SOS-Kinderdorf Choluteca

Der SĂŒden von Honduras zĂ€hlt zu den Ă€rmsten Regionen des Landes. In Folge der VerwĂŒstungen durch Hurrikan Mitch hatten Tausende Kinder in Honduras ihre Eltern verloren und blieben arm und schutzlos zurĂŒck. Angesichts dieser Not beschloss SOS-Kinderdorf, in Choluteca tĂ€tig zu werden. In einem der Ă€rmsten LĂ€nder Lateinamerikas werden nach wie vor Zehntausende kleine Kinder vernachlĂ€ssigt oder missbraucht und wachsen unter prekĂ€ren sozioökonomischen Bedingungen auf.

Die Kinder von Choluteca gehören zu den Ärmsten in ganz Honduras

 

Freunde im SOS-Kinderdorf Choluteca (Foto: M. Jaramillo)Choluteca liegt etwa 140 km sĂŒdlich der Hauptstadt Tegucigalpa nahe der Grenze zu Nicaragua. Zahlreiche Kinder wachsen unter prekĂ€ren sozioökonomischen Bedingungen auf. Sie leben in menschenunwĂŒrdigen Behausungen, haben keinen Zugang zu Bildung oder medizinischer Versorgung und werden Opfer der Gewalt von Straßenbanden.
Im SĂŒden von Honduras gehen jeden Abend Zehntausende Kinder hungrig zu Bett. Der Bezirk Choluteca gehört zu den Ă€rmsten in ganz Honduras - etwa 60 Prozent der Bevölkerung leiden an UnterernĂ€hrung. Und das ist noch nicht alles - nirgendwo sonst in Honduras ist die Einkommensverteilung so ungleich wie in Choluteca.

In dieser ohnehin sehr armen Region hatte Hurrikan „Mitch“ noch mehr Menschen in die Armut und soziale Ausgrenzung getrieben. Die Zahl der Waisenkinder war nach der Katastrophe stark gestiegen. Hunderte HĂ€user, öffentliche GebĂ€ude und Straßen wurden teilweise oder gar völlig zerstört. Aufgrund des hohen Armutsniveaus ist die Kinderarbeit in Honduras sowohl auf dem Land als auch in den StĂ€dten weit verbreitet.

Junge MĂ€dchen verdingen sich hĂ€ufig als Hausangestellte, wĂ€hrend Jungen in der Landwirtschaft arbeiten oder Kleinwaren auf der Straße verkaufen. Berichten zufolge werden viele MĂ€dchen bei der Arbeit als Haushaltshilfen sexuell belĂ€stigt oder missbraucht. Die meisten dieser Kinder haben keinen Zugang zum Bildungssystem und somit wenig Chancen, spĂ€ter einmal den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.

In Choluteca ist SOS-Kinderdorf nach wie vor sehr engagiert tÀtig

Im sĂŒdlichen Honduras leben viele Familien in bitterer Armut. HĂ€ufig verlieren Kinder aufgrund dieser Armut die elterliche FĂŒrsorge. Das SOS-Kinderdorf Choluteca wurde errichtet, um den notleidenden Familien von Choluteca, die durch Hurrikan „Mitch“ alles verloren hatten, zu helfen. Obwohl die Regierung einige Projekte fĂŒr die gefĂ€hrdeten Kinder dieser Region ins Leben gerufen hat, ist unsere Arbeit aufgrund der Vielzahl von Waisen und verlassenen Kindern von grĂ¶ĂŸter Bedeutung.

Unsere Arbeit in Choluteca

Junge spielt auf einer Gitarre (Foto: SOS-Archiv)Das SOS-Kinderdorf Choluteca wurde im November 2000 eröffnet.

Wenn Kinder nicht lĂ€nger bei ihren Familien bleiben können, werden sie von SOS-MĂŒttern fĂŒrsorglich betreut. Im SOS-Kinderdorf Choluteca wachsen bis zu 126 Kinder in 14 SOS-Familien auf.

Jedes Kind, das in unsere Obhut kommt, hat seine eigene Geschichte und BedĂŒrfnisse. Wir bieten den Kindern UnterstĂŒtzung, wo sie es am meisten brauchen. Hierzu können spezifische AktivitĂ€ten und Therapien angeboten werden, die den Kindern helfen, sich zu gesunden Erwachsenen zu entwickeln.

Die Kinder besuchen die örtlichen Schulen zusammen mit den Kindern aus der Nachbarschaft und sind dadurch bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert.

 



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