SOS-Kinderdorf Nigeria World Humanitarian Day
Aktionstag

Welttag der humanitären Hilfe

Respekt und Dank allen humanitären Helfer/innen in den Krisen- und Katastrophengebieten der Welt.

Der Tag der Humanitären Hilfe am 19. August rückt Menschen in den Mittelpunkt, die sich unter schwierigsten Bedingungen, oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens, für andere Menschen einsetzen. Ob durch Gewalt und kriegerische Auseinandersetzungen, Naturkatastrophen wie Erdbeben oder aktuell die Hungerkatastrophe in Ostafrika - allen Krisenszenarien ist eines gemeinsam: Millionen Menschen brauchen Hilfe, weil sie wegen existentieller Bedrohungen auf der Flucht sind oder weil sie und ihre Familien alles verloren haben und sich ein neues Leben und eine neue Existenz aufbauen müssen.



 

Nothilfeprogramme in über 25 Ländern


SOS-Kinderdorf ist weltweit in 135 Ländern tätig, oft seit Jahrzehnten vor Ort gut verankert. Die gewachsene Infrastruktur und gute Vernetzung der heimischen Mitarbeiter mit der lokalen Bevölkerung und den Behörden ist die Grundage dafür, dass SOS-Kinderdorf bei Naturkatastrophen und anderen Krisen/Konflikten sehr rasch Nothilfeprogramme starten und längerfristig durchführen kann.


Foto-Essay: Welttag der humanitären Hilfe

Foto 1: Haiti

SOS-Kinderdorf hat Tausenden Familien in Haiti dabei geholfen, sich von dem verheerenden Erdbeben 2010 und dem Hurrikan im Oktober 2016, zu erholen. Kurz nach dem Hurrikan versammelten sich diese Kinder in einem Gemeindezentrum, das von SOS-Kinderdorf unterstützt wird. Das Zentrum befindet sich in Les Cayes, wo es auch ein SOS-Kinderdorf und eine Hermann-Gmeiner-Schule gibt.

 

Foto 2: Syrien

Eine Million Syrer suchen Zuflucht im benachbarten Libanon. SOS-Kinderdorf schützt Flüchtlingskinder in Übergangsheimen in der Nähe von Beirut und bietet seit März 2017 zusätzlich psychologische und soziale Betreuung an. Dieses Foto stammt aus dem Nothilfeprogramm in Ksarnaba.

 

Foto 3: Mogadischu

Krankenschwester Ali Adan aus dem SOS-Kinderdorf-Krankenhaus in Mogadischu untersucht ein Kind bei einem Besuch in einem Übergangscamp nahe der somalischen Hauptstadt. Kinder, die weitere medizinische Versorgung benötigen, werden ins Krankenhaus gebracht. Um die dringenden Bedürfnisse der somalischen Familien, die von extremer Dürre und Nahrungsmittelunsicherheit betroffen sind zu erfüllen, entwickelt SOS-Kinderdorf in Zusammenarbeit mit Äthiopien, Kenia und Südsudan gerade ein Notfallprogramm.

 

Foto 4: Ukraine

SOS-Kinderdorf ist eine der wenigen Organisationen, die auf beiden Seiten des Konflikts in der Ukraine präsent sind. Hier nehmen Kinder und Mütter bei einer Gruppenaktivität mit einem Psychologen teil. Psychologen sind sehr geschätzt und gefragt, sowohl bei Vertriebenen, die sich im Land aufhalten als auch bei der lokalen Bevölkerung.

 

Foto 5: Nigeria

Seit mehr als einem Jahrzehnt terrorisiert die Islamistengruppe Boko Haram den Norden Nigerias und angrenzende Länder. Massive Vertreibungs- und Fluchtbewegungen sind die Folge. In Mainé Soroa, in der Diffa-Region, sammelt der SOS-Kinderdorf-Kinderschutzbeamte Saibou Bassirou Informationen von einer Mutter und ihrem Sohn. Mit Hilfe von SOS-Kinderdorf wurde diese Familie wieder vereint.

 

Foto 6: Serbien

Kinder und ein SOS-Mitarbeiter malen gemeinsam im Child Friendly Spaces(CFS) in Preševo, einem Hauptflüchtlingszentrum in Südserbien. Im CFS werden Kinder von gut ausgebildetem Personal altersgerecht betreut und haben trotz aller Probleme und Folgen von Katastrophen einen geschützten Raum zum Spielen und Lernen. In sieben Flüchtlingszentren unterstützt das SOS-Nothilfeprogramm in Serbien derzeit Kinder und Familien.

 

Foto 7: Südsudan

Nach einem Konflikt, der die Evakuierung des SOS-Kinderdorfs Juba erzwang, versorgt die Krankenschwester Achol Ajak Nyibong ein Übergangsheim in der südsudanesischen Hauptstadt mit wichtigen Arzneimitteln. SOS-Kinderdorf konnte das geplünderte Juba-Dorf Anfang 2017 wieder öffnen und unterstütze betroffene Familien aus der Gemeinde mit dem Nothilfeprogramm.
 

Foto 8: Griechenland

Seit 2015 hilft SOS-Kinderdorf Flüchtlingsfamilien und unbegleiteten Kindern in Griechenland und dem westlichen Balkan. Im Flüchtlingszentrum Diavata im Norden des Landes können die Kinder Sprachkurse besuchen und an pädagogische Aktivitäten teilnehmen. In vier Wohnzentren finden aktuell 90 unbegleitete Kinder Schutz und psychologische Betreuung.
 


„Kinder als schwächste und verletzlichste Mitglieder der Gesellschaft sind von Krisen und Naturkatastrophen besonders betroffen und brauchen daher besonderen Schutz und intensive Betreuung“

Andreas Papp, Nothilfedirektor von SOS-Kinderdorf International

 „Sie sind oft schwer traumatisiert, neben Basisversorgung (Dach über dem Kopf, Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung) brauchen sie vor allem psychologische Hilfe sowie geschützte Spiel- und Lernräume, wo Kinder einfach wieder Kind sein dürfen. Dafür haben wir als Teil unserer Nothilfeprogramme sogenannte „child friendly spaces“ entwickelt.


(Not)Hilfe braucht langen Atem!

Nothilfeprogramme von SOS-Kinderdorf sind meist längerfristig ausgerichtet: Nach der raschen Nothilfe und mittelfristigen Hilfsprogrammen, z.B. durch Übergangsunterkünfte (interim care centers) oder durch die erwähnten Kinderschutzzentren (child friendly spaces) geht es um nachhaltigen Wiederaufbau oder Überführung von Nothilfeaktivitäten in dauerhafte Programme. Und so gehen auch in vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt Neugründungen von SOS-Kinderdörfern, Sanierungen und Neubauten von Schulen oder dauerhafte Familienstärkungsprogramme auf Nothilfeprogramme zurück.
 

  

Danke auch an alle Spender/innen und Unterstützer, welche die humanitären Einsätze ermöglichen!