Südsudan Evakuierung SOS-Kinderdorf Juba
11. Juli 2017 | Südsudan

Ein Jahr nach der Evakuierung

Vor einem Jahr musste das SOS-Kinderdorf in Juba evakuiert werden, mittlerweile konnten die Kinder und Jugendlichen wieder ins Dorf zurückkehren.

Der Bürgerkrieg im Südsudan dauert an. Eigentlich hätte die Unabhängigkeit Südsudan den lang ersehnten Frieden und die nötige Stabilität für den Aufbau einer eigenen Nation bringen sollen. Doch sechs Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung am 9. Juli 2011 ist die Lage immer noch kritisch.

Vor einem Jahr musste deshalb auch das SOS-Kinderdorf in Juba evakuiert werden. Das SOS-Kinderdorf wurde geplündert und verwüstet, die flüchtenden Kinder und Mütter von Bewaffneten ausgeraubt. Mittlerweile sind die 120 Kinder und Jugendlichen sowie ihre Kinderdorfmütter wieder zurück im renovierten SOS-Kinderdorf Juba.


"Es ist fast sieben Monate her, seit sich die Lage in Juba verbessert hat und wir in unser Dorf zurückkehren konnten“

Richard Wani, Kinderdorfleiter Juba


Die Kinder und Jugendlichen besuchen mittlerweile wieder die Schule und auch die Kindertagesstätte ist wieder geöffnet.
 
Beim gemeinsamen Spielen haben die Jungs aus dem SOS-Kinderdorf in Juba viel Spaß.
 
Die Kinder genießen es im SOS-Kinderdorf zurück zu sein.
 
Während der Evakuierung des SOS-Kinderdorfs im Juli 2016 verloren die SOS-Familien fast all ihr Eigentum im Chaos. Die Kinder verbrachten ihre Zeit in den temporären Unterkünften mit Brettspielen, Seilspringen und Büchern.
 
Die neue Küche steht allen Dorfbewohnern zur Verfügung.
 
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Fernsehen, Computer, Bücher und die meisten anderen Haushaltsgegenstände sind verloren gegangen, als das SOS-Kinderdorf in Juba während des Krieges im Juli geplündert wurde. Hier versammeln sich die Kinder um einen Laptop um fernzusehen.
 

Videobericht

Dorfleiter Richard Wani, die Kinderdorf-Mütter Nyayual Luk und Gran Anyang sowie Sozialarbeiterin Aban Oraj erzählen von ihrem Alltag in Juba.


 

Kinderdorf musste komplett renoviert werden

Die Plünderer hatten alles geraubt, was getragen oder mit Lastwagen transportiert werden konnte: Möbel, Decken, Kochutensilien, Schuluniformen, Spielsachen, die persönliche Habe der SOS-Mütter, Telefone und Werkzeuge. Die Schäden in den Familienhäusern waren massiv. Das SOS-Kinderdorf musste komplett renoviert und neu eingerichtet werden.
 

Zwei Evakuierungen seit Ausbruch des Bürgerkriegs im Südsudan

Bereits 2014 musste das SOS-Kinderdorf in Malakal im Norden des Landes nach schweren Kämpfen evakuiert werden. Die Kinder kamen in der Hauptstadt Juba in einem provisorischen SOS-Kinderdorf in einem sicheren Stadtbezirk unter. Dieses Dorf musste im Juli 2016 evakuiert werden. Seit 7 Monaten sind die Kinder und Mütter jetzt im renovierten SOS-Kinderdorf in Juba zu Hause. Trotz der verbesserten Lage kann von einem ruhigen Alltag noch lange keine Rede sein.
 

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