SOS-Kinderdorf Guayaquil

SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k├Ânnen (Foto: SOS-Kinderdorf in Ecuador).

Guayaquil ist die Hauptstadt der Provinz Guayas, im Westen Ecuadors. In der Stadt leben rund 2,7 Millionen Menschen, was sie zu einer der gr├Â├čten St├Ądte Ecuadors macht. Der Hafen von Guayaquil ist der wichtigste Handelshafen des Landes, ├╝ber den viele internationale Importe und Exporte laufen. Das bedeutet auch, dass der Hafen ein wichtiges Einfallstor f├╝r Drogen ist, die Gewalt, Korruption und Erpressung in die Stadt bringen.

Seit 2007 unterst├╝tzt SOS-Kinderdorf in Guayaquil Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f├╝r ihre Rechte ein.

13%
der M├Ądchen werden als Kinder verheiratet

Kinder werden in die Ehe gezwungen

In Ecuador werden M├Ądchen immer noch Opfer von Kinderheiraten. Tats├Ąchlich werden 22 % der Frauen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet, obwohl das gesetzliche Heiratsalter in Ecuador bei 18 Jahren liegt. Kinderheirat ist ein Versto├č gegen die Allgemeine Erkl├Ąrung der Menschenrechte, und der emotionale Schaden, den ein Kind durch eine erzwungene Verbindung erleidet, ist tiefgreifend. Es besteht auch ein erh├Âhtes Risiko von Kinderschwangerschaften und h├Ąuslicher Gewalt. Speziell in der Provinz Guayas, in der Guayaquil liegt, wurden 13 % der Frauen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. Das ist der dritth├Âchste Prozentsatz aller Provinzen Ecuadors.

17%
der Menschen in Guayaquil leben in Armut

Drogenhandel und seine Folgen

Der gr├Â├čte Hafen Ecuadors befindet sich in Guayaquil, das als die gef├Ąhrlichste Stadt Ecuadors bekannt ist. Dieser Hafen ist zu einem Umschlagplatz f├╝r Drogen und Waffen geworden, die aus den Nachbarl├Ąndern Kolumbien und Peru kommen. Die Menschen sind nicht nur mit drogenbedingter Gewalt konfrontiert, sondern auch mit Korruption, Erpressung und Geldw├Ąsche, die durch die Dollarisierung der ecuadorianischen Wirtschaft erleichtert wird. Diese Aspekte wirken sich nachteilig auf die Sicherheit der Kinder aus, vor allem f├╝r die 17 % der Menschen in Guayas, die in Armut leben, wo die Verlockung des leichten Geldes viele dazu bringt, in gef├Ąhrliche Aktivit├Ąten verwickelt zu werden.

Ihre Unterst├╝tzung macht einen Unterschied f├╝r die Kinder in Guayaquil

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst├╝tzung anzubieten, das den ├Ârtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
120
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst├╝tzt
80
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
10
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstst├Ąndigkeit begleitet
90
Fl├╝chtlinge
werden bei ihrer Reise aus Venezuela unterst├╝tzt
Spielen und neue Erfahrungen mit Farbe, Sand und Pflanzen machen (Foto: SOS-Kinderdorf in Ecuador).

Was Ihre Unterst├╝tzung in Guayaquil bewirkt

Familien und Gemeinden werden gest├Ąrkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f├╝r sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k├╝mmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst├╝tzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k├Ânnen Workshops ├╝ber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n├Âtigen F├Ąhigkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr├╝nden. Au├čerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k├Ânnen.
Fl├╝chtlinge werden unterst├╝tzt
SOS-Kinderdorf in Ecuador unterst├╝tzt Fl├╝chtlinge aus Venezuela. Rund 500.000 Venezolaner*innen leben in Ecuador und ben├Âtigen grundlegende Dinge wie Nahrung und Unterkunft. Doch nicht nur diese Herausforderungen bereiten den Venezolaner*innen Sorgen. Sie haben oft Schwierigkeiten, eine Arbeit zu finden oder einen legalen Status zu erhalten. SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt diese Fl├╝chtlinge, wo immer es n├Âtig ist.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben k├Ânnen, werden betreut
Manche Kinder k├Ânnen auch mit zus├Ątzlicher Unterst├╝tzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k├Ânnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m├Âglich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur├╝ckkehren k├Ânnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver├Ąnderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-st├Ąndigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f├╝r ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh├Ąngig zu werden. Wir unterst├╝tzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh├Âhen so ihre Berufschancen. Sie k├Ânnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus├Ątzlich k├Ânnen sie ihre F├Ąhigkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.