Tag der Toleranz – 16. November 2017

Vielfalt leben und gestalten

Die UN-Generalversammlung hat 1955 den 16. November zum Welttag der Toleranz erklärt, um die Bedeutung von Toleranz als Säule für ein friedfertiges Zusammenleben zu bekräftigen.

Kinder und Jugendliche anzunehmen, wie sie sind, mit ihren Eigenheiten und Bedürfnissen, unterschiedlichen Vorgeschichten und Kulturen: Das ist für MitarbeiterInnen von SOS-Kinderdorf, ob in SOS-Kinderdorf-Familien, Wohngruppen oder den zahlreichen anderen Angeboten gelebter Alltag. Respekt, Akzeptanz und Anerkennung stehen im Mittelpunkt ihres Handelns. "Diese Grundhaltung ist wichtig, um Heranwachsende zu unterstützen", sagt SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser.


"Mein Appell an die künftige Regierung ist junge Menschen mit ihren Anliegen ernst zu nehmen: zB ihre Bildungschancen zu verbessern, junge Geflüchtete zu integrieren oder Kinderarmut abzubauen!"

Christian Moser


"Das ist auch ein Appell an die künftige Regierung, junge Menschen mit ihren Anliegen ernst zu nehmen, etwa wenn es in der Kinder- und Jugendhilfe darum geht, die Bildungschancen junger Menschen zu verbessern, junge Geflüchtete zu integrieren oder Kinderarmut abzubauen. Hier besteht politischer Handlungsbedarf in der Gesellschaft.“, so Moser weiter.
 
Jedes Kind gleichwertig annehmen und willkommen heißen!
Egal ob groß oder klein, hell oder dunkel, ängstlich oder mutig: In den pädagogischen Angeboten von SOS-Kinderdorf sind alle Mädchen und Jungen gleichermaßen akzeptiert und angenommen. Dadurch erfahren sie – oft zum ersten Mal im Leben – dass sie willkommen sind, so wie sie sind. Gleichzeitig lernen sie im Zusammenleben mit anderen Kindern/Jugendlichen deren Eigenheiten anzunehmen und die Meinung anderer zu tolerieren. Durch Offenheit und gegenseitiges Zuhören entstehen Solidarität und Gemeinschaft sowie die Fähigkeit, ohne Vorbehalte auf andere zuzugehen.
 

Bildung fördert Toleranz

SOS-Kinderdorf nimmt den Auftrag Ernst, Toleranz über Bildung zu vermitteln: indem schon die Kleinsten lernen, dass man sich vor Unterschieden nicht fürchten muss, sondern sie als Zeichen der Vielfalt schätzen kann. Dieser Bildungsauftrag prägt auch die präventive Arbeit von SOS-Kinderdorf. In der ambulanten und mobilen Betreuung und Beratung wird jeder Einzelne in seiner Eigenheit und Kultur bestärkt. Vorausgesetzt, dass die Freiheit des einen nicht die Freiheit des anderen begrenzt.
 

Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

SOS-Kinderdorf setzt sich für positive Lebensbedingungen für alle Kinder und Jugendlichen ein und fordert angemessene Beteiligungs-, Schutz- und Förderrechte für alle Kinder. "Es ist eines unserer Kernanliegen, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, ihre Rechte zu erlangen und wahrzunehmen", betont SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser.


"Wir legen in der pädagogischen Arbeit großen Wert darauf, dass Kinder ihre Rechte kennen und sie an allen sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden.

Christian Moser


Für SOS-Kinderdorf sind junge Menschen Experten in eigener Sache: "Daher legen wir in der pädagogischen Arbeit großen Wert darauf, dass Kinder ihre Rechte kennen und sie an allen sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden", sagt Moser. "Dafür haben wir spezielle Leitfäden für Beteiligung entwickelt, Beteiligungsbeauftragte und Kinder- und Jugendparlamente eingeführt – mit dem klaren Ziel, dass Beteiligung auch gelebt wird".

SOS-Kinderdorf erhebt auch die Stimme und ergreift Partei für Kinder, Jugendliche und Familien, insbesondere für sozial benachteiligte – und setzt sich dafür ein, dass alle Kinder und jungen Menschen die gleichen Rechte und Chancen erhalten, ihre Potentiale auszuschöpfen.
 

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