Vulkan Taal Philippinen – 15.01.20

SOS-Kinderdorf Lipa evakuiert

Die Gefahrenzone rund um den Vulkan Taal auf den Philippinen wurde auf das SOS-Kinderdorf in Lipa ausgeweitet. 120 Kinder wurden evakuiert.

Die Situation rund um den Vulkan Taal auf den Philippinen, der seit dem Wochenende Asche und Lava speit, hat sich heute weiter verschärft. Die Behörden weiteten die Risikozone rund um den Vulkan aus - somit schließt sie jetzt auch die Stadt Lipa und damit ein SOS-Kinderdorf mit ein. Die neue Situation macht es für uns zu riskant noch länger im SOS-Kinderdorf zu bleiben, daher haben wir alle Kinder, SOS-Kinderdorf-Mütter und Betreuerinnen evakuiert und nach Manila gebracht.


In Manila sind alle Kinder nun in Sicherheit

Johnald M. Lasin
Leiter SOS-Kinderdorf Philippinen
 

Alle 120 Kinder und ihre Betreuerinnen aus dem SOS-Kinderdorf in Lipa wurden ins 60 Kilometer entfernte SOS-Kinderdorf Manila gebracht, wo sie mit den Kindern und Familien des dortigen Kinderdorfes gemeinsam betreut werden. Wann die Kinder zurückkehren können, ist noch ungewiss. Die Beben rund um den Vulkan nehmen aktuell zu, der See im Krater des Vulkans ist ausgetrocknet. Laut Behörden machen diese Anzeichen einen großen, gefährlichen Ausbruch immer wahrscheinlicher.

Kinder, BetreuerInnen und ehemalige Kinderdorf-Mütter werden in das Kinderdorf nach Manila gebracht.
Foto: SOS-Archiv

 

SOS-Kinderdorf Philippinen/Lipa

SOS-Kinderdorf ist seit 1967 auf den Philippinen tätig. Das erste Kinderdorf wurde in Lipa errichtet. Bis zu 120 Kinder ohne elterliche Fürsorge können in einer der zwölf SOS-Familien ein liebevolles Zuhause finden. Zahlreiche Kinder leben auf den Philippinen unter entsetzlichen Bedingungen. SOS-Kinderdorf unterstützt notleidende Kinder und versucht Familien vor der Zerrüttung zu bewahren. Insgesamt gibt es auf den Philippinen acht SOS-Kinderdörfer.
 

Update 17. Jänner: 

Wir beobachten weiterhin sehr aufmerksam die weiteren Entwicklungen rund um den Vulkan, da einige der im Rahmen unserer Familienstärkungsprogramme betreute Familien noch in der Gefahrenzone verbleiben. Momentan sind sie in ihren Häusern in Sicherheit. Für den Fall einer großen Eruption stehen Evakuierungs-Center der Behörden für sie bereit. Da die meisten Arbeitsplätze vorübergehend ausgesetzt wurden, werden die finanziellen Verluste für die Familien zur Herausforderung. Wir versuchen mit Essen und Hygieneartikeln auszuhelfen. 

Weltweite Nothilfe

Damit SOS-Kinderdorf bei akuten Krisen schnell und zielgerichtet helfen kann, planen und koordinieren die KollegInnen die Nothilfe vor Ort mit allen notwendigen Maßnahmen.

Für diese rasche und unbürokratische Hilfe benötigen wir Spenden, die wir genau dort einsetzen können, wo sie am dringendsten benötigen werden. 

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