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Tag

der Familie

Familien in Afrika stellen sich der Pandemie

Noch sind die Corona-Infektionszahlen in Afrika gering. Doch sie steigen und die Folgen werden Familien mit größter Härte treffen.

Die Corona-Pandemie ist weltweit eine existenzielle Gefahr für die Gesundheit, den Schutz und die Entwicklung von Kindern und Familien. Ausgangssperren, Schulschließungen und ausbleibende Einkommensmöglichkeiten von Familien in Entwicklungsländern und Krisenregionen treffen Kinder und Familien extrem hart. Zum Tag der Familie blicken wir mit großer Sorge nach Afrika in unsere SOS-Kinderdörfer, aber auch ganz besonders zu den von uns betreuten Familien in den Familienstärkungsprogrammen, die ohne unsere Hilfe ums tägliche Überleben kämpfen.

Familienmutter Jane mit drei ihrer fünf Kinder vor ihrem Haus in Karangura. 

Unsicherheit trotz harter Arbeit

Jane lebt mit ihren fünf Kindern in Karangura in Uganda. Um ihre Kinder zu ernähren und in die Schule schicken zu können hat Jane hart gearbeitet. Mit der Unterstützung von SOS-Kinderdorf hat sie es geschafft, sich ein kleines Einkommen zu erwirtschaften. Sie baut Obst und Gemüse in ihrem Garten an, welches sie dann an ihrem kleinen Verkaufsstand am Markt anbietet. Sollte dieser Markt auf Grund von Corona-Maßnahmen geschlossen werden, hat Jane keine Einnahmequelle mehr.

 

SOS-Kinderdorf stärkt Familien in Not

Im Rahmen der SOS-Familienstärkung können wir Familien wie jene von Jane weiterhin betreuen und neue Einkommensquellen erschließen. Aktuell unterstützen wir sie gerade dabei, die hygienischen Bedingungen in ihrem Zuhause für sie und ihre Kinder zu verbessern. Zusätzlich stellen wir sicher, dass die Familie auch ohne Einkommen vorübergehend grundversorgt wird.

Die neue Waschstelle für Jane und ihre Familie.

 

Uganda ist eines der Länder in dem SOS-Kinderdorf rund 3.000 Familien betreut. Bereits vor Corona hatten 48% aller Kinder im Land nicht genug zu essen, 360.000 leiden unter akuter Unterernährung. Unabhängig von Schulschließungen gehen im Land grundsätzlich 30% aller Kinder im Volksschulalter nicht zur Schule.

Familien, wie die von Jane, brauchen weiterhin unsere Unterstützung. 

Unterstützung für Familien in Afrika

In vielen Ländern Afrikas ist die öffentliche Gesundheitsversorgung schwach entwickelt. In Malawi steht etwa lediglich ein Mediziner für 100.000 Einwohner zur Verfügung. Im Südsudan gibt es für 12,5 Millionen EinwohnerInnen lediglich 20 Intensivbetten. Viele Menschen sind aufgrund von Vorerkrankungen stärker durch Corona gefährdet.

SOS-Kinderdorf ist seit fast 50 Jahren in Afrika tätig, mittlerweile in 47 Ländern. Wenn wir eines gelernt haben, dann, dass Hilfe in Krisen schnell gehen muss, damit die Verletzlichsten, die Kinder, nicht noch mehr leiden und auf der Strecke bleiben. Bei SOS-Kinderdorf, wie auch bei anderen Organisationen, gibt es im Rahmen von mobiler Betreuung, sogenannter Familienstärkung tragfähige Strukturen in der Gesellschaft vor Ort, über die man nun rasch Hilfe zu den bedürftigsten Familien bringen kann.

In Uganda sowie den anderen betroffenen Ländern leistet SOS-Kinderdorf nun zusätzlich umfassende Hilfe in der Corona-Krise. Unterstützen auch Sie!

Bitte helfen Sie!

Wir bitten um Spenden für die Nothilfe in der Corona-Krise. Ihre Spende wird für für Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise verwendet.

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