Schlüsselübergabe – 22.07.20

Freude über Start von zwei neuen Wohngruppen in Osttirol

Trotz Corona-Lockdown konnte der Zeitplan für den Bau der zwei Wohngruppen für je neun Kinder und Jugendliche eingehalten werden. Die ersten Kids sind schon in ihr neues Zuhause übersiedelt.

Trotz aller Auswirkungen und Einschränkungen durch Corona konnten die zwei Großbaustellen in Nussdorf-Debant in Osttirol planmäßig fertiggestellt werden: eine Wohngruppe für neun Kinder auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes, die zweite für neun Jugendliche gegenüber vom früheren Jugendhaus von SOS-Kinderdorf am Zietenweg. Die ersten Kids sind schon ins neue Zuhause übersiedelt und fühlen sich bereits sichtlich wohl. Gestern haben die wichtigsten Partner, die an der Planung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projektes mitgewirkt haben, gemeinsam den erfolgreichen Abschluss und Neubeginn gefeiert.

Ein Ort zum Wohlfühlen: die ersten Jugendlichen haben ihr neues Reich bereits bezogen. 

 

Recht auf sicheres und geschütztes Aufwachsen!

Das Land Tirol und die Kinder- und Jugendhilfe als öffentlicher Auftraggeber sind für SOS-Kinderdorf wichtigster Partner für die Planung, Konzeption und Umsetzung neuer Projekte für die Betreuung junger Menschen und Familien in besonderen Notlagen. Daher war es für SOS-Kinderdorf eine große Freude, dass die zuständige Soziallandesrätin Gabriele Fischer extra nach Osttirol gereist war, um sich die Wohngruppen anzuschauen und die Glückwünsche und Grußworte persönlich zu überbringen:


Jedes Kind hat das Recht, geschützt und sicher aufzuwachsen. Kinder die aufgrund ihrer familiären Situation schon früh im Leben Herausforderungen meistern müssen, brauchen unsere besondere Fürsorge! Es freut mich überaus, dass mit den zwei neuen und barrierefreien Wohngruppen ein behütetes Umfeld geschaffen werden konnte.

Gabriele Fischer
Soziallandesrätin Tirol

 

Ein innovativer pädagogischer Impuls und Meilenstein

Bei den zwei neuen Wohngruppen wurde besonders nachhaltig gebaut und auch pädagogisch ein Meilenstein gesetzt. Das pädagogische Konzept entspricht modernsten fachlichen Standards und aktuellsten Kriterien der Kinder- und Jugendhilfe. Der Bau ist barrierefrei, jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, es gibt ein Krisenzimmer für Notaufnahmen und erstmals einen eigenen Bereich (Garconniere) für Besuche und Übernachtungsmöglichkeiten von Eltern/Angehörigen. Die Gebäude sind so geplant, dass sie räumlich und atmosphärisch eine noch intensivere individuelle Betreuung der Kinder und Jugendlichen ermöglichen. Das und die verbesserten Kontaktmöglichkeiten mit den Eltern ist für die Entwicklung der Kinder wichtig und positiv.

Moderne Architektur, nachhaltig und energiesparend gebaut. 

 

Modern, nachhaltig und ökologisch!

Neben der pädagogischen Perspektive war uns eine moderne, nachhaltige Bauweise wichtig. Wir haben ökologisch gebaut, energiesparend, barrierefrei, mit Materialien (Beton, Ziegel, Holz) aus der Umgebung und damit geringen Transportwegen.


Es ist schön, dass wir im zweitältesten SOS-Kinderdorf der Welt nach der ersten großen Veränderung in ein integriertes SOS-Kinderdorf nun mit den neuen Wohngruppen ein weiteres Zukunftssignal setzen, dass in Osttirol auch nächste Generationen von Kindern und Jugendlichen sowie Eltern in spezifischen Notlagen gut betreut und unterstützt werden.

Wolfgang Katsch
SOS-Kinderdorf Geschäftsleiter

Ist Osttirol ist uns damit der Abschluss einer der größten Bauinvestitionen von SOS-Kinderdorf in den letzten Jahrzehnten in Tirol gelungen: Zwei neue Wohngruppen in Imst, eine in Absam und zwei in Nußdorf-Debant!

 

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