SOS-Lebenswege

"Aufstehend und weitermachen, wenn man hinfällt!"

Adriana Puklla und ihre Schwester Claudia sind zwei richtige Energiebündel aus Cusco in Peru. Sie sind im SOS-Kinderdorf aufgewachsen. Kurz nach dem Abschluss ihres Mode- und Design-Studiums haben sie ihre eigene Marke Pukllas herausgebracht und in Cusco ein Geschäft eröffnet. Doch schon vier Monate später kam es im März 2020 zum Lockdown.

Adriana und Claudia vor der berühmten Kathedrale an der Plaza de Armas.
"Zuerst dachten wir, dass wir bald wieder aufsperren dürften", erzählt Claudia. "Aber bald sahen wir, dass der Lockdown wohl länger dauern würde. Ein schwerer Schlag - denn seither herrscht totaler Stillstand. Ein Business zu starten ist schon schwer genug und wenn dann noch die Haupt-Zielgruppe der ausländischen Touristen wegbricht, geht leider gar nichts mehr. Wir mussten uns über Nacht quasi neu erfinden!"

Und so macht das Modelabel Pukllas derzeit eine kreative Pause, die ihre umtriebigen Besitzerinnen nutzen, um eine weitere Geschäftsidee umzusetzen: "Wir begannen wie viele andere auch, Masken zu nähen. Mittlerweile schneidern wir Berufs- und Freizeitkleidung - wie Sweater und Laufhosen - das ist trendy, wird gebraucht und lässt sich verkaufen."

Doch selbst der neue Weg hinterlässt Blessuren: "Wir haben beschlossen uns vorübergehend zu trennen. So kann jede ihre eigenen kreativen Ideen umsetzen. Meine Schwester setzt mehr auf urban style, ich mehr auf Ethno und Casual. Adriana betreibt einen Verkaufsstand auf dem Markt, ich einen Online-Shop. So erweitern wir unser Angebot, kommen gut über die Runden und können Geld sparen für später, wenn wir wieder mit Puklla weiterarbeiten können!"
Die Geschwister sind im SOS-Kinderdorf aufgewachsen und sind auch jetzt noch unzertrennlich.
"Derzeit ist unser Geschäft geschlossen, aber wir haben eine Vereinbarung mit dem Besitzer. Wir wollen es nicht aufgeben, schließlich haben wir so viel investiert – Geld, aber besonders auch unzählige Arbeitsstunden. Pukllas ist unser Traum und den geben wir niemals auf. Wir glauben daran, denn wir haben gesehen, dass die Touristen kommen und auch bereit sind, für etwas Besonderes mehr zu bezahlen. Unser eigenwilliger Ethnostyle ist unser Markenzeichen."

"Später wollen wir ein Geschäft in besserer Lage mieten und weitere Shops in Tourismus Hotspots wie Lima oder Arequipa eröffnen. Wir haben noch große Pläne und wir arbeiten hart daran! "

Im SOS-Kinderdorf haben die Schwestern viel Liebe erfahren, aber auch gelernt, am Ball zu bleiben, an den eigenen Träumen zu arbeiten – und vor allem zusammenzuhalten: "Wir sind immer füreinander da, egal was kommt. Gemeinsam haben wir schon so viel durchgemacht und überstanden, das motiviert uns heute. Durchhalten ist angesagt im Leben - und aufstehen und weitermachen, wenn man hinfällt!"

Adrina und Claudia erzählen in diesem Video ihre Geschichte!

Liebevolles Zuhause

Notleidende, verlassene Kinder und Jugendliche finden in den 12 peruanischen SOS-Kinderdörfern ein liebevolles und sicheres Zuhause. Sie werden individuell gefördert, erhalten eine gute Schulbildung und somit eine Chance auf eine positive Zukunft. Eltern aus verarmten Familien werden in Erziehungsfragen beraten und gecoacht – damit Kinder trotz Armut und Krise gewaltfrei aufwachsen.

SOS-Kinderdorf schenkt verlassenen Kindern ein sicheres und liebevolles Zuhause, fördert sie und sorgt für eine gute Schulausbildung. So haben sie die Chance auf eine glückliche Zukunft. Gleichzeitig hilft SOS-Kinderdorf auch notleidenden Familien Wege aus der Krise zu finden – damit Eltern sich wieder gut um ihre Kinder sorgen können.

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