SOS-Kinderdorf Gitega

Burundi wurde durch zahlreiche ethnische Konflikte und Kriege ersch√ľttert. Infolgedessen gibt es kaum noch staatliche Angebote in den Bereichen Bildung und Gesundheit, und viele Menschen leben in Armut. SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt seit 1976 notleidende Kinder und Familien in Gitega.

Nach jahrelangen Konflikten kämpft eine Region mit dem Problem der Armut und der schlechten Infrastruktur

 

Familie aus der lokalen Gemeinde (Foto: Catherine Flore Ngo Biyack)
Gitega liegt ca. 80 km √∂stlich der Landeshauptstadt Bujumbura und geh√∂rt zu den wenigen gro√üen St√§dten im √ľberwiegend l√§ndlich gepr√§gten Burundi. Wie auch in den anderen Stadtgebieten des Landes hat Gitega ein stetiges Bev√∂lkerungswachstum zu verzeichnen. Der √ľberwiegende Teil der Bev√∂lkerung Burundis lebt jedoch in den l√§ndlichen Gebieten vom Ackerbau. Burundi hat eine der h√∂chsten Geburtenraten der Welt.

Fast die H√§lfte der Bev√∂lkerung ist j√ľnger als 15 Jahre. Allein diese Zahlen zeigen, welche Herausforderungen das Land bew√§ltigen muss, um die Lage der Kinder zu verbessern.

Waisenkinder werden in Burundi h√§ufig von Familienmitgliedern betreut, aber die extreme Armut des Landes macht es der Gro√üfamilie manchmal unm√∂glich, f√ľr die Kinder ihrer verstorbenen Verwandten zu sorgen. Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Familien an den Folgen von HIV/AIDS leiden. Allzu oft haben Kinder gar keine andere Wahl, als auf der Stra√üe ums √úberleben zu k√§mpfen oder bereits in jungen Jahren ganze Haushalte zu f√ľhren. Der fehlende Zugang zu Leistungen des Gesundheits- und Bildungssystems verschlimmert zus√§tzlich die Situation bed√ľrftiger Kinder.

Das gro√üe menschliche Leid der Betroffenen zeigt sich an der hohen Sterblichkeitsrate der Kinder unter f√ľnf Jahren und der Vielzahl der Kinder, deren Unterern√§hrung schwere Auswirkungen auf ihre Entwicklung hat. Tausende Familien und Kinder in dieser Region leiden an permanenter Ern√§hrungsunsicherheit. Viele Menschen sind an Cholera und Malaria erkrankt. Naturkatastrophen wie D√ľrren und √úberflutungen gef√§hrden zus√§tzlich das Leben zahlreicher Bewohner, da die Landwirtschaft einen Gro√üteil der wirtschaftlichen Aktivit√§ten Burundis ausmacht und somit die Lebensgrundlage f√ľr den Gro√üteil der Bev√∂lkerung Gitegas darstellt.

 

Es bedarf enormer Anstrengungen, um notleidenden Kindern zu helfen

Obwohl die Regierung einige Initiativen zur Verbesserung der Lage der Kinder unternommen hat, geht der Bedarf an Unterst√ľtzung weit √ľber das hinaus, was die Region leisten kann. Die Provinz Gitega z√§hlt zu den am dichtesten besiedelten Gegenden Burundis, und die Zahl der Kinder, die vom Verlust der elterlichen F√ľrsorge bedroht sind oder sie bereits verloren haben, ist sehr gro√ü. Angesichts der hohen Fertilit√§tsrate und der hohen Zahl der an HIV/AIDS erkrankten Erwachsenen wird der Bedarf an Unterst√ľtzung und lokalen Initiativen in den kommenden Jahren noch weiter steigen, um notleidenden Kindern eine sichere Existenz zu bieten. Gemeinsam mit den lokalen Beh√∂rden und anderen Partnern setzt sich SOS-Kinderdorf entschlossen daf√ľr ein, in dieser Region nachhaltige positive Ver√§nderungen zu erwirken.

Unsere Arbeit in Gitega

Geborgen in den Armen meiner SOS-Mutter (Foto: Helle Aasand)
Unsere Organisation konzentriert sich zunehmend auf die St√§rkung von Familien, die von Zerr√ľttung bedroht sind. Wir sind davon √ľberzeugt, dass Kinder am besten bei ihren leiblichen Familien aufgehoben sind, wann immer das m√∂glich ist. Daher bietet unser Sozialzentrum zahlreiche Initiativen zur Unterst√ľtzung notleidender Familien, damit sie sich selbst versorgen k√∂nnen. Dazu z√§hlen beispielsweise die Verteilung von Lebensmitteln, Unterricht f√ľr Kinder, Beratung und Unterst√ľtzung f√ľr HIV/AIDS-Infizierte sowie Berufsbildungskurse f√ľr Eltern, damit sie besser f√ľr sich und ihre Familien sorgen k√∂nnen.

Bis zu 130 Kinder finden in 13 SOS-Familien ein liebevolles und f√ľrsorgliches Zuhause. In den SOS-Jugendprogrammen werden junge Menschen aus den SOS-Familien bei ihren ersten Schritten in die Selbst√§ndigkeit unterst√ľtzt. Sie bleiben weiter in Kontakt mit ihrer SOS-Familie, w√§hrend sie eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren. Der Erwerb beruflicher Kompetenzen f√ľr die sp√§tere Arbeitssuche ist ein wichtiger Schritt in die Eigenst√§ndigkeit. Daher werden f√ľr alle Kinder und jungen Menschen in der Obhut von SOS-Kinderdorf umfassende pers√∂nliche Entwicklungspl√§ne erarbeitet.

Viele Kinder, die im SOS-Kindergarten betreut werden, kommen aus der umliegenden Gemeinde. Hier werden Kinder im Vorschulalter in einer liebevollen fr√ľhkindlichen Lernumgebung betreut, w√§hrend ihre Eltern arbeiten k√∂nnen und ihre Kinder in guten H√§nden wissen. In der Grundschule von SOS-Kinderdorf k√∂nnen √ľber 420 Sch√ľlerInnen unterrichtet werden. Auch hier stammt die gro√üe Mehrheit der Schulkinder aus der umliegenden Gemeinde. Dar√ľber hinaus leitet SOS-Kinderdorf in Gitega ein medizinisches Zentrum, in dem jedes Jahr mehr als zehntausend Menschen aus der Gemeinde √§rztlich versorgt werden. Daneben werden f√ľr die breite Bev√∂lkerung auch Aufkl√§rungskampagnen zur HIV/AIDS-Pr√§vention durchgef√ľhrt.  

 

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