SOS-Kinderdorf Santo Domingo-Los Mina

Das Leben in Santo Domingo mag auf den ersten Blick verhei├čungsvoll erscheinen, aber die Realit├Ąt ist f├╝r viele Menschen extrem hart. Die Dominikanische Republik hat die h├Âchste Rate an Teenager-Schwangerschaften in der gesamten Region zu verzeichnen. Diese jungen M├╝tter brauchen Unterst├╝tzung, damit sie berufliche Qualifikationen erwerben und f├╝r ihre Kinder sorgen k├Ânnen.

Nicht alle Tr├Ąume der Zuwanderer gehen in der Stadt in Erf├╝llung

Kinder wachsen zusammen in einem liebevollen Zuhause auf. (Foto: Y. Louay)

Santo Domingo de Guzm├ín ist die Hauptstadt der Dominikanischen Republik. In der Metropolregion leben etwa 3,8 Millionen Menschen. Wie auch andere L├Ąnder in der Karibik wird die Dominikanische Republik immer wieder von Hurrikanen heimgesucht.

SOS-Kinderdorf hat in der Vergangenheit mehrere Nothilfeprogramme f├╝r die Betroffenen ins Leben gerufen. Santo Domingo ist das Wirtschafts- und Handelszentrum des Landes. Zahlreiche ausl├Ąndische Unternehmen sind hier angesiedelt.

Santo Domingo ist eine geteilte Stadt: w├Ąhrend im Stadtzentrum zahlreiche Gesch├Ąfte und Luxusvillen zu finden sind, lebt die Mehrheit der Bev├Âlkerung in den Elendsvierteln der Au├čenbezirke in extremer Armut. Santo Domingo weist die h├Âchste Zuwanderungsrate des ganzen Landes auf. Viele illegale Einwanderer aus Haiti kommen auf der Suche nach Arbeit ├╝ber die Grenze.

Aufgrund der prek├Ąren wirtschaftlichen Situation vieler Familien glauben Eltern im benachbarten Haiti h├Ąufig, dass es ihre Kinder woanders besser haben k├Ânnten. Der Kinderhandel bl├╝ht - zahlreiche Kinder werden aus Haiti in die Dominikanische Republik geschmuggelt, ihre Eltern mit falschen Versprechungen get├Ąuscht. H├Ąufig werden sie stattdessen in der Landwirtschaft ausgebeutet, m├╝ssen kommerzielle Sexarbeit verrichten, unter sklaven├Ąhnlichen Bedingungen als Haushaltshilfen arbeiten, betteln gehen oder Kleinwaren auf der Stra├če verkaufen.

Kinder verdienen die Chance auf eine bessere Zukunft

Aufgrund der raschen Ausbreitung von Santo Domingo und seiner Bev├Âlkerungsexplosion (von gut zwei Millionen in 2003 auf 3,7 Millionen in 2010) leben immer mehr Menschen in menschenunw├╝rdigen Behausungen ohne Infrastruktur oder sanit├Ąre Einrichtungen, haben nicht gen├╝gend Nahrung und keine medizinische Versorgung. Die st├Ądtische Armut ist zu einem der gr├Â├čten Probleme des Landes geworden. Mehr als 60 Prozent der Stadtbev├Âlkerung leben in Armut; 63 Prozent der Betroffenen sind j├╝nger als 18 Jahre.

H├Ąufig brechen Kinder und junge Menschen aus notleidenden Familien die Schule ab, um zu arbeiten und zum Haushaltseinkommen beizutragen. Die kurzfristige Linderung der Not scheint wichtiger als langfristige Ziele – aber ohne Bildung m├╝ssen diese Kinder auch als Erwachsene unter prek├Ąren Bedingungen leben und haben keine Chance, dem Armutszyklus zu entkommen. SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt notleidende Familien in Santo Domingo, damit ihre Kinder nicht arbeiten m├╝ssen und weiter zur Schule gehen k├Ânnen. Kinder, deren Eltern nicht f├╝r sie sorgen k├Ânnen, erhalten ein liebevolles Zuhause.

Unsere Arbeit in Santo Domingo-Los Mina

Kinder werden Freunde, wenn sie zusammen Spa├č haben. (Foto: Y. Louay )

Das SOS-Kinderdorf Santo Domingo-Los Mina wurde im Jahr 1985 er├Âffnet. Heute leiten unsere Sozialzentren ein Familienst├Ąrkungsprogramm, um die Not der Gemeinde auf ganzheitliche und nachhaltige Art und Weise zu lindern.

Die Angebote umfassen eine Kindertagesst├Ątte und ein Tagesm├╝tterprogramm. Dadurch k├Ânnen erwerbst├Ątige Eltern und alleinerziehende M├╝tter ihre Kinder in sicherer Obhut lassen, w├Ąhrend sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Etwa 1250 Menschen werden durch die Programme der Sozialzentren beg├╝nstigt.

Bis zu 170 Kinder aus der Region, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen k├Ânnen, finden in 17 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M├╝ttern f├╝rsorglich betreut.

Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren m├Âchten, k├Ânnen in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms in Santo Domingo ziehen. Mit der Unterst├╝tzung qualifizierter Fachkr├Ąfte k├Ânnen sie ihre Zukunft planen, Verantwortung zu ├╝bernehmen lernen und sich auf ein Leben in Selbst├Ąndigkeit vorbereiten. In Santo Domingo gibt es auch ein SOS-Berufsbildungszentrum, in dem angehende SOS-M├╝tter und MitarbeiterInnen umfassend ausgebildet und auf ihre wichtige Rolle in einem Kinderdorf vorbereitet werden.



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