SOS-Kinderdorf Kapstadt

SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k├Ânnen (Foto: SOS-Kinderdorf in S├╝dafrika).

Mit fast vier Millionen Einwohner*innen ist Kapstadt die zweitgr├Â├čte Stadt S├╝dafrikas und Hauptstadt des Westkaps. Viele Menschen vom Land wandern in der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Stadt ein. Oft sind sie jedoch arbeitslos und leben unter sehr schlechten Bedingungen in informellen Siedlungen. Viele Familien haben weder Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Strom, noch k├Ânnen sie ihren Kindern eine Ausbildung erm├Âglichen. Ungleichheiten aufgrund von Rasse und ethnischer Zugeh├Ârigkeit sind die Regel. Au├čerdem ist HIV/AIDS in der Stadt ein echtes Problem, mehr noch als in vielen anderen Teilen des Landes.

Seit 1994 unterst├╝tzt SOS-Kinderdorf in Kapstadt Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f├╝r ihre Rechte ein.

39%
der Haushalte sind arm

Weit verbreitete Armut

Kapstadt ist im Laufe der Jahre stetig gewachsen. Die meisten der Binnenmigrant*innen, die hierher kommen, lassen sich in einem der Townships rund um die Stadt nieder. Kapstadt besteht aus etwas mehr als 900.000 Haushalten, von denen ├╝ber 100.000 informelle Siedlungen sind. Insgesamt leben 39 % der Haushalte unterhalb der Armutsgrenze. Viele sind nicht in der Lage, ihre Grundbed├╝rfnisse wie sauberes Trinkwasser, angemessene sanit├Ąre Einrichtungen oder Strom zu befriedigen. Ungleichheiten aufgrund von Rasse und ethnischer Zugeh├Ârigkeit sind ├╝berall zu sp├╝ren. W├Ąhrend die H├Ąlfte der wei├čen Haushalte ├╝ber Internet verf├╝gt, sind es nur 3 % der schwarz-afrikanischen Haushalte. Die Kriminalit├Ątsrate ist hoch.

5 von 10
jungen S├╝dafrikaner*innen sind arbeitslos

Hohe Jugendarbeitslosigkeit

Obwohl die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen s├╝dafrikanischen St├Ądten relativ niedrig ist, hat sie in Kapstadt in den letzten Jahren zugenommen. Etwa 29 % der Menschen in der Stadt sind ohne Arbeit. Unter jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren ist die Arbeitslosigkeit sogar noch h├Âher: Etwa 5 von 10 Jugendlichen sind arbeitslos. Das ist darauf zur├╝ckzuf├╝hren, dass viele die Schule abbrechen und daher nicht ├╝ber die erforderlichen F├Ąhigkeiten verf├╝gen, um einen angemessenen Arbeitsplatz zu finden. Es wird gesch├Ątzt, dass etwa eine Million Kinder in S├╝dafrika in einem Haushalt leben, in dem kein Erwachsener lesen und schreiben kann.

Ihre Unterst├╝tzung macht einen Unterschied f├╝r die Kinder in Kapstadt

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst├╝tzung anzubieten, das den ├Ârtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
70
Familien
k├Ânnen zusammenbleiben
70
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
Familienmitglieder, die gemeinsam Spa├č haben. Kinder kn├╝pfen w├Ąhrend ihres Heranwachsens Bindungen zu ihrer Familie, die ein Leben lang halten. (Foto: SOS-Kinderdorf in S├╝dafrika).

Was Ihre Unterst├╝tzung in Kapstadt bewirkt

Familien und Gemeinden werden gest├Ąrkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f├╝r sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k├╝mmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst├╝tzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k├Ânnen Workshops ├╝ber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n├Âtigen F├Ąhigkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr├╝nden. Au├čerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k├Ânnen.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben k├Ânnen, werden betreut
Manche Kinder k├Ânnen auch mit zus├Ątzlicher Unterst├╝tzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k├Ânnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m├Âglich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur├╝ckkehren k├Ânnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver├Ąnderung anzupassen.