Flüchtlingsarbeit – 28.02.19

Weil Sehnsucht keine Grenzen kennt

Wie kann eine Familie funktionieren, wenn die Eltern nicht im gleichen Land leben wie die Kinder? Wie kann mit globalen Familien gut gearbeitet werden? Diese Frage stellen sich unsere Mitarbeiter und MitarbeiterInnen in der alltäglichen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

SOS-Kinderdorf hat jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die alleine aus ihrem Heimatland fliehen mussten. Die meist Jugendlichen haben viel Schreckliches erlebt. Sie sind, wenn sie bei uns ankommen, meist sehr erschöpft und brauchen viel Zeit, um anzukommen und wieder zu Kräften zu finden – physisch und psychisch.

Viele von ihnen vermissen ihre Familien und haben Sehnsucht nach kontinuierlichen Bezugspersonen und Rahmenbedingungen, unter denen sie aufwachsen können. Normalerweise stillt die eigene Familie diese Grundbedürfnisse, jedoch ist diese meist tausende Kilometer voneinander entfernt.

 

Auch außerhalb von Österreich wird versucht mit Eltern und Familien der geflüchteten Kindern in Kontakt zu kommen - oder zu bleiben.

 

Einbezug der Herkunftsfamilie

SOS-Kinderdorf stellt sich nichtsdestotrotz der Aufgabe, die Eltern und Familien der Kinder und Jugendlichen in deren Betreuung mit einzubeziehen. Dies funktioniert mal besser, mal schlechter. Je nachdem, ob die Eltern erreichbar oder überhaupt in Kriegsgebieten auffindbar sind, ob sie noch leben, ob sie einen Internetzugang oder Telefonanschluss besitzen, ob es Übersetzungsmöglichkeiten gibt. Es gibt viele Faktoren, die in die Arbeit mit örtlich voneinander getrennten Familien miteinfließen. So wie die Kinder und Jugendlichen alle unterschiedlich sind, so gestaltet sich auch die Arbeit mit deren Familien sehr individuell.

Forschungsprojekt

Erfahren Sie mehr über das Forschungsprojekt zu Lebenswelten, Bedürfnisse und Perspektiven von unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in stationärer Betreuung bei SOS-Kinderdorf.

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Erfahren Sie mehr über unsere Angebote in ganz Österreich.