Landeshauptmann Wilfried Haslauer zu Besuch im SOS-Kinderdorf Seekirchen

150 Kinder und Jugendliche finden in den Einrichtungen von SOS-Kinderdorf Salzburg Betreuung, Bildung und ein liebevolles Zuhause. Das Kinderdorf in Seekirchen ist eines davon und freute sich  über Politikerbesuch.
 
Auf seiner Gemeindetour durch Seekirchen legte LH Dr. Wilfried Haslauer zusammen mit Bgm. Monika Schwaiger am Donnerstag, den 3. März 2016 auch einen Stopp im SOS-Kinderdorf ein. Bei einer Dorfführung informierten SOS-Kinderdorfleiter Salzburg Wolfgang Arming und SOS-Kinderdorf Geschäftsleiter Westösterreich Wolfgang Katsch die Gäste über die Entwicklung und Zukunftsprojekte des 1964 errichteten Kinderdorfes. Berührt zeigten sich Schwaiger und Haslauer über die Erfolgsgeschichten der Kinder, die ganz nach der Vision des SOS-Kinderdorf ein liebevolles Zuhause gefunden haben.
 

Wieder Kind sein dürfen

Als willkommene Verschnaufpause im dichtgedrängten Terminplan und als gute Gelegenheit, in den Alltag einer Kinderdorffamilie zu schnuppern, nahmen die Besucher die Einladung auf Kaffee und Kuchen von Kinderdorfmutter Sabine Wojak gerne an.

 „Hier fühlt man sich schon beim hineinkommen wohl“, bemerkte Haslauer die kindgerechte und gemütliche Atmosphäre im Haus „Schneewittchen“. Wojak betreut seit sieben Jahren fünf Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren. Auch ein minderjähriges Flüchtlingskind aus Nigeria gehört zur Familie. „Nachdem meine eigenen Kinder aus dem Haus waren, habe ich nach eine neue Herausforderung gesucht“, erklärt die gebürtige Berlinerin ihre Entscheidung, Kinderdorfmutter zu werden. „Das ist keine Berufswahl sondern eine Entscheidung für eine Lebensform.“ Beeindruckt von der verantwortungsvollen und manchmal nicht leichten Tätigkeit der Kinderdorfmutter bedankten sich die Gäste für die Einladung und die Einblicke in die Arbeit von SOS-Kinderdorf. „Es ist wichtig, in das Wohl von Kindern in Not zu investieren und ihnen ein Aufwachsen in einem geschützten und liebevollen Rahmen zu ermöglichen. Eine Investition in die kommende Generation ist eine Investition in unsere eigene Zukunft“, so Haslauer. Wolfgang Katsch von SOS kann dies nur unterstreichen. „Ich komme gerade aus Brüssel, wo wir bei der EU erfolgreiche und nachhaltige SOS-Kinderdorf Projekte für Kinder auf der Flucht vorgestellt haben. Die gemeinsamen Lösungen mit dem Land Salzburg sind für andere Länder ein Vorzeigemodell – ein Kind soll ein Kind sein dürfen, egal ob es aus Österreich oder aus einem Kriegsgebiet stammt.“

Gute Zusammenarbeit


Dorfleiter Wolfgang Arming und Bgm. Monika Schwaiger lobten die hervorragende Zusammenarbeit zwischen SOS-Kinderdorf und der Stadtgemeinde Seekirchen. 2011 hatte die Stadtgemeinde den auf dem Dorfgelände befindlichen Hermann Gmeiner Kindergarten übernommen und betreibt ihn seither als integrativen Kindergarten, den sowohl Kinder aus Seekirchen als auch Kinderdorfkinder besuchen. Aktuell stellt das SOS-Kinderdorf den in der Gemeinde untergebrachten jungen Flüchtlingen den dorfeigenen Sportplatz für Freizeitaktivitäten zur Verfügung.  
 

In Zukunft barrierefrei und energieautark


Damit auch Kinder und Betreuungspersonen mit Beeinträchtigungen im SOS-Kinderdorf in Seekirchen leben können, soll das Dorf in Zukunft zu 100% barrierefrei werden. Bereits jetzt gibt es ein komplett barrierefreies und energieautarkes Haus, in dem ein körperlich beeinträchtigtes Kind und ein körperlich beeinträchtigter Partner einer SOS-Kinderdorfmutter leben. „Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und den Ressourcen ist uns wichtig“, verrät Wolfgang  Arming die Zukunftspläne. „Deshalb arbeiten wir daran, zukünftig ein Dorf ohne Autos aber dafür mit eigener Energie zu werden.“
 
 
Kontakt bei Rückfragen:
Martina Molih
SOS-Kinderdorf - regionale Kommunikation
martina.molih@sos-kinderdorf.at
Mobil: 0664 – 12 13 234


Zahlen und Fakten:


SOS-Kinderdorf Seekirchen
Hermann-Gmeiner-Straße 29
5201 Seekirchen
Gründungsjahr: 1964 von Hermann Gmeiner.
Anzahl der betreuten Kinder: Derzeit 50 Kinder in 11 Kinderdorffamilien.
Leitung: SOS-Kinderdorfleiter Mag. Wolfgang Arming
Pädagogische Leitung: Isabella Müller und Brigitte Hutegger
 
Aktuell leben 11 Familien mit fünf bis sieben Kindern im SOS-Kinderdorf in Seekirchen. Unter der Leitung von Mag. Wolfgang Arming finden über 50 Kinder und Jugendliche in der Nähe des Wallersees Verlässlichkeit und stabile Beziehungen, die den Grundstein für eine positive Zukunft bedeuten. Nur noch wenige Kinder, die in den Dörfern leben sind Waisenkinder. Vielmehr sind es Kinder, die in ihren Herkunftsfamilien aus unterschiedlichen Gründen nicht aufwachsen können. Aufgrund oft traumatischer Erlebnisse benötigen sie besondere Aufmerksamkeit, Betreuung und Therapien, damit sie einmal ein selbstständiges Leben führen können. Und weil das auch für Kinder und Jugendliche jenseits europäischer Grenzen gilt, macht sich SOS-Kinderdorf aktuell ganz besonders für Kinder auf der Flucht stark.
Insgesamt 150 Kinder und Jugendliche finden in den Angeboten von SOS-Kinderdorf Standort Salzburg Betreuung, Bildung und ein liebevolles Zuhause (siehe Overview im Anhang).
 
Mit vier Missionen geht SOS-Kinderdorf in die Zukunft:

  1. Wir helfen Kindern und Jugendlichen in Not.

  2. Wir eröffnen Kindern und Jugendlichen eine Zukunft.

  3. Wir hören zu und begleiten.

  4. Wir ergreifen Partei für Kinder und Jugendliche.

Zum gemütlichen und informativen Austausch trafen sich Kinder, Wolfgang Arming, LH Wilfried Hauslauer, Sabine Wojak, Bgm. Monika Schwaiger und Wolfgang Katsch im Haus „Schneewittchen“ im SOS-Kinderdorf in Seekirchen. (Foto: ©Molih)

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