SOS-Kinderdorf Lilongwe

Trotz verst├Ąrkter Bem├╝hungen der Regierung zur Verbesserung der Lebensbedingungen leben Tausende Familien in Lilongwe unter unvorstellbar prek├Ąren Umst├Ąnden.

Armut, Hunger und HIV/AIDS gef├Ąhrden das Leben zahlreicher Menschen in Lilongwe

Br├╝der in unserer Obhut wachsen zusammen auf (Foto: SOS-Archiv).
Br├╝der in unserer Obhut wachsen zusammen auf (Foto: SOS-Archiv).

Malawis Hauptstadt Lilongwe hat ├╝ber 780 000 Einwohner. Die Armutsraten in der Stadt sind sehr hoch, die Lebensbedingungen extrem hart. Der Gro├čteil der lokalen Bev├Âlkerung leidet an Mangelern├Ąhrung. Zahlreiche Familien haben nicht genug zu essen, und vor allem alleinerziehende M├╝tter nehmen oft tagelang keine Nahrung zu sich - die wenigen Lebensmittel, die sie auftreiben k├Ânnen, sind f├╝r die Kinder bestimmt. Wenn jedoch Eltern durch Unterern├Ąhrung geschw├Ącht sind, k├Ânnen sie nicht l├Ąnger den Haushalt f├╝hren und f├╝r ihre Kinder sorgen. Vor allem Kinder mit Behinderungen bekommen nicht die n├Âtige Behandlung und Aufmerksamkeit.

Zahlreiche unterern├Ąhrte Menschen in der Region leben in extremer Armut: sie hausen in Baracken aus Holzresten oder Plastiks├Ącken ohne jegliche sanit├Ąre Versorgung, trinken Wasser aus verunreinigten Quellen und sind extrem anf├Ąllig f├╝r Erk├Ąltungen, Durchfall und g├Ąngige Kinderkrankheiten, vor allem wenn sie mit HIV infiziert sind und ihr Immunsystem geschw├Ącht ist.

In j├╝ngster Zeit sind die Bem├╝hungen der Regierung im Kampf gegen HIV/AIDS verst├Ąrkt worden. Dennoch liegt die Pr├Ąvalenzrate in der Hauptstadt mit 17 Prozent noch weit ├╝ber dem landesweiten Durchschnitt von elf Prozent. 60 Prozent der Infizierten sind Frauen, und junge Menschen zwischen 13 und 24 Jahren sind besonders h├Ąufig betroffen.

Unter diesen Umst├Ąnden ist die Zukunft der Kinder ernsthaft gef├Ąhrdet. Es besteht dringender Bedarf an Bildung, Gesundheit, ausreichend Nahrung und einem sicheren Zuhause f├╝r Kinder.

SOS-Sozialzentren zur Unterst├╝tzung aller Mitglieder der Gemeinde

Das erste SOS-Kinderdorf Malawis wurde 1994 in der Hauptstadt Lilongwe errichtet. In j├╝ngster Zeit haben wir unser Familienst├Ąrkungsprogramm in der Region weiter ausgebaut, um so viele notleidende Menschen wie m├Âglich zu erreichen. Wir versuchen Familien vor der Zerr├╝ttung zu bewahren, damit Kinder in einem liebevollen Zuhause aufwachsen k├Ânnen.

Das SOS-Sozialzentrum in Lilongwe unterst├╝tzt rund 2000 Beg├╝nstigte und stellt sicher, dass Kinder Zugang zu Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung erhalten. Wir helfen Familien bei der Einkommensf├Ârderung und dem Ausbau der elterlichen Kompetenzen und bieten im Bedarfsfall Beratungen und psychologischen Beistand. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen setzen wir uns f├╝r die St├Ąrkung gemeindebasierter Unterst├╝tzungssysteme f├╝r notleidende Familien ein. Unsere Hilfe richtet sich vor allem an Familien, die an HIV/AIDS erkrankt sind.

Unsere Arbeit in Lilongwe

Die Abschlussklasse von SOS-Kindergarten (Foto: SOS-Archiv)
Die Abschlussklasse von SOS-Kindergarten (Foto: SOS-Archiv)

Das SOS-medizinische Zentrum bietet der lokalen Bev├Âlkerung eine medizinische Versorgung. Unsere besondere Unterst├╝tzung gilt Familien, die an HIV/AIDS erkrankt sind. Wir f├╝hren Tests und antiretrovirale Behandlungen sowie Impfprogramme und andere Pr├Ąventionsma├čnahmen durch. Im Therapiezentrum werden Kinder mit Behinderungen ├Ąrztlich versorgt. Das Zentrum ist in der Region einzigartig. Die Angebote umfassen Physiotherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie und Orthop├Ądie. Eltern und Betreuungspersonen erhalten praktische Unterst├╝tzung von Experten und psychologischen Beistand, um mit der Diskriminierung fertig zu werden.

Bis zu 120 Kinder aus der Region, die nicht l├Ąnger bei ihren Eltern leben k├Ânnen, finden in zw├Âlf SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M├╝ttern f├╝rsorglich betreut. Die Kinder besuchen den SOS-Kindergarten zusammen mit den Kindern aus der Gemeinde und sind daher bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. In den SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen werden knapp 1200 Sch├╝lerInnen in der Prim├Ąr- und Sekundarstufe unterrichtet.

Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren m├Âchten, k├Ânnen in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Hier erhalten sie Unterst├╝tzung beim ├ťbergang in das Erwachsenenleben.

In Lilongwe gibt es auch ein SOS-Berufsbildungszentrum, in dem Lehrg├Ąnge in den Bereichen landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung, Betriebswirtschaft, IT, Sekretariatsaufgaben, Tischlerei, Schneiderei, Metallverarbeitung und Installation angeboten werden. Mit den erworbenen Fertigkeiten und Qualifikationen k├Ânnen junge Menschen ein Einkommen erwirtschaften und selbst f├╝r ihren Lebensunterhalt sorgen.
 



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