3. April 2017 | Relocation

"Relocation“: SOS-Kinderdorf appelliert an Regierung, Streit nicht auf dem Rücken von Jugendlichen auszutragen

SOS-Kinderdorf-Christian Moser: „Mehr Sachlichkeit in der Diskussion notwendig - vor allem wenn es um das Wohl unbegleiteter Kinder und Jugendlicher geht“

SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser erinnert in der aktuellen Debatte um das sogenannte „Relocation“-Programm daran, dass es in der Diskussion ursprünglich um die Aufnahme 50 unbegleiteten geflüchteten Jugendlichen aus Italien in Österreich ging. „In der ganzen Emotionalität zwischen den Regierungsparteien traten diese jungen Menschen völlig in den Hintergrund“, sagt Moser. „Ich appelliere an alle Beteiligten, hier mehr Sachlichkeit walten zu lassen, gerade wenn es um das Wohl unbegleiteter Kinder und Jugendlicher geht.“

Auch wenn Bundeskanzler Christian Kern nun persönlich in Brüssel eine Verlängerung der Ausnahmeregelung bewirken will, dürfe eines nicht aus den Augen verloren werden, so Moser: „In ganz Europa werden unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen täglich zentrale Kinderrechte verwehrt – es liegt in unserer aller Verantwortung, dies so rasch wie möglich zu beenden.“

Bei Kindern und Jugendlichen müsse es immer um mehr gehen als um ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch. „Es geht um Beziehung, um Beteiligung und es geht um das Recht, sich zu integrieren“, so Moser abschließend.
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