen k√∂nnen sich in betreuten Wohngemeinschaften auf ihre Selbst√§ndigkeit vorbereiten. Unter der Aufsicht qualifizierter Fachkr√§fte entwickeln sie Zukunftsperspektiven und lernen Verantwortung zu √ľbernehmen. Sie werden ermutigt, Teamgeist zu entwickeln, Kontakte zu Freunden und Verwandten aufzubauen und mit den zust√§ndigen Beh√∂rden und potenziellen Arbeitgebern umzugehen.
 





 

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