Francis Mwangi - das Wichtigste bleibt die Familie!

Francis Mwangi, 43, aus dem SOS-Kinderdorf Nairobi arbeitete bereits als Bodybuilder, Türsteher, Fitnesstrainer und Wachmann. Heute ist er Immobilienentwickler und konnte für seine Familie ein Zuhause bauen.

"Meine SOS-Mutter hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, dass ich ihr einmal Enkel bescheren würde. Ich hatte ja nicht einmal die richtige Frau gefunden. Aber dann erschien ich zu einem Familientreffen mit einer Dame an meiner Seite. 15 frühere SOS-Kinder samt Familien waren da, um die 40 Leute, und ich stellte meiner Familie die Frau vor, die ich heiraten wollte. Mama gab ihren Segen von Herzen!

Francis kam als Junge ins SOS-Kinderdorf Nairobi, seine Familie konnte sich nicht um ihn kümmern.

Unsere Tochter ist jetzt fast drei Jahre alt. Gern hätten wir noch ein zweites Kind. Meine leibliche Mutter war gelähmt und konnte nicht für mich sorgen. Auch meine Verwandten waren sehr arm und hätten mich nicht aufnehmen können. Ich habe die Zustände gesehen, in denen sie leben. Wäre ich dort aufgewachsen, wäre ich nicht der Mann, der ich heute bin.

So kam ich mit drei Jahren ins SOS-Kinderdorf. Später, als junger Mann, habe ich viel Zeit mit Bodybuilding verbracht. Ich wollte wie Arnold Schwarzenegger aussehen, und habe es auch geschafft! Ich habe acht Pokale gewonnen. Damals habe ich auch als Türsteher und Fitnesstrainer gearbeitet und dadurch mit 23 Jahren einen Job in Saudi- Arabien bekommen:
 
Heute ist Francis glücklich, wieder in seiner Heimat zu leben.
 
Ich habe dort als Wachmann für einen Scheich gearbeitet. Er war zum Glück weltoffen, hat uns Christen zu Weihnachten sogar Geschenke gemacht. Wie ich waren die meisten seiner Wachleute Kenianer: Der Scheich hatte zu Ausländern mehr Vertrauen. In Saudi-Arabien lebt man wie in einem Gefängnis, aber ich nutzte die Zeit, um Geld zu sparen.
Als ich nach 18 Jahren nach Kenia zurückkehrte, hatte ich soviel zusammen, dass ich mir ein Stück Land kaufen konnte, auf dem ich jetzt kleine Appartments baue. Das allerwichtigste für mich bleibt aber meine Familie, da kann kein Reichtum eines Scheichs mithalten. Ich wünschte nur, ich hätte früher geheiratet."
 
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