23. März 2017 | Nothilfe

Überschwemmungen in Peru

Schäden auch an SOS-Kinderdörfern, aber alle Kinder und Mitarbeiter in Sicherheit. Nothilfemaßnahmen für Familien der Nachbarschaft laufen an.

In vielen Teilen von Peru herrscht aktueller Notstand. Sintflutartige Regenfälle haben Erdrutsche, Schlammlawinen und Überschwemmungen ausgelöst. Nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes sind bislang 75 Todesopfer zu beklagen und über 150.000 Haushalte schwer von den Folgen getroffen. Es sei die schwerste Unwetterkatastrophe seit den 1990er Jahren
 

SOS-Kinderdörfer: Teils große Sachschäden, aber alle Kinder und Familien sicher und wohlauf

Fiorella Ponte, Mitarbeiterin von SOS-Kinderdorf in Peru, berichtet, dass die SOS-Kinderdörfer Esperanza und Río Hondo nahe der Hauptstadt Lima am meisten betroffen sind: Dächer der Familienhäuser wurden schwer beschädigt und Wohnungen überflutet, Wände sind teils einsturzgefährdet. Im SOS-Kinderdorf in Arequipa, der zweitgrößten Stadt des Landes, sei die Wasserversorgung kollabiert, der Schulunterricht für die Kinder fällt aus. Und in Lambayeque im Norden des Landes wurden Menschen, die von SOS-Kinderdorf unterstützt werden, von den Fluten eingeschlossen, einige warten immer noch auf Hilfe.
 
Familien versuchen noch verzweifelt nach brauchbaren Sachen, welche die Fluten nicht fortgerissen haben.
 

Nothilfe für Hunderte Familien in der Nachbarschaft der SOS-Kinderdörfer

Im Rahmen ihrer Familienstärkungsprogramme unterstützen die SOS-Kinderdörfer bereits über 4.000 arme, hilfsbedürftige Familien. Viele von ihnen seien nun besonders hart betroffen, betont Ponte: „Die Menschen haben teilweise alles verloren, ihre Häuser, ihr Hab und Gut, sie stehen vor den Trümmern ihrer Existenz.“ Hier ist rasche Hilfe dringend nötig. In einem ersten Schritt bereitet SOS-Kinderdorf gerade die Verteilung von Hilfsgütern für mehr als 500 Familien vor: sauberes Trinkwasser und Lebensmittelpakete, Zelte, Matratzen, Decken, Erste Hilfe Pakete und Hygieneartikel sowie Windeln und Pflege-/Gesundheitsartikel für Babies stehen dabei ganz oben auf der Dringlichkeitsliste.
 
Häuser wurden von den Fluten komplett unbewohnbar.
 

SOS-Kinderdorf in Peru

SOS-Kinderdorf ist seit über vier Jahrzehnten in Peru tätig. Seit der Eröffnung des ersten SOS-Kinderdorfs 1975 wurden die Aktivitäten im Land kontinuierlich ausgebaut. Heute gibt es in Peru 12 SOS-Kinderdörfer und viele Zusatzprogramme, wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Sozial- und medizinische Zentren sowie Familienstärkungsprogramme. Peru ist eines der Schwerpunktländer der Auslandsarbeit von SOS-Kinderdorf Österreich. So wurde erst 2014 ein neues SOS-Kinderdorf in Cajamarca im Nordwesten des Landes mit finanziellen Mitteln aus Österreich erbaut und eröffnet. Dieses und weitere Projekte werden langfristig über Spenden aus Österreich finanziert.
 
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