SOS-Kinderdorf: Schule ist der beste Weg zur Integration

Geschäftsführer Christian Moser: "Jungen Flüchtlingen darf der
Zugang zu Bildung nicht verwehrt bleiben. Gesetzesänderung
dringend notwendig."  

Wien/Innsbruck - SOS-Kinderdorf begrüßt die Ankündigung von
Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, eine Gesetzesänderung zu
prüfen, um jungen Flüchtlingen den Schulbesuch über das 15.
Lebensjahr hinaus zu ermöglichen.

Geschäftsführer Christian Moser: „Das wäre ein großer, wichtiger
Schritt in Richtung Integration. Denn wenn wir von geflüchteten
Jugendlichen  erwarten, sich möglichst schnell zu integrieren, müssen
wir ihnen die Möglichkeit geben, mit österreichischen Jugendlichen in
Kontakt zu kommen – und wo kann das besser gelingen als beim
gemeinsamen Lernen in der Schule?“

Ein paar Stunden Deutschkurs pro Woche könnten niemals das ersetzen,
was der Schulbesuch für die Integration leiste, so Moser.
„Spracherwerb ist sehr wichtig – aber Deutsch allein reicht nicht, um
in Österreich Fuß zu fassen. Was junge Menschen brauchen ist eine
Ausbildung.“

Derzeit seien, so Moser weiter, viele geflüchtete Jugendliche über 15
Jahren zum Nichtstun gezwungen. Denn sie dürfen nur in Ausnahmefällen
weiterhin mit österreichischen Jugendlichen im Klassenzimmer sitzen
oder einen Beruf erlernen.

Moser regt eine Ausbildungs- und Lehrplatzoffensive für minderjährige
Flüchtlinge an. „Was fehlt, ist ein bundesweiter Plan, wie wir diesen
jungen Menschen flächendeckend Zugang zu Bildung verschaffen.
Einzelne Projekte gibt es ja bereits. Das Jugendcollege in Wien oder
das Minerva-Bildungsprogramm von SOS-Kinderdorf in Salzburg zum
Beispiel“, so Moser abschließend. 

www.sos-kinderdorf.at/gleichechancen
  
Rückfragen: SOS-Kinderdorf/Presse, martina.stemmer@sos-kinderdorf.at, T.: 0676 / 881 444 243
 
 
 
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