Auguste Neubauer

Engagement für die SOS-Kinderdorf-Mütter

Auguste Neubauer (1907-2006)

Damals: Das Anforderungsprofil an die SOS-Kinderdorf-Mütter der ersten Generation stellte mehr eine Berufung als einen Beruf dar: Gesucht wurden alleinstehende, kinderlose Frauen, die über eine hohe Sozialkompetenz und eine stabile Persönlichkeit verfügten und somit den Herausforderungen einer Großfamilie gewachsen waren. Sie hatten in der Regel keine pädagogische Ausbildung und waren in ihrer erzieherischen Arbeit meist allein verantwortlich für neun Kinder und immer wieder auch überfordert.

Erste wichtige Schritte für SOS-Kinderdorf Mütter

Auguste Neubauer organisierte und leitete die ersten Mütterschulungskurse, die bis 1956 nur wenige Wochen dauerten. Sie war auch für die Auswahl der SOS-Kinderdorf-Mütter zuständig und hatte eine wichtige, beratende Funktion in der "Dorfkommission" für die Anliegen der Mütter. Als Gattin des langjährigen psychologischen Beraters für die pädagogische Programmentwicklung des SOS-Kinderdorfs, Vinzenz Neubauer, arbeitete sie mit ihm gemeinsam an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Mütter-Ausbildung.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung der Ausbildung zur SOS-Kinderdorf-Mutter war 1965 die Errichtung der Mütterschule des SOS-Kinderdorf e.V. in Mörlbach bei München; Schwerpunktfächer waren u.a. Heilpädagogik und Entwicklungspsychologie.

SOS-Kinderdorf Mutter/Vater heute

Die Ausbildung zur/zum SOS-Kinderdorf-Mutter/Vater findet dual statt, das heißt, berufsbegleitend bspw. an einem Colleg für Sozialpädagogik und wird durch praktische Arbeitserfahrungen intern begleitet. Im Zuge dieser 3-jährigen Ausbildung sind die BewerberInnen als SOS-Kinderdorf-Mutter/Vater als solche in Ausbildung angestellt.

 

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