Aleppo: SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe und weitet Maßnahmen aus

Aleppo/Syrien: SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter leisten trotz der aktuell schwierigen Lage Nothilfe und planen Ausweitung der Maßnahmen.

Foto: SOS-Kinderdorf (honorarfrei): SOS-Kinderdorf verteilt gemeinsam mit lokalen Partnern Wasser, Lebensmittel, Hygienartikel, Babynahrung und Windeln und wird die Maßnahmen noch ausweiten.
Innsbruck/Wien/Damaskus (18.8.2016). - Die Kämpfe dauern an, die Bombenangriffe gehen weiter, jeden Tag sterben Menschen – die Lage in Aleppo wird immer dramatischer. Nahrung und Wasser werden knapp, der Strom fällt ständig aus, die Preise der noch verfügbaren Lebensmittel sind extrem gestiegen, viele können sich das nicht mehr leisten. Die Menschen leben in bitterer Not und ständiger Angst, schildert ein SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter, der in regelmäßigen Kontakt mit dem Notfallteam in Aleppo ist.

Die Angst betrifft vor allem auch Kinder: "Die Angst ist ihnen ins Gesicht geschrieben", erzählt er. "Die Kinder wissen genau, wann die Panzer kommen, sie erkennen es am Geräusch, ob sich ein Panzer von ihnen entfernt oder näher kommt. Beim Schlafen versuchen sie alles Schreckliche um sich zu vergessen, doch der Krieg verfolgt sie bis in ihre Träume!"
 

SOS-Kinderdorf hilft mit Wasser, Nahrung, Hygieneartikeln, Windeln, Babynahrung

Auch unter schwierigsten Umständen leisten SOS-Kinderdorf-MitarbeiterInnen dringende Nothilfe, verteilen sauberes Trinkwasser, Essen, Kleidung, Hygieneartikel, Babynahrung und Windeln – und planen die Ausweitung der Maßnahmen: Gemeinsam mit lokalen Partnern vor Ort hat SOS-Kinderdorf mit der Verteilung warmer Mahlzeiten begonnen und wird damit täglich 2.500 Familien versorgen.
 

Neue sichere Zonen für Kinder und Schulunterricht

Da in Aleppo sowohl das SOS-Kinderdorf als auch die „child friendly spaces“ geschlossen werden mussten, sollen etwas außerhalb der Stadt nun neue eingerichtet werden, um den Kindern einen sicheren Ort zu bieten, sie mit dem Nötigsten zu versorgen und auch unter diesen Umständen ein Stück „Kind sein dürfen“ ermöglichen. Zum internationalen Tag der humanitären Hilfe (19.8.) weist SOS-Kinderdorf auch auf den Bildungsnotstand in Aleppo hin: Von über 4.000 Schulen, die es vor Kriegsbeginn in Aleppo gab, seien nur noch 686 übrig, informiert der SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter: „ Deshalb wollen wir zwei Schulen in Aleppo sanieren und eine dritte temporäre Schule in der Nähe der Stadt öffnen.“

Es sei oft sehr traurig und kräfteraubend, zu sehen wie viele Menschen alles verloren haben oder aus ihrem Zuhause flüchten mussten, wie verzweifelt und hilflos sie seien, beschreibt er die herausfordernde Aufgabe. „Aber genau das motiviert auch und lässt uns hart daran arbeiten, Lösungen zu finden, die das Leben der Menschen, vor allem der Kinder, in Aleppo ein wenig besser macht“.

Foto: SOS-Kinderdorf (honorarfrei): SOS-Kinderdorf verteilt gemeinsam mit lokalen Partnern Wasser, Lebensmittel, Hygienartikel, Babynahrung und Windeln und wird die Maßnahmen noch ausweiten.

Rückfragen:

Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presssprecher, Tel. 0676/88144201, viktor.trager@sos-kinderdorf.at
 

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