Somalia – 17. Oktober 2017

Somalia: Verheerender Bombenanschlag

Schwere Beschädigungen, aber glücklicherweise nur leichte Verletzungen im SOS-Büro in Mogadischu

Der verheerenden Anschlag in Mogadischu vom letzten Sonntag hat über 300 Tote gefordert. Die Detonation hat auch im Zentralbüro von SOS-Kinderdorf schwere bauliche Schäden verursacht, ein Dienstauto beschädigt und einen Mitarbeiter leicht verletzt.


"Unser Mitgefühl gilt den Familien"

Dereje Wordofa, Internationaler Direktor für Ost- und Südafrika: "Es ist grausam, dass mit diesen Gräueltaten an unschuldigen Menschen die Hoffnung auf Frieden und Stabilität in unserem Land angegriffen wird. Unser ganzes Mitgefühl gilt den vielen betroffenen Familien! Welche Auswirkungen dieses Attentat auf die Familien der SOS-Programme hat, versuchen wir gerade herauszufinden und unterstützen unsere Teams dabei!"
 
Das Auto wurde beschädigt, ist aber noch einsatzfähig. Das Dachgeschoss des Bürogebäudes ist stark in Mitleidenschaft gezogen, obwohl es mehrere hundert Meter vom Anschlagsort entfernt ist. Alle sind froh, dass es im Büro nur einen Leichtverletzten gab.
 

Kinder, Schüler und Mütter wohlauf

Auch Ahmed Mohamed, Nationaler Direktor von SOS-Kinderdorf Somalia, ist zutiefst betroffen: "Das SOS-Büro ist nur wenige hundert Meter von dem Anschlagsort entfernt und 16 KollegInnen befanden sich zu dieser Zeit im Büro. Glücklicherweise wurde nur ein Mitarbeiter leicht verletzt. Wir versuchen gerade unsere betreuten Familien aus den Familienstärkungsprogrammen zu erreichen um zu erfahren, ob es ihnen gut geht. Das SOS-Kinderdorf, die Jugendeinrichtungen, der Kindergarten und die Hermann-Gmeiner-Schule sind vom Anschlagsort sehr weit entfernt und nicht betroffen."

Die Bombe explodierte vergangenen Samstag im Hodan District, einem Stadtbezirk in dem viele Ministerien und internationale Organisationen angesiedelt sind. Nach letzten Schätzungen wurden über 300 Menschen getötet und Hunderte verletzt.
 
SOS-Kinderdorf-Mutter Amina mit ihren Kindern Asha, Ali and Amin leben im SOS-Kinderdorf Mogadischu. Nach drei Jahrzehnten Bürgerkrieg gab es dieses Jahr wieder Wahlen und die große Hoffnung auf Frieden. Es ist noch ungewiss, wie sich dieser Anschlag auf das Land auswirkt. 
 

SOS-Kinderdorf in Somalia

SOS-Kinderdorf ist trotz der immer schlechter werdenden Sicherheitslage seit 1983 ununterbrochen in Somalia aktiv. Derzeit gibt es in Somalia ein SOS-Kinderdorf, eine Jugendeinrichtung, einen Kindergarten und eine Hermann-Gmeiner-Schule. Eine SOS-Krankenschwesternschule bildet seit 2002 Krankenschwestern und Hebammen aus. Familienstärkungsprogramme bieten Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützen Eltern, damit die Kinder bei ihnen bleiben können.

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