Alphabet der Kindheit

Autorinnen und Autoren schreiben für 50 Jahre SOS-Kinderdorf Steiermark.

Herausgegeben von Agnes Altziebler und Silvana Cimenti."Jeder erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält", eine apodiktische Aussage von Max Frisch, die Gültigkeit hat. Zumal wenn es um die eigene Kindheit geht, hat sie doch als prägende Zeit den wahrscheinlich größten Einfluss auf unser späteres Leben. In der Erinnerung ein Schutzraum gegen die Zumutungen des Lebens, aber auch Symbol für die Zeit der Abhängigkeit und Ohnmacht. Die Erinnerung an die Kindheit ist keine verlässliche Größe, sie bietet (Spiel-)Raum für Spekulationen, unsere Deutungen im Rückblick sind variabel, und doch beherrscht sie uns in ihrer jeweils eigenen Art.

So gesehen ist das Schreiben über die Kindheit ein waghalsiges Unterfangen. 50 Autorinnen und Autoren haben sich darauf eingelassen mitzuschreiben an einem "Alphabet der Kindheit" für eine Institution, die sich der "Rettung der Kindheit" verschrieben hat – dem steirischen SOS-Kinderdorf, das seit 50 Jahren im Dienste der Kindheit steht, und ubuntu – der Kulturinitiative von SOS-Kinderdorf.

50 Mal eine Spurensuche, eine Erkundung, eine Annäherung, mit Texten, die jeglicher Romantisierung fern, Ohnmacht, Sehnsucht, ironische Distanz, kritische Analyse, Wehmut und Zorn und Abhängigkeit zum Ausdruck bringen und so ein Mosaik der Kindheit formen.

Mit (Original-)Beiträgen von, unter anderen: Emil Breisach, Olga Flor, Valerie Fritsch, Elfriede Jelinek, Alfred Kolleritsch, Rosa Pock, Stefan Schmitzer, Clemens Setz.

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