SOS-Kinderdorf Jocot√°n

SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k√∂nnen (Foto: SOS-Kinderdorf Guatemala).

Jocot√°n ist eine Stadt und Gemeinde im Departement Chiquimula, in der indigene Maya-Gemeinschaften leben. Sie liegt im Norden der Stadt Chiquimula, nahe der Grenze zu Honduras, und hat √ľber 60.000 Einwohner*innen. Jocot√°n ist eine der Gemeinden mit dem h√∂chsten Armutsniveau des Landes. Da Chiquimula Teil eines Trockenkorridors ist, ist das Gebiet von zunehmenden Wetterextremen betroffen, die Ernten zerst√∂ren und zu weit verbreiteter Nahrungsmittel-knappheit und extremer Armut f√ľhren. Infolgedessen weist das Departement Chiquimula die zweith√∂chste Unterern√§hrungsrate in Guatemala auf.

Seit 1983 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Jocot√°n Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f√ľr ihre Rechte ein.

1 Mio.
Kinder leiden an Unterernährung

Kinder sind unterernährt

In Guatemala betrachtet die Kultur in einigen l√§ndlichen Gemeinden Jungen und M√§nner als die Haupteinkommensbezieher der Familie. Infolgedessen werden Jungen mehr besch√ľtzt und versorgt als M√§dchen und sind seltener mangelern√§hrt. Das betrifft nicht nur Kinder unter f√ľnf Jahren. Auch schwangere und stillende Frauen sowie Frauen zwischen 15 und 45 Jahren im geb√§rf√§higen Alter sind gef√§hrdet. Einige Kinder leiden unter den langfristigen Folgen chronischer Unterern√§hrung, die zu einer um 40 % geringeren Gehirnentwicklung im Alter von 3 Jahren f√ľhrt. Dar√ľber hinaus kann ihr Immunsystem geschw√§cht sein, was bedeutet, dass sie anf√§lliger f√ľr Infektionen sind.

2.040
Mädchen unter 14 Jahren gebaren Kinder 2021

Teenager-Schwangerschaften

√úber 66 % der M√§dchen in Guatemala bekommen ihr erstes Kind, wenn sie noch unter 17 Jahre alt sind. Die Zahl der Schwangerschaften unter Jugendlichen hat alarmierende Ausma√üe angenommen. Die Nationale Beobachtungsstelle f√ľr sexuelle und reproduktive Gesundheit berichtete, dass im Jahr 2021 2.041 M√§dchen unter 14 Jahren ein Kind bekamen. Im selben Jahr wurden 65.000 Schwangerschaften bei M√§dchen zwischen 10 und 19 Jahren registriert. Wenn M√§dchen und junge Frauen schwanger werden, ist nicht nur ihre Gesundheit in Gefahr, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Schule und die Ausbildung abbrechen.

Ihre Unterst√ľtzung macht einen Unterschied f√ľr die Kinder in Jocot√°n

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst√ľtzung anzubieten, das den √∂rtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
50
Familien
können zusammenbleiben
50
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
20
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
Geschwister spielen drau√üen im Garten. Wenn Kinder nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen k√∂nnen, unterst√ľtzen wir sie dabei, in einer alternativen familien√§hnlichen Umgebung lebenslange Bindungen aufzubauen (Foto: SOS-Kinderdorf in Guatemala).

Was Ihre Unterst√ľtzung in Jocot√°n bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gestärkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f√ľr sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k√ľmmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst√ľtzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k√∂nnen Workshops √ľber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n√∂tigen F√§higkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr√ľnden. Au√üerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k√∂nnen.
Kinder, die nich bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder k√∂nnen auch mit zus√§tzlicher Unterst√ľtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k√∂nnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m√∂glich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur√ľckkehren k√∂nnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver√§nderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-ständigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f√ľr ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh√§ngig zu werden. Wir unterst√ľtzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh√∂hen so ihre Berufschancen. Sie k√∂nnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus√§tzlich k√∂nnen sie ihre F√§higkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.