SOS-Kinderdorf Lusaka

Obwohl die allgemeinen Armutsraten in Sambia gesenkt worden sind, ist die st√§dtische Armut weiter im Ansteigen begriffen. In der Hauptstadt Lusaka stellt die Grundversorgung ihrer Kinder f√ľr zahlreiche notleidende Eltern eine un√ľberwindbare Herausforderung dar.

Wenn Eltern erkranken, sind Kinder auf sich alleine gestellt

Drei Mädchen in unserer Obhut kommen nach Hause (Foto: SOS-Archiv).
Drei Mädchen in unserer Obhut kommen nach Hause (Foto: SOS-Archiv).

Lusaka hat ca. 2,2 Millionen Einwohner. Die Armutsrate der Metropole liegt nach wie vor bei √ľber 50 Prozent. Dar√ľber hinaus haben viele Eltern aufgrund der Inflationen und gestiegenen Lebensmittelpreise Schwierigkeiten, ihre Kinder ausreichend zu ern√§hren. Dies f√ľhrt zu Mangelern√§hrung und Kleinw√ľchsigkeit; in Lusaka sind mehr als 50 Prozent der Kinder unter f√ľnf Jahren betroffen.

Auch HIV/AIDS stellt ein gro√ües Problem der √∂ffentlichen Gesundheit des Landes und insbesondere der Hauptstadt dar. Nach einigen Sch√§tzungen ist sogar einer von f√ľnf Menschen im Lusaka HIV-positiv oder hat AIDS. Die Kenntnis und das Bewusstsein sind in den letzten Jahren gestiegen, dennoch sind Stigmatisierung und Diskriminierung h√§ufig. Obwohl die medizinische Behandlung in der Hauptstadt besser als in anderen Gebieten des Landes ist, gibt es immer noch einen Mangel an Gesundheitspersonal.

Die hohe HIV/AIDS-Pr√§valenzrate trifft besonders Kinder: wenn Familien und Gemeinschaften betroffen sind, verlieren Kinder die Liebe, Betreuung und den Schutz, den sie brauchen, um gesunde Erwachsenen zu werden. 

Junge Menschen brauchen Unterst√ľtzung, um als Erwachsene Erfolg zu haben

Die Bindungen, die in einer SOS-Familie entstehen, halten ein Leben lang. Die Begleitung der Kinder bei ihrer Verselbständigung zählt daher zu unseren Aufgaben. Wenn junge Menschen ihrer SOS-Familie entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium beginnen möchten, können sie in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen und werden von Fachkräften auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet.

Dadurch k√∂nnen sie schrittweise Verantwortung √ľbernehmen und sich auf ein unabh√§ngiges Leben vorbereiten. Das SOS-Berufsbildungszentrum in Lusaka bietet dar√ľber hinaus Lehrg√§nge f√ľr Metallverarbeitung, Tischlerei, Bauwesen, Landwirtschaft und Schneiderei f√ľr 160 Auszubildende aus ganz Sambia.

Unsere Arbeit in Lusaka

SOS-Kinderdorf bietet eine sichere Umgebung f√ľr die Kinder (Foto: SOS-Archiv).
SOS-Kinderdorf bietet eine sichere Umgebung f√ľr die Kinder (Foto: SOS-Archiv).

SOS-Kinderdorf begann seine T√§tigkeit in Lusaka im Jahr 1999. In j√ľngster Zeit haben wir unser Familienst√§rkungsprogramm stetig ausgebaut, um m√∂glichst viele notleidende Familien in der Region zu erreichen. Das Programm zielt darauf ab, die Not der Bev√∂lkerung zu lindern und Familien zu festigen, damit Kinder sicher und beh√ľtet in einem liebevollen Umfeld aufwachsen k√∂nnen.

Die Sozialzentren in Lusaka und dem nahegelegenen Chanzanga West sichern Kindern den Zugang zu Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung. Wir unterst√ľtzen Familien bei der Einkommensf√∂rderung und dem Ausbau der elterlichen Kompetenzen und bieten im Bedarfsfall Beratungen und psychologischen Beistand. Wir helfen besonders Familien, die an HIV/AIDS erkrankt sind. Gemeinsam mit lokalen Organisationen setzen wir uns f√ľr die St√§rkung gemeindebasierter Unterst√ľtzungssysteme f√ľr notleidende Familien ein.

Das SOS-medizinische Zentrum betreut jedes Jahr bis zu 10 000 Familien und sichert damit die medizinische Grundversorgung der lokalen Bev√∂lkerung, bietet Pr√§ventionsma√ünahmen und freiwillige HIV/AIDS-Tests sowie Beratungen f√ľr Betroffene. Alle Leistungen stehen der Gemeinde offen. Dadurch k√∂nnen Menschen √§rztlich betreut werden, die sich sonst keine Behandlung leisten k√∂nnen.

Bis zu 180 Kinder aus der Region, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen k√∂nnen, finden in 15 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M√ľttern f√ľrsorglich betreut.

Die Kinder besuchen den SOS-Kindergarten in Lusaka zusammen mit den Kindern aus der Gemeinde. Dadurch sind sie bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. Knapp 1100 Sch√ľlerInnen aus der Region werden in den Grund- und Sekundarschulen von SOS-Kinderdorf unterrichtet.
 



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