Olympia – 21. Februar 2018

"Wenn du fällst, stehst du stärker auf!"

Sedina Muhibic lebt fürs Skifahren. Im SOS-Kinderdorf Sarajevo aufgewachsen, war sie mit viel Erfolg auf dem Weg zu Olympia, als ein Sturz ihr Leben veränderte ...

Mit sechs Jahren hat Sedina im SOS-Kinderdorf Sarajevo zum ersten Mal Janica Kostelic bei einem Slalom im Fernsehen gesehen. Ihr Herz ist sofort für den Sport entbrannt: "Ich sehe mich heute noch vor dem Fernseher ihre Bewegungen imitieren und wie sie die Slalompisten runterfahren".

Seit damals träumte Sedina davon, einmal bei den Olympischen Winterspielen dabei zu sein. "Ich habe mir vorgestellt, wie ich am Start stehe, einen tollen Lauf hinlege und den ersten Platz auf dem Podium einnehme", sagt sie. Hart hat das Mädchen darauf hingearbeitet, fleißig trainiert und mit Unterstützung ihrer Mutter und des ganzen Dorfes erste Skirennen bestritten. Ihre Trainer bestätigten Sedina ein vielversprechendes Talent.
 
Sedina während ihrer aktiven Karriere im Skisport.
 

Ein herber Rückschlag

Im Jahr 2013 stürzte sie bei einer Abfahrt und verletzte sich am rechten Knie. Dies bedeutete das Aus für die Olympischen Spiele in Pyeongchang. Sedina war am Boden zerstört. Doch fünf Jahre später ist Sedina wieder auf den Beinen und ihre Motivation ungebremst. 2022 möchte sie unbedingt bei den Spielen dabei sein - als Freiwillige im Hintergrund, denn eine Profi-Karriere ist wegen ihrer Verletzung nicht mehr möglich..

Im Moment konzentriert sie sich darauf, ihre Masterarbeit an der Universität von Sarajevo zu beenden, um den alpinen Skisport für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Und sie arbeitet schon jetzt als Support-Mitarbeiterin hintern den Kulissen mit dem kroatischen Ski-Team.
 
Sedina mit ihrer größten Heldin: Ihrer Mutter.
 

Eine entschlossene junge Frau

Schon früher hat Sedina widrige Umstände überwunden. Bei der Geburt verlassen, verbrachte sie ihre ersten Monate in einem Waisenhaus in Sarajevo, bevor sie zu Beginn des Krieges in Bosnien und Herzegowina nach Deutschland evakuiert wurde. 1997 kam sie im Alter von fünf Jahren in ihr Heimatland zurück und lebte im SOS-Kinderdorf in Sarajevo. Ihre SOS-Kinderdorf-Mutter Hidajeta liebt sie sehr: "Ich schätze mich glücklich, sie als meine Mutter zu haben", sagt Sedina. "Eine Mutter ist nicht jemand, der dich zur Welt bringt, sondern die Person, die dich aufzieht!"

Sedina ist stolz darauf, dass sie in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen ist. Sie hat viele schöne Kindheitserinnerungen an die Schule, Skifahren, Fußball, Volleyball und Verstecken spielen. "Wenn ich mein Leben wieder leben müsste, würde ich das selbe wählen. Die Freundschaften, die ich im SOS-Kinderdorf gemacht habe, möchte ich niemals missen. Wir sind eine große Familie", erzählt sie. "Meine größte Unterstützung ist meine Mutter und meine Freunde!"
 
Sedina mit ihrem Kindheitsidol: Janica Kostelic
 
Ein Selfie mit Tina Maze aus Slowenien.
 
Und ein Selfie mit David Chodounsky aus Kanada.
 

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