Unser Beitrag zum Kinder­schutz

Der Schutz der Kinder und Jugendlichen steht für SOS-Kinderdorf an oberster Stelle und wir unternehmen unser Möglichstes, um diesen zu gewährleisten.

Unsere Standards

Eigene Erfahrung und Realität haben leider gezeigt, dass wir vor Missbrauchsfällen nicht gefeit sind. SOS-Kinderdorf muss seine Handlungsfähigkeiten und Kompetenzen zum Wohle der ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen ständig auf den Prüfstand stellen.

SOS-Kinderdorf hat einen Standard zum Umgang mit Kindeswohlgefährdungen und Grenzüberschreitungen entwickelt. Hier ist die aktuelle Version.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elisabeth.Hauser@sos-kinderdorf.at

Die Abteilung Qualitätssicherung führt in allen Angeboten Audits durch, bei denen die Qualität der Betreuung gemeinsam mit den MitarbeiterInnen reflektiert und überprüft wird. Die MitarbeiterInnen sind pädagogisch qualifiziert und Supervision gehört zu ihrem Berufsverständnis. Zudem fördern wir einen fachlichen Dialog auf breiter Ebene mit verschiedenen Partnerorganisationen.

 

Wenn Sie selbst von Grenzüberschreitungen betroffen sind oder von Grenzüberschreitungen wissen, wenden Sie sich bitte an die externe Ombudsstelle für Opferschutz:
 

Kontakt

SÜD/Graz:
Mag.a Sonja Sofia Hameter
Gesundheitspsychologin, klin. Psychologin
http://hameter.net

Nord-Ost/Wien:
Mag.a Karin Flenreiss-Frankl
Klinische Psychologin & Gesundheitspsychologin
Telefon 0664/42 47 666
https://www.psychologin-wien.at

West/Innsbruck:
Mag. Martin Schölzhorn
Psychotherapeut, Klinischer Psychologe & Gesundheitspsychologe
http://www.schoelzhorn-praxis.at
 

Kontakt extern

Umgang mit Grenzüberschreitungen in der Vergangenheit

Seit der Gründung im Jahr 1949 bedeutete SOS-Kinderdorf für Tausende Kinder und junge Menschen in Österreich und für Zigtausende in aller Welt eine positive Veränderung und Entwicklung ihres Lebens: Sie konnten im Schutz und in der Geborgenheit einer familiären Umgebung aufwachsen und wurden auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden verlässlich und liebevoll begleitet.
 
Es gab im Laufe der Jahrzehnte aber auch Kinder und Jugendliche, die im SOS-Kinderdorf negative Erfahrungen erlebt haben. Deren persönliche Erfahrungen von Leid, Unrecht oder Gewalt sind ebenfalls Teil der Geschichte von SOS-Kinderdorf. Die Aufarbeitung der Vergangenheit in der österreichischen Heimerziehung hat auch SOS-Kinderdorf veranlasst, eine historische Studie in Auftrag zu geben. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass es auch in Einrichtungen von SOS-Kinderdorf in Einzelfällen zu Gewalt und zu Missbrauchshandlungen gekommen ist.
 
Die Auseinandersetzung damit löst Betroffenheit aus, die traurig macht. Jedes erlittene Unrecht ist schmerzlich, nichts lässt sich ungeschehen machen, vieles nicht oder nur teilweise wieder gutmachen. Man kann aber durch persönliche Anteilnahme und Auseinandersetzung den Betroffenen Gehör schenken, eine Stimme geben, Leid lindern, den Menschen Respekt und Anerkennung geben und damit letztlich einen positiven Impuls zur Weiterentwicklung der SOS-Kinderdorf-Arbeit beitragen. Wenn Betroffene Entschädigungen fordern, gibt es ein klar definiertes und standardisiertes Verfahren (angelehnt an die Klasnic Kommission) mit externen Gutachtern. Falls eine rechtliche Klärung erlittenen Unrechts nach vielen Jahrzehnten noch möglich ist, unterstützt SOS-Kinderdorf die ermittelnden Behörden (Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte etc.) und tut alles, um zur Aufklärung beizutragen.

Der Aufarbeitung verpflichtet

Elisabeth Hauser führte einen Großteil der ersten Gespräche mit Betroffenen und ist Teil einer zweiköpfigen Kommission, die über die Höhe einer etwaigen Entschädigungssumme entscheidet.

Mit der Historikerin und Journalistin Andrea Sommerauer hat Elisabeth Hauser über Erinnerungsprozesse und den Ablauf des Verfahrens, über die Erwartungen und Emotionen von Betroffenen, der Organisation und Elisabeth Hauser selbst sowie über Bewältigungsstrategien und Lerneffekte gesprochen. Die Ergebnisse dieser Gespräche hat Andrea Sommerauer in Interviewform gebracht und stehen nun als Brochüre zum Download zur Verfügung.

Brochüre downloaden (pdf) ...