Endlich angekommen!

Endlich angekommen!

Nach fast drei Jahren Bauzeit ist das SOS-Kinderdorf Stübing wieder ein liebevolles Zuhause für Kinder und Jugendliche.

So viel stand fest: 50 Jahre Familienleben mit über 600 Kindern, da braucht es eine Großsanierung. Denn auch kommenden Kindergenerationen soll im SOS-Kinderdorf Stübing ein liebevolles Zuhause gesichert sein.

 
Hatten den Bauhelm auf: Julie Melzer, Leiter SOS-Kinderdorf Stübing und Susanne Maurer-Aldrian, Geschäftsleiterin SOS-Kinderdorf Region Süd. 
Während der Bauphase des größten Bauprojekts SOS-Kinderdorfs in Österreich hatten im Grunde genommen zwei Frauen den Helm auf: Julie Melzer, Leiterin SOS-Kinderdorf Stübing und Susanne Maurer-Aldrian, Geschäftsleiterin SOS-Kinderdorf Region Süd.
 
Gleich zu Beginn ihrer Zeit als Geschäftsleiterin wurde Susanne Maurer-Aldrian mit der anstehenden Generalüberholung Stübing konfrontiert und damit auch mit der Frage, bleibt das SOS-Kinderdorf denn auch in Stübing.

„Ja da gab es schon auch Überlegungen, in die Stadt oder mehr in Stadtnähe zu gehen. Ein urbanes SOS-Kinderdorf zu schaffen, mehr im Sozialraum zu sein, sich mehr unterzumischen sozusagen. In vielen anderen Bundesländern ist das zum Teil auch schon der Fall. Schließlich müssen unsere Kinder ja auch später mal „da draußen“ gut zurechtkommen. Viele Fragen mussten wir uns nochmal stellen. Ländlich oder städtisch, Frage Erreichbarkeit, wie gut kommen die Eltern der Kinder zu uns, Lebensweltnähe, Einbindung der Ressourcen etc. Wir haben dann einen großen Beteiligungsprozess gestartet, mit allen MitarbeiterInnen, Kindern, Kinderdorfmüttern, Sozial-und SystempartnerInnen und das Ergebnis war ganz klar: der Standort Stübing soll bleiben!“

Wir bleiben!

Öffentlich perfekt erreichbar, hat sich der Standort über die vielen Jahre auch als Teil der Umgebung integriert und verwurzelt. Die Schulen in der Umgebung sind treue und verlässliche Kooperationspartner geworden und die Jugendlichen erreichen alle gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln ihre Lehrstellen, höheren Schulen, etc. Stübing ist ein Ort des Schutzes, der gleichzeitig aber auch Entwicklung und Förderung ermöglicht. 
 
Das SOS-Kinderdorf erfahrene Architekten-Duo „Fuchs und Peer“ hat es geschafft, vorhandene Substanz mit einladender, transparenter Architektur zu erweitern, unter Berücksichtigung vieler Komponenten, wie Denkmalschutz für das gesamte Gelände, Bachführung und 100jähriges Hochwasser, Sonnenausrichtung, etc.

Endlich ein Gästehaus!

Susanne Maurer-Aldrian freut sich über die verbindenden Elemente, die durch den Umbau geschaffen wurden. „Endlich haben wir einen richtigen Dorfplatz und wir haben jetzt ein FamilienRathaus, das pulsierende Herzstück des Dorfes sozusagen. Und was mich am meisten freut, ist das neue Gästehaus, wo wir die Eltern unserer Kinder willkommen heißen dürfen. Dafür gab es früher keinen gescheiten Ort. Da mussten die Eltern, die ihre Kinder besuchen wollten, irgendwohin mit ihnen ausweichen. Jetzt können wir ein Stück gemeinsamen Alltag und eine gewisse Normalität ermöglichen. Da sind ganz andere Begegnungen möglich. Und den Kindergarten konnten wir auch erhalten.“
 
Zehn bestehende Familienhäuser wurden generalsaniert und durch Zubau erweitert.
Zwei Häuser für Wohngruppen und das FamilienRAThaus wurden neu gebaut.
Vier Jahre Überlegungen sind dem Umbau vorausgegangen, zweieinhalb Jahre wurde gebaut.
Und mit den ersten Baggern, hat auch Julie Melzer die Staffel übernommen:
 
„Das war schon ein heftiger Start, so gleich mit Großbaustelle. Es geht da ja auch ganz viel um Veränderungen, um Abschied nehmen, alle Interessen zu berücksichtigen. Schließlich arbeiten UND leben hier die Menschen. Da war es schon sehr wichtig, permanent im Dialog zu bleiben, an den Leuten dranzubleiben. Schließlich musste ja auch permanent gesiedelt und zwischengesiedelt werden, und das ist ja bei unseren Kindern, die eh schon gewissermaßen entwurzelt sind, auch nochmal eine ganz bestimmte Herausforderung.

Danke an die Nachbarschaft!

Und für die Nachbarschaft  ist ja so eine große Baustelle auch nicht ohne. Der Lärm, der Dreck und alles. Aber ich muss sagen, wir sind da rundherum auf großes Verständnis gestoßen.“
 
„Glücklicherweise ist alles gutgegangen. Außer einmal, da hat ein Kind zufällig die Kranfernsteuerung in die Hand bekommen. Das war eine Schreckenssekunde, ohje! Aber ich muss sagen, da hat auch GRANIT, unser Generalbauunternehmen, sehr kinderfreundlich kooperiert. Sie haben auch unseren Kindern einfach mal zwischendurch den Rohbau und so gezeigt. Das war schon auch eine schöne, sehr bewegte und bewegende Zeit. Auch, weil alles glatt gegangen ist und alles voll im Zeitplan lag. Aber nun ist es auch an der Zeit, dass wieder Ruhe einkehrt. Womit natürlich kein Stillstand gemeint ist.“
 
 
         
 
                               




 
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