SROI am Beispiel Rat auf Draht

"Endlich jemand, der mich ernst nimmt!" - Wirkungsanalyse zu "Rat auf Draht", einem Angebot von SOS-Kinderdorf

Wie sehr sich Investitionen in die Zukunft von Kindern und jungen Menschen auszahlen, belegt in beeindruckender Weise der ermittelte Social Return von "Rat auf Draht" – die Notrufnummer für Jugendliche und Kinder.
 

Warum braucht es Rat auf Draht?

Ein Viertel der österreichischen Bevölkerung ist unter 24 Jahre alt. Der Weg ins Erwachsenenalter stellt junge Menschen regelmäßig vor viele anspruchsvolle Aufgaben. Für ihre Fragen ist Rat auf Draht rund um die Uhr da - 24 Stunden, 365 Tage im Jahr.

Psychosoziale Themen, wie das eigene Aussehen, Selbstvertrauen, psychische Probleme bis hin zur Einsamkeit und Langeweile beschäftigen die Jugendlichen. Freundschaft, Liebe, Sexualität, Auseinandersetzung mit den Eltern, Mobbing oder Streit mit FreundInnenen bzw. SchulkollegInnen stehen weit oben auf der Themenliste. Aber auch lebensentscheidende Anrufe gehen täglich ein: Von den täglich 150 Anrufen bei Rat auf Draht kommen drei von jungen Menschen, die sich selbst als suizidgefährdet sehen.

Rat auf Draht ist aber nicht nur für junge Menschen wichtig, es ist auch eine Informationsquelle für das Umfeld der Jugendlichen, so etwa für Eltern und LehrerInnen. Andere Beratungseinrichtungen profitieren ebenfalls von der Notrufnummer, da Ratsuchende an sie weiterverwiesen werden.
 

Wer finanziert Rat auf Draht?

Von den 2016 angefallenen Gesamtausgaben in der Höhe von 751,000 € übernahmen je zur Hälfte und SOS-Kinderdorf. 2017 verschlechterte sich das Verhältnis zu Ungunsten von SOS-Kinderdorf: Nur mehr ein Drittel der tatsächlich anfallenden Kosten konnten über Beiträge der öffentlichen Hand abgedeckt werden. 2/3 des Finanzierungsbedarfs mussten über Spenden gedeckt werden.
 

Der Mehrwert für Kinder und Jugendliche in seelischen Nöten

Jugendliche und Kinder profitieren in vielfältiger Weise von der Rund-um-die-Uhr-Beratung. 33 % dieser Gruppe hätte sich an niemand anderen gewendet, wenn es Rat auf Draht nicht gäbe.

Aus 1 mach 2: Der unmittelbare Nutzen für die primäre Zielgruppe ist doppelt so viel wert wie das eingesetzte Kapital.
 

Wertvolle Präventionsarbeit – der Mehrwert für die öffentliche Hand

Rat auf Draht ist der einzige österreichische Kinder- und Jugendnotruf, der rund um die Uhr erreichbar und ausschließlich mit Fachpersonal besetzt ist. Neben zusätzlich generierten Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen ist insbesondere die wirksame Präventionsarbeit von nachhaltiger Bedeutung.

Pro 100 Euro Transferleistungen, die Rat auf Draht von Bund und Ländern erhält, kommen der öffentlichen Hand kurzfristig gesehen wiederum 50 Euro zugute. Auf einen Zeithorizont von 10 Jahren gerechnet, ist die öffentliche Hand der größte Nutznießer der Notrufnummer. Insbesondre die Suizidprävention zeigt hier den hohen langfristigen Nutzen von Rat auf Draht: 100 Euro Transferleistung bringen über 10 Jahre gerechnet einen Nutzen von 3000 Euro.
 

Aus 1 mach 17 – das bringt Rat auf Draht auf lange Sicht

Berechnet man den Social Return on Investment über alle Gruppen, die von dem Angebot profitieren, fließen je eingesetztem Euro kurzfristig etwa drei Euro in die Gesellschaft zurück. Berechnet man die Wirksamkeit auf 10 Jahre, so kann man davon ausgehen, dass jeder investierte Euro einem Gegenwert von 17 Euro entspricht.

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