SOS-Kinderdorf Douala

Kinder sind die schw├Ąchsten Glieder der Gesellschaft und in Kamerun werden grundlegende Kinderrechte immer wieder missachtet. Die Kinder gehen nicht zur Schule oder haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Unz├Ąhlige notleidende Familien brauchten Unterst├╝tzung, damit sie zusammenbleiben und f├╝r ihre Kinder Sorge tragen k├Ânnen.

Tausende Familien sind von Armut betroffen

Kinder, die die elterliche F├╝rsorge verloren haben wachsen gemeinsam mit den Geschwistern im SOS-Kinderdorf auf (Foto: SOS-Archiv).
Douala ist die Hauptstadt der Provinz Littoral und liegt an den Ufern des Wouri-Flusses etwa 30 km von der s├╝dlichen Atlantikk├╝ste Kameruns entfernt. Douala ist mit rund 3 Millionen Einwohnern die gr├Â├čte Stadt Kameruns.

Viele Menschen aus den l├Ąndlichen Gebieten kommen auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in die Stadt. Letzen Endes landen viele von ihnen in notd├╝rftigen Baracken in den Elendsvierteln, die von Erdrutschen und ├ťberschwemmungen bedroht sind. Douala hat rund 180 Regentage pro Jahr, und in weiten Teilen der Stadt gibt es keine Entw├Ąsserung. Das Risiko der Ausbreitung ansteckender Krankheiten wie Malaria und Typhus ist dadurch sehr gro├č.

Mit 7 Prozent ist die Armutsrate in Douala nicht so hoch wie in anderen Regionen Kameruns, allerdings ist es sehr schwierig Arbeit zu finden. Bis zu 74 Prozent der Bev├Âlkerung arbeiten Sch├Ątzungen zufolge auf dem informellen Sektor, der nur wenig Sicherheit und niedrige L├Âhne bietet. Viele Eltern m├╝ssen daher lange Stunden arbeiten und haben kaum Zeit f├╝r die Betreuung ihrer Kinder. In den schlimmsten F├Ąllen m├╝ssen die Kinder selbst arbeiten und zum Haushaltseinkommen ihrer Familien beitragen.

Viele Kinder m├╝ssen arbeiten und gehen nicht zur Schule 

Mehr als 97 Prozent der Kinder sind in der Grundschule in Douala eingeschrieben und obwohl dies h├Âher ist als der nationale Durchschnitt, schlie├čen viele Kinder die Grundschule nicht ab. Kinder aus ├Ąrmeren Familien brechen h├Ąufig die Schule ab, weil sie nicht dorthin gelangen oder die Kosten der zus├Ątzlichen Aufwendungen wie B├╝cher und Kleidung zu hoch sind.

Die HIV/AIDS Rate ist in Douala h├Âher als in anderen St├Ądten. Vor kurzem von der Regierung gestartete Initiativen f├Ârdern die Durchf├╝hrung von HIV-Tests, um die Mutter-Kind-├ťbertragung zu reduzieren und Neuinfektionen vorzubeugen. Sind Erwachsene von dieser Krankheit betroffen, dann erleiden deren Familien und Kinder h├Ąufig Stigmatisierung und Diskriminierung. Sind Eltern zu krank um zu arbeiten, dann m├╝ssen Kinder Wege finden, um die Familie zu unterst├╝tzen. In Douala geh├Âren Kinder, die M├╝ll sammeln oder Waren verkaufen zum Stra├čenbild. Einige sind auch Opfer sexueller Ausbeutung. Die meisten dieser Kinder gehen nicht zur Schule.

Unsere Arbeit in Douala

Familienleben: Gemeinsames Backen im SOS-Kinderdorf Douala (Foto: SOS-Archiv).
SOS-Kinderdorf wurde im Jahr 2007 in Douala t├Ątig.

Familien st├Ąrken: Wir unterst├╝tzen Familien, um sie vor der Zerr├╝ttung zu bewahren. Die Bed├╝rfnisse jeder Familie sind unterschiedlich. Manchen Familien stehen wir beratend und begleitend zur Seite, wenn es darum geht ein Einkommen zu erlangen. Anderen wiederum verschaffen wir Zugang zu medizinischer Betreuung oder stellen sicher, dass ihre Kinder zur Schule gehen k├Ânnen.  

Betreuung in SOS-Kinderdorf-Familien: Kinder aus der Region, die nicht mehr l├Ąnger bei ihren Eltern leben k├Ânnen, bieten SOS-Kinderdorf-Familien ein liebevolles Zuhause. In jeder Familie leben sie mit ihren Geschwistern zusammen und werden von ihren SOS-Eltern liebevoll betreut. Kinder werden auch in SOS-Pflegefamilien betreut.

Wir arbeiten eng mit den Herkunftsfamilien und unterst├╝tzen sie, damit die Kinder wieder bei ihnen leben k├Ânnen.

Bildung: Die Kinder besuchen gemeinsam mit den Kindern aus den Gemeinden den SOS-Kindergarten. Anschlie├čend besuchen sie die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule. Rund 210 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus dem SOS-Kinderdorf und der Nachbarschaft gehen dort zur Schule.

Medizinische Versorgung: Ein kleines SOS-medizinisches Zentrum bietet der lokalen Gemeinde medizinische Betreuung und informiert ├╝ber Vorsorgema├čnahmen.  
 



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