SOS-Kinderdorf Basse

Basse, auch bekannt als Basse Santa Su, ist die ├Âstlichste Stadt in Gambia. Basse liegt etwa 400 km von der Hauptstadt Banjul entfernt. Der abgelegene Standort hat zur Folge, dass zahlreiche Menschen, vor allem M├Ąnner, die Region auf der Suche nach einem besseren Leben verlassen. Die Gegend ist ├╝berwiegend l├Ąndlich gepr├Ągt, und gef├Ąhrdete Familien und Kinder ben├Âtigen Unterst├╝tzung, damit sie Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung erhalten.

Eine der ├Ąrmsten Regionen des Landes

Kinder, die die elterliche F├╝rsorge verloren haben, finden bei SOS-Familien in Basse ein neues Zuhause (Foto: L. Willot).
In der Upper River Region in Gambia leben rund 240.000 Menschen, die meisten von ihnen in l├Ąndlichen Gebieten. Die Kleinstadt Basse hat etwa 18.000 Einwohner.
Die Upper River Region z├Ąhlt zu den ├Ąrmsten Regionen des Landes. Das Leben ist in l├Ąndlichen Gebieten besonders hart; die meisten Familien betreiben Ackerbau, um sich zu ern├Ąhren und f├╝r ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Aufgrund der schlechten Bodenqualit├Ąt und des Klimas ist es dennoch h├Ąufig sehr schwer, gen├╝gend Nahrung zu bekommen und f├╝r ein Auskommen zu sorgen.

Da viele M├Ąnner die Region verlassen haben, gibt es eine gro├če Zahl von frauengef├╝hrten Haushalten. Frauen und M├Ądchen sind auf besonderen Schutz angewiesen. Obwohl Kinderehen und weibliche Genitalverst├╝mmelungen in Gambia offiziell verboten sind, werden sie immer noch praktiziert. Dennoch wird die Lage der Frauen und M├Ądchen langsam besser, und die Zahl der Kinderehen und fr├╝hen Schwangerschaften ist r├╝ckl├Ąufig.

Relativ viele Kinder werden eingeschult, obwohl mehr M├Ądchen als Jungen die Grundschule abbrechen. Insgesamt ist die Alphabetisierungsrate in der Region sehr niedrig: nur etwa 50 Prozent der Bev├Âlkerung kann lesen und schreiben. Damit liegt der Anteil weit hinter anderen Landesteilen zur├╝ck, in denen die Rate bei 62,9 Prozent liegt.

Familien brauchen Unterst├╝tzung, damit sie vor Zerr├╝ttung bewahrt werden

In Basse haben in den letzten Jahren einige Entwicklungen stattgefunden, und die soziale Infrastruktur hat sich verbessert. Dennoch leben zahlreiche Familien nach wie vor unter prek├Ąren Bedingungen, wodurch viele Kinder Gefahr laufen, die elterliche F├╝rsorge zu verlieren.

In L├Ąndern, in denen die Armut so weit verbreitet ist wie in Gambia, spielt die Gro├čfamilie eine wichtige Rolle f├╝r die soziale Sicherheit vieler Kinder. Da sich die traditionellen famili├Ąren Strukturen aufl├Âsen, sind immer mehr Kinder vom Verlust der famili├Ąren F├╝rsorge bedroht. Viele Kinder, deren Eltern krank geworden oder gestorben sind, leben in Haushalten, die von Gro├čeltern oder Geschwistern gef├╝hrt werden. Diese gef├Ąhrdeten Kinder bekommen h├Ąufig nicht genug zu essen und k├Ânnen nur selten eine Schule besuchen. Ohne Zugang zu Bildung ist es f├╝r sie extrem schwierig, sich als Erwachsene ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Unsere Arbeit in Basse

SOS-Kinderdorf betreibt in Basse einen Kindergarten und eine Grundschule (Foto: SOS-Archiv).
SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt seit 2007 gef├Ąhrdete Kinder in Basse.

Familien st├Ąrken: Seit 2010 unterst├╝tzt das SOS-Kinderdorf Basse auch gef├Ąhrdete Familien in der Region. Wir bieten verschiedene Arten von Unterst├╝tzung, je nach Bedarf der Familien. In manchen F├Ąllen leisten wir Nahrungsmittelhilfe oder helfen ihnen, die Schulgeb├╝hren zu entrichten. Wir sorgen daf├╝r, dass sie Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung erhalten. Haushalte, die von Frauen, Kindern oder Gro├čeltern gef├╝hrt werden, sind besonders gef├Ąhrdet und stellen daher den Gro├čteil der Familien dar, die wir unterst├╝tzen.

Betreuung von Kindern, die nicht bei ihren Familien leben k├Ânnen: Kinder, die niemanden haben, der f├╝r sie sorgt, finden in einer der SOS-Familien in Basse ein liebevolles Zuhause. In der f├╝rsorglichen Betreuung durch SOS-Eltern wachsen die Kinder gemeinsam mit ihren Geschwistern in einem famili├Ąren Umfeld auf. Eine psychologische Betreuung ist f├╝r die gesunde Entwicklung von Kindern sehr wichtig, die Traumata oder Vernachl├Ąssigung erlebt haben, und wir verfolgen aufmerksam die Entwicklung aller Kinder in unseren SOS-Familien.

Unterst├╝tzung f├╝r junge Menschen: Aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit in der Region ist es f├╝r junge Menschen oft sehr schwierig, selbst├Ąndig und unabh├Ąngig zu werden. Wir bieten ihnen Begleitung und Unterst├╝tzung, bis sie ihre schulische oder berufliche Ausbildung beenden und eine erste Arbeit finden.

Bildung: Wir betreiben einen Kindergarten und eine Grundschule, in der Kinder aus der lokalen Gemeinde gemeinsam mit Kindern aus den SOS-Familien eine gute Lernumgebung vorfinden. Der SOS-Kindergarten betreut bis zu 130 Kinder, die dort gl├╝ckliche und sorglose Kindheitsmomente genie├čen k├Ânnen und gleichzeitig auf die Schule vorbereitet werden. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Basse bietet ├╝ber 200 Sch├╝ler/innen eine qualitativ hochwertige Grundausbildung.
legen wir in der Region auch gro├čes Gewicht auf die allgemeine Aufkl├Ąrung ├╝ber Kinderrechte.



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