Schneckenschabernack und Hasenbauflitzer

Schneckenschabernack und Hasenbauflitzer - Glücksmomente im SOS-Kinderdorf Stübing

Schnecken schmatzen!

Der saftig grüne Salat ist ein gefundenes Fressen für die Schnecken. Foto: Claudia Hauboldt
Zu dieser Erkenntnis ist die kleine Angie gekommen. Denn wenn man genau hinhört, kann man so ein Raspelgeräusch wahrnehmen, wenn die Schnecke ein Salatblatt vertilgt. Das liegt wohl an den kleinen, nach hinten gerichteten Häkchen auf ihrer sogenannten Raspelzunge. Damit zermalmt die Schnecke ihre kleinen Nahrungsbrocken schön mundgerecht.
Wunderwerk Schnecke. Stundenlang kann die vierjährige Angie die Schnecken beobachten.
„Wenn sie das machen kann und sie keiner dabei stört, dann ist sie glücklich“, sagt Kinderdorf-Mutter Resi über ihren kleinen Nestling und freut sich, wenn die kleine Angie unbekümmert und sorgenfrei ihrem Schneckenschabernack nachgehen kann.
Bis zum neuen Hochbeet haben die Schnecken es übrigens noch nicht geschafft. Wenn die wüssten, was sich da im Moment für eine Naschbar auftut! Über die freuen sich derzeit vor allem Michelle und Leon. Küchenkräuter, Salat, Erdbeeren, Gurkenpflanzen…Mmmmmm.

Endlich wieder zu Hause!

Das SOS-Kinderdorf Stübing erstrahlt in neuem Glanz. Foto: Claudia Hauboldt 
Im Haus LINDE. So heißt jetzt das neue alte Zuhause von Familie Radl, die nach turbulenter Umbauzeit wieder ihren festen Platz bezogen hat.
Größer, schöner und heller ist das umgebaute Haus.
 
Auch Christian hat endlich sein eigenes Zimmer. Auf das hat er sich schon so lange gefreut. „Unser Christian ist noch immer großer Eisenbahnfan. Er freut sich schon so sehr, seine Wagons aufzubauen. Und ich weiß schon jetzt, wenn er da dann mit seiner Eisenbahn in seinen eigenen vier Wänden sitzt, wird er ganz selig sein.“
Resi schmunzelt liebevoll, wenn sie von Christian spricht. Mit acht Monaten hat sie ihn bekommen, nun ist der kleine Lokführer schon so groß und weiß mit seinen elf Jahren ziemlich genau, was er will. Und er weiß, wo sein Zuhause ist. Bei Mutti Resi. „Mai, Mutti, du weißt scho, dass ich Dich lieb hab!“, purzelte neulich am Küchentisch aus seinem Mund. Daraufhin die kleine Angie: „Mutti, darf ich dich auch lieb haben“? Da weiß man, dass vieles gut und richtig ist. Da geht das Herz auf bei Resi.
 
Auch die tierischen Mitbewohner fühlen sich pudelwohl. Foto: Claudia Hauboldt
Auch wenn sie ihre „Große“ in der Sonne sitzen sieht, bei Spaghetti mit Lieblingssoße auf der neuen Terrasse mit Blick zum FamilienRAThaus, quer über den Dorfplatz. Jacqueline kam mit zwei Monaten zu Resi, nun ist sie 17 und hat nach vielen Jahren Funkstille wieder Kontakt zu ihrer Mutter. Das tut ihr gut. „Der Kontakt zu den Eltern, wenn es möglich ist, ist ganz wichtig. Ich freue mich so für Jacqueline. Es tut ihr gut, ihren Wurzeln nachzugehen
Michelle ist mit dreieinhalb Jahren hergekommen. Nun ist sie schon ein achtjähriges großes aufgewecktes Mädchen. Wann´s ihr gut geht?
„Wenn sie auf Nemo reiten kann! Das Reiten macht ihr richtig viel Freude. Das geht nun schon relativ lang so. Im Sommer wird Michelle sogar für zwei Wochen auf einem Reiterhof sein!“, freut sich Resi.

Mitten ins Herz

Und Leon? Der ist nach wie vor großer Fußballfan! „Der wird mal ein richtig großer Fußballer“! Aber auch Leon hatte neulich eine kleine Liebeserklärung parat: mit einem wunderschönen Wiesenblumenstrauß hat er Mutti Resi überrascht. Tor. Mitten ins Herz.
Resi liebt sie alle. Ihre kleinen und großen Sprösslinge.
 
Mmmhh das schmeckt! Foto: Claudia Hauboldt
Und sie genießt es, mit ihren Kindern wieder in ihrem alten Haus zu sein. Im alten NEUEN Haus. Alles hat reibungslos und gut geklappt beim großen Umzug. Ein paar Kartons stehen noch herum, aber auch die werden bald ihr neues Plätzchen beziehen.
Für eine kurze Schreckenssekunde sorgten lediglich die Langohrfamilienmitglieder. Einfach ausgebüxt sind sie. Über die Baustelle geflitzt und jede Menge Baustellenstaub erobert.
Nun sitzen aber auch die Hasen von Familie Radl friedlich , froh und möhrenselig in ihrem neuen schönen Hasenstall.
 
Im Schneckentempo sozusagen finalisiert sich so langsam das neue alte SOS-Kinderdorf in Stübing.
Denn eine Schnecke braucht ungefähr ebenso lang für ihr Schneckengehäuse, wie die Bauzeit für das Kinderdorf beträgt. Drei Jahre. Die sind im kommenden Frühjahr dann rum.
Bis dahin wird Angie noch vielen Schnecken beim Schmatzen und Raspeln lauschen…
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