Syrien - 8. November 2017

Saboura - Ein neues Zuhause für syrische Kinder

Die ersten SOS-Kinderdorf-Familien sind am Wochenende in das neue SOS-Kinderdorf in Damaskus eingezogen.

Das neue und zweite SOS-Kinderdorf in Damaskus befindet sich in Saboura, in einer von Kampfhandlungen bisher völlig verschonten, sicheren Nachbarschaft. 

80 Kinder werden in zehn SOS-Kinderdorf-Familien ein bleibendes Zuhause haben. Neben Schutz und familiärer Geborgenheit bekommen die meist schwer traumatisierten Kinder auch die dringend nötige therapeutische Unterstützung und Begleitung.
 

"Unser neues Zuhause!"

Am Wochenende sind die ersten SOS-Kinderdorf-Mütter mit 12 Kindern eingezogen, fünf Mädchen und sieben Buben (2 bis 13 Jahre alt).
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Ferienanlage wurde adaptiert

Eine Ferienanlage, die wegen des Krieges nie den Betrieb aufnahm, wurde erworben und umfassend adaptiert. Das Grundstück ist 10.000 Quadratmeter groß und bietet nun geeignete Wohnungen für die Kinderdorf-Familien, Gruppen- und Therapieräume sowie ausreichend Spiel- und Bewegungsflächen auch im Grünen.
 

Kinderschutzzonen für traumatisierte Kinder

Die Lage vieler Kinder in Syrien ist nach über sechs Jahren Bürgerkrieg immer noch katastrophal: Millionen mussten flüchten, viele haben ihre Eltern verloren, mussten schreckliche Dinge erleben und mitansehen.

Um einem Teil der schwer traumatisierten Kinder zu helfen, hat SOS-Kinderdorf im Rahmen seiner Nothilfe spezielle Kinderschutzzonen (child friendly spaces) und Übergangsunterkünfte (interim care centers) in Damaskus, Tartous und bei Aleppo eingerichtet und die Kinder dort umfassend und kindgerecht betreut.

Ein weiteres SOS-Kinderdorf befindet sich in Quodsaya/Damaskus. Es musste während des Krieges zweimal evakuiert werden. Mittlerweile konnten aber auch hier die Familien wieder zurückkehren.
 
Im neuen SOS-Kinderdorf können die Kinder wieder zu einem geregelten Alltag zurückfinden.
 

Nach der Nothilfe: Dauerhafte Hilfe und psychologische Unterstützung

Neben Nothilfeaktivitäten braucht es in Syrien nun vor allem nachhaltige Programme und langfristige Betreuungsperspektiven für die schwer traumatisierten Kinder. Ein wichtiger Baustein dieser Langzeithilfe ist das neue SOS-Kinderdorf Saboura.

Durch die Zuwendung ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter, das gemeinsame Zusammenleben in einer Familie und einen möglichst "normalen" Alltag können die Kinder hoffentlich bald wieder innere Ruhe und emotionalen Halt finden.

Zusätzlich zur stabilisierenden familiären Basis erhalten sie fachliche Unterstützung durch pädagogische, psychologische und medizinische Fachkräfte.
 
Die Kinder fühlen sich im neuen SOS-Kinderdorf sichtlich wohl.
 

"Ein Zeichen der Hoffnung für eine verlorene Generation"

"Das neue SOS-Kinderdorf soll auch ein Signal der Hoffnung sein", sagt Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf in Österreich. Nach jahrelangem Chaos, Gewalt und Krieg braucht es positive Beispiele und Modelle für ein besseres Morgen", so Moser. "Da ist jeder einzelne Schritt wichtig, um den Menschen wieder Hoffnung zu geben."


"Es ist unser aller Aufgabe dafür zu sorgen, dass aus den syrischen Kindern und Jugendlichen von heute keine verlorene Generation von morgen wird."

Christian Moser, Geschäftsführer SOS-Kinderdorf

An der Stelle sage ich ein herzliches Danke an alle Freunde/innen sowie Förderer und Partner von SOS-Kinderdorf in Österreich, welche die Arbeit für die Kinder Syriens unterstützen!"

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Weitere Informationen

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