SOS-Kinderdorf Ennerdale

SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k√∂nnen (Foto: SOS-Kinderdorf in S√ľdafrika).

Ennerdale ist ein Vorort von Johannesburg, der gr√∂√üten Stadt S√ľdafrikas mit einer Bev√∂lkerung von rund 8 Millionen Menschen. Hier befinden sich auch einige der gr√∂√üten Townships des Landes. Ennerdale wurde in den 1970er Jahren gebaut, um ein Township zu schaffen, das die Rassentrennung aufrechterhalten sollte. Die Apartheid-politik geh√∂rt heute der Vergangenheit an, aber die sozio√∂konomischen und politischen √úberreste sind immer noch tief im st√§dtischen System des Landes verwurzelt. Die meisten Townships in Johannesburg sind nach wie vor mehrheitlich schwarzafrikanische Gemeinden. Tausende von Kindern erleben Armut und soziale Ausgrenzung.

Seit 1984 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Ennerdale Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f√ľr ihre Rechte ein.

2 von 3
Menschen in Johannesburg leben in Armut

Die Lebensqualität ist extrem schlecht

Leider ist das Erbe der Apartheid auch heute noch in Johannesburg sichtbar, und die Stadt ist weiterhin tief gespalten. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung leben heute in Armut und 72 % von ihnen sind Schwarzafrikaner*innen. Ennerdale liegt in einem sehr einkommensschwachen Gebiet, das hauptsächlich aus informellen Siedlungen besteht. Die Menschen hier haben keinen Zugang zu Abwassersystemen, fließendem Wasser und Strom. Außerdem leben sie oft illegal auf dem Land, auf dem sich ihre Häuser befinden, was bedeutet, dass die Regierung nicht verpflichtet ist, grundlegende Dienstleistungen bereitzustellen. Tausende von Kindern wachsen hier in Armut auf und erleben in ihrem Alltag soziale Ausgrenzung.

72%
der in Armut Lebenden sind Schwarzafrikaner*innen

Ungleichheit bleibt bestehen

Die schlechten Lebensbedingungen in Townships wie Ennerdale sind verheerend f√ľr Kinder und ihre Zukunft. Das gilt insbesondere f√ľr schwarzafrikanische Kinder, denn 72 % der in Johannesburg in Armut lebenden Menschen sind Schwarzafrikaner*innen. Diese Kinder wachsen in Gegenden auf, in denen Armut und Entbehrungen Realit√§t sind. Die Kriminalit√§tsrate und die Arbeitslosigkeit sind hoch und Bildung ist nicht f√ľr alle zug√§nglich. Von Beginn ihres Lebens an haben sie eine geringere Lebenserwartung, ein h√∂heres Risiko, an Krankheiten zu erkranken, und laufen Gefahr, nicht so zu wachsen, wie sie sollten. Das beeintr√§chtigt sowohl ihre k√∂rperliche als auch ihre emotionale Entwicklung, was langfristige Folgen hat und sie schon in jungen Jahren benachteiligt.

Ihre Unterst√ľtzung macht einen Unterschied f√ľr die Kinder in Ennerdale

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst√ľtzung anzubieten, das den √∂rtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
150
Familien
können zusammenbleiben
40
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
50
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
Kleines M√§dchen und ihre Betreuerin in einem liebevollen Moment. Kinder kn√ľpfen w√§hrend ihres Heranwachsens Bindungen zu ihrer Familie, die ein Leben lang halten (Foto: SOS-Kinderdorf in S√ľdafrika).

Was Ihre Unterst√ľtzung in Ennerdale bewirkt

Familien und Gemeinden werden gestärkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f√ľr sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k√ľmmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst√ľtzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k√∂nnen Workshops √ľber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n√∂tigen F√§higkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr√ľnden. Au√üerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k√∂nnen.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder k√∂nnen auch mit zus√§tzlicher Unterst√ľtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k√∂nnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m√∂glich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur√ľckkehren k√∂nnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver√§nderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-ständigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f√ľr ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh√§ngig zu werden. Wir unterst√ľtzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh√∂hen so ihre Berufschancen. Sie k√∂nnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus√§tzlich k√∂nnen sie ihre F√§higkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.