SOS-Kinderdorf Quito

Wie so viele lateinamerikanische StĂ€dte ist auch Quito geteilt: einerseits, in ein blĂŒhendes modernes Bankenviertel mit einer wachsenden Mittelschicht, andererseits bleiben weite Teile der Gesellschaft am Rand gedrĂ€ngt und leben unter erbĂ€rmlichen UmstĂ€nden.

Viele Familien leben unter prekÀren Bedingungen an den Randbezirken von Quito


Kinder aus der lokalen Gemeinde beim Mittagessen im SOS-Sozialzentrum (Foto: SOS-Archiv).
Quito ist die Hauptstadt von Ecuador und hat rund 2,2 Millionen Einwohner.

Die Stadt wĂ€chst rasch, da viele Menschen auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben hierher kommen. Meist landen sie in den Elendsvierteln am Stadtrand, in denen es hĂ€ufig kein fließendes Wasser, keinen Strom und keine sanitĂ€ren Einrichtungen gibt. Sie haben voller Hoffnung ihr karges Dasein auf dem Land zurĂŒckgelassen, doch hĂ€ufig platzt der Traum vom besseren Leben in der Stadt.

Die Armutsrate der Stadt betrĂ€gt rund 8 %, allerdings ist die Zahl in einigen Stadtvierteln viel höher, insbesondere in den Außenbezirken von Quito.

Quito hat eine der höchsten Arbeitslosenraten des Landes: mehr als 50 % der Einwohner Quitos haben keine formelle BeschĂ€ftigung, sondern halten sich auf dem informellen Sektor, zum Beispiel als StraßenverkĂ€ufer, ĂŒber Wasser. Insbesondere fĂŒr junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren ist es schwer, Arbeit zu finden. 
 

Viele Kinder mĂŒssen die Schule abbrechen und arbeiten 

Auch die Kinderarbeit ist in Quito ein ernstes und deutlich sichtbares Problem. Kinder leben hĂ€ufig unter gefĂ€hrlichen UmstĂ€nden oder sie verkaufen mit ihren Eltern SĂŒĂŸigkeiten, Blumen und andere Waren in den Straßen. Armut ist der hĂ€ufigste Grund fĂŒr Kinderarbeit, weil die Familien das Geld brauchen. Manche Familien sehen das positiv, weil die Kinder Berufserfahrungen sammeln.

Diese Kinder sind im Teufelskreis der Armut gefangen, mĂŒssen zum Familieneinkommen beitragen und können nicht zur Schule gehen. Im Grundschulalter besuchen zwei Drittel der Kinder, die arbeiten, die Schule. Aber nur 15 % der arbeitenden Kinder besuchen die Sekundarschule. 
 

Unsere Arbeit in Quito


Eine Mutter aus der Gemeinde lehrte Kinder im SOS-Sozialzentrum zu lesen und schreiben. (Foto: F. Espinoza)
SOS-Kinderdorf ist seit 1963 in Quito tÀtig.

Familien stĂ€rken: Unser Ziel besteht darin, notleidende Familien in Quito zu unterstĂŒtzen, damit sie zusammenbleiben können, Kinder die Schule besuchen können, sie medizinisch betreut werden und genug zu essen haben.

Wir bieten Tagesbetreuung, damit die Eltern zur Arbeit gehen oder sich fortbilden können.

In ganz Quito unterstĂŒtzen wir mehr als 1.200 Menschen im Rahmen dieses Programms.

Betreuung in Familien: FĂŒr Kinder, die die elterliche FĂŒrsorge verloren haben, bieten SOS-Kinderdorf-Familien ein liebevolles Zuhause. Sie leben gemeinsam mit ihren Geschwistern zusammen und werden von ihren SOS-Kinderdorf-Eltern betreut.

Die SOS-Kinderdorf-Familien leben in der gesamten Stadt verteilt und sind vollkommen in die Gemeinschaft integriert. Kinder in unserer Obhut besuchen gemeinsam mit Kindern aus der Nachbarschaft die Schulen und KindergÀrten vor Ort. Sofern es möglich ist, bleiben die Kinder in der NÀhe ihrer Herkunftsfamilie und der Gemeinschaft in der sie aufgewachsen sind.

UnterstĂŒtzung fĂŒr junge Menschen: FĂŒr junge Menschen ist es in Quito hĂ€ufig schwer, Arbeit zu finden und selbstĂ€ndig zu werden. Wir helfen jungen Menschen ihre Schul- oder Berufsausbildung zu beenden, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und sich auf ihr selbstĂ€ndiges Leben vorzubereiten.

Werden Sie jetzt SOS-Pate!


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Mit 1 Euro am Tag schenken Sie einem Kind in Not ein liebevolles Zuhause. DarĂŒber hinaus ermöglichen Sie Ihrem Patenkind eine Schulausbildung und damit die Chance seinen Berufswunsch zu erfĂŒllen. Werden Sie jetzt SOS-Pate!

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