SOS-Kinderdorf Tegucigalpa

SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k√∂nnen (Foto: SOS-Kinderdorf in Honduras).

Tegucigalpa ist die Hauptstadt von Honduras und gleichzeitig die gr√∂√üte Stadt. √úber 1,2 Millionen Menschen leben hier. Als sich das Wachstum von Tegucigalpa in den 1990er Jahren beschleunigte, konnte die Infrastruktur nicht mehr mithalten, was zu Wasserknappheit, Arbeitslosigkeit und steigenden Kriminalit√§tsraten f√ľhrte. Kinder, Jugendliche und Familien sind in der Stadt mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Dazu geh√∂ren extreme Armut und Bandengewalt. In einigen Gegenden zwingen Stra√üenbanden, die gef√ľrchtetsten Erpresser der Region, die Bewohner*innen zur Zahlung von ‚ÄúKriegssteuern‚ÄĚ oder sie riskieren, get√∂tet zu werden. Die Familien brauchen Unterst√ľtzung, damit sie sicher leben und ihren Lebensunterhalt frei von Gewalt und Kriminalit√§t bestreiten k√∂nnen.

Seit 1970 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Tegucigalpa Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f√ľr ihre Rechte ein.

250.000
Honduraner*innen werden durch Bandengewalt vertrieben

Vertreibung aufgrund von Bandengewalt

Viele Viertel in Tegucigalpa werden von Stra√üenbanden kontrolliert. Die beiden gewaltt√§tigsten sind Calle 18 und MS-13. Viele Familien geraten in das Kreuzfeuer der Bandengewalt. In einigen F√§llen sind sie gezwungen, sich in Sicherheit zu bringen und ihr Zuhause und ihren Arbeitsplatz zur√ľckzulassen. Das bringt Kinder und Jugendliche in schwierige Situationen, da ihr Leben auf den Kopf gestellt wird. Besonders gef√§hrlich ist die Situation f√ľr Frauen und junge M√§dchen - sie sind sexueller Gewalt ausgesetzt oder werden sogar ermordet.

83
Lehrer*innen ermordet zwischen 2008 und 2014

Schulen sind nicht sicher

Viele Kinder in Tegucigalpa k√∂nnen nicht zur Schule gehen, weil sie es sich nicht leisten k√∂nnen, oder es aufgrund von Banden nicht sicher ist. Obwohl der Besuch der Schulen kostenlos ist, k√∂nnen sich Familien, die in Armut leben, oft keine Uniformen und Lernmittel leisten. Andere k√∂nnen nicht hingehen, weil es nicht sicher ist. Sie m√ľssen zwischen √úberleben und Bandengewalt w√§hlen. Bandenmitglieder bedrohen Lehrer*innen, damit sie ihren Kindern gute Noten geben und nicht get√∂tet werden. Kinder in Schulen und auf Spielpl√§tzen k√∂nnen ins Kreuzfeuer geraten.

Ihre Unterst√ľtzung macht einen Unterschied f√ľr die Kinder in Tegucigapla

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst√ľtzung anzubieten, das den √∂rtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
10
Familien
können zusammenbleiben
50
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
30
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
Sie √ľben sich im Schreiben. Alle Kinder in unserer Obhut k√∂nnen in den Kindergarten gehen, die Schule besuchen und die Jugendlichen k√∂nnen eine Ausbildung machen (Foto: SOS-Kinderdorf in Honduras).

Was Ihre Unterst√ľtzung in Tegucigalpa bewirkt

Familien und Gemeinden werden gestärkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f√ľr sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k√ľmmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst√ľtzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k√∂nnen Workshops √ľber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n√∂tigen F√§higkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr√ľnden. Au√üerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k√∂nnen.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder k√∂nnen auch mit zus√§tzlicher Unterst√ľtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k√∂nnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m√∂glich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur√ľckkehren k√∂nnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver√§nderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-ständigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f√ľr ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh√§ngig zu werden. Wir unterst√ľtzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh√∂hen so ihre Berufschancen. Sie k√∂nnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus√§tzlich k√∂nnen sie ihre F√§higkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.