Aliasghar,28, Afghanistan beim Beschäftigungsprojekt

#lovemyjob


Unter dem Hashtag #lovemyjob findet man auf der Social-Media-Plattform Instagram über 6,5 Millionen Bilder. Der Großteil davon zeigt Mode, Make-up, Reisen, Abenteuer. Junge Menschen streben nach dem Traumjob, der neben Selbstverwirklichung möglicherweise auch viele Likes für ein quadratisches Foto bringt. Jungen Asylsuchenden bleibt das Streben nach dem beruflichen Glück erst einmal verwehrt. Solange ihr Verfahren läuft, dürfen sie nur in Ausnahmefällen arbeiten. Umso wichtiger sind Beschäftigungsprojekte: Sie geben Sinn, stärken das Selbstbewusstsein – und bereiten idealerweise aufs spätere Berufsleben vor.
SALTO hat vier junge Flüchtlinge gefragt, was Arbeit für sie bedeutet.
 
Fawad, 21, Afghanistan
"Ich bin einfach jeden Tag immer wieder hergekommen und habe gefragt, ob ich hier arbeiten kann, bis es geklappt hat." Sein Chef bei Kleiderbauer Salzburg lobt den Lehrling und anerkannten Flüchtling dafür, wie gut er auf die Kundinnen und Kunden eingeht: "Fawad ist sehr charmant!"
 
Aliasghar, 29, Afghanistan:
Das ist der einizge Platz, wo wir zusammen sind, etwas machen und glücklich sein können." Aliasghar hat beim Beschäftigungsprojekt "Garten der Begegnung" in Tralskirchen nicht nur bei der Planung eines Gemeinschaftsgartens mitgearbeitet, sondern auch innerhalb von sechs Wochen aus einem Holzblock ein Musikinstrument geschnitzt.
 
Obaidullah, 17, Afghanistan
"Am meisten Spaß macht es mir, Kleider zu nähen. Ich habe in Afghanistan schon vier Jahre lang als Schneider gearbeitet und möchte auch in Österreich damit weitermachen." Als sich bei dem Arbeitsprojekt "Garten der Begegnung" gezeigt hat, dass viele junge Männer aus Afghanistan ausgezeichnete Schneider sind, hat man in Traiskirchen spontan eine Nähwerkstatt eingerichtet.
 
Abdoulkadir, 17, Somalia
"Ich hasse es, Zwiebel zu schneiden, deswegen übernehme ich lieber die Putzarbeiten in der Küche. Aber das ist nicht mein wirklicher Job, eigentlich bin ich Fußballspieler. Mein großes Vorbild ist Naymar." Abdoulkadir hilft im Clearing- house Salzburg jeden Tag in der Küche mit.

 
Text: Susanne Schönmayr | Fotos: Christopher Glanzl
 
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