Familie

Familie muss man "tun"

"DIE" Familie gibt es nicht. Sie ist ein aktiver Prozess: Weil wir in jedem Augenblick zu einer werden - wenn wir wollen! Gedanken zu etwas Vielschichtigem und Lebendigem.

Aufgrund der vielen gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten hat sich das aktuelle Bild von einer Familie verändert. Heutzutage gibt es weit mehr Möglichkeiten, wie sich eine Familie zusammensetzen kann. Neben der traditionellen Mutter-Vater-Kind- Familie leben z. B. Patchworkfamilien, gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern, Ein-Eltern-Familien, Adoptiv- oder Pflegefamilien als Gemeinschaften und Netzwerke unterstützend zusammen.

Familie kann somit für jede Person etwas anderes bedeuten, wodurch aber der Wert kein anderer ist. Ab einem gewissen Alter kann auch selbst bestimmt werden, wer zu seiner oder ihrer Familie gehört. Dadurch eröffnet sich ebenso die Möglichkeit, selbst mitzugestalten, wie Familie für eine oder einen persönlich funktioniert und was dies bedeutet.
 

Familie muss man "tun"

Diese Idee wird unter anderem von der Familiensoziologin Karin Jurczyk "doing familiy" genannt. Das bedeutet, dass Familie etwas ist, das man laufend und immer wieder "machen" muss: Familie entsteht und lebt in jedem Augenblick des gemeinsamen Alltagslebens: Eine Familie "hat" man nicht, man muss sie auch "tun".

Das heißt: Alle Mitglieder haben somit den gemeinsamen Auftrag und gleichzeitig die Chance, ihre Familie selbst zu gestalten. Daher ist es wichtig – und hilfreich –, für unterschiedliche und alternative Familienformen sensibel und offen zu sein, da für jede Person Familie etwas anderes bedeuten kann. Besonders auch, weil für Kinder und Jugendliche ihre meist ganz unterschiedlichen und bunten Familien beim Aufwachsen einen wesentlichen Stellenwert einnehmen.

Weiterführende Informationen

/* pageName= Familie pagePrefix= breadCrumb=Aktuelles / Themen / --SOS-Kinderdorf-Bote / SOS-Kinderdorf-Bote 264 / Familie mainDomain=sos-kinderdorf.at langIdentifier=AT,de */