Nothilfe Ukraine – 17.03.22

"Wir leisten Nothilfe unter schwierigsten Bedingungen"

In der Ukraine konnten wir bereits 60.000 Menschen unterstützen. Die Nothilfe geht unter schwierigen Bedingungen weiter.

In der Ukraine wird es immer schwieriger, zu den notleidenden Menschen vorzudringen und die oft überlebenswichtige Hilfe zu leisten. "Wir sind deshalb sehr froh, dass wir bereits 60.000 Menschen unterstützen konnten", sagt Julian Erjautz, Nothilfekoordinator von SOS-Kinderdorf.

 

Trotz der schwierigen Lage konnte SOS-Kinderdorf in der Ukraine schon 60.000 Menschen helfen.

 

Dank der langjährigen Präsenz in der Ukraine und unserer guten Vernetzung haben wir verlässliche Partnerorganisationen in verschiedenen Regionen gefunden, mit denen wir die Nothilfe gemeinsam durchführen.
 

  • Die Menschen wurden mit Lebensmitteln, Wasser und Hygieneartikeln versorgt, zudem wurden temporäre Unterkünfte sowie Hilfe beim Transport zur Verfügung gestellt.


In der Region Luhansk helfen wir zudem 200 Familien, die sie schon vor Beginn der Gefechte unterstützt haben. Die Nothilfe soll in den kommenden Wochen weiter ausgebaut werden.

 


Wir werden an der Seite der Kinder und Familien bleiben, solange dieser Krieg anhält, egal, wie lange er dauert.

Julian Erjautz
Nothilfekoordinator SOS-Kinderdorf

 

Gleichzeitig bereiten wir uns weiterhin auf die langfristige Unterstützung für Kinder und Familien in der Ukraine und den Nachbarländern vor. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind bereits drei Millionen Menschen außer Landes geflohen und 1,9 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine auf der Flucht.

 

Für geflüchtete Kinder haben wir gemeinsam mit der Caritas am Erste Campus beim Wiener Hauptbahnhof eine betreute Kindeschutzzone eingerichtet.

 

Nothilfekoordinator Erjautz sagt: "Noch sind sie in Bewegung, aber irgendwann werden sie, zumindest temporär, ankommen." Geplant sei dann unter anderem die Einrichtung von Kinderschutzzentren, in denen Kinder spielen können sowie Betreuung und Bildungsangebote bekommen.

Kinder und Familien sollen psychologische Hilfe erhalten und dabei unterstützt werden, wieder Fuß zu fassen. Getrennte Familien sollen wieder zusammengeführt werden.

 

  • Bereits jetzt finden ukrainische Kinder in den SOS-Kinderdörfern der Nachbarländer Polen oder Rumänien Zuflucht und Fürsorge, auch in Österreich wurden bereits Familien aufgenommen.
     
Geflüchtete Kinder und Mütter aus Odessa sind im SOS-Kinderdorf Bukarest in Rumänien in Sicherheit.

 

Julian Erjautz sagt: "Wir werden an der Seite der Kinder und Familien bleiben, solange dieser Krieg anhält, egal, wie lange er dauert. Und wir werden sie weiter unterstützen, wenn er vorbei ist. Wir müssen das Wohl der Kinder langfristig sichern."

 

Übersicht über die Nothilfe von SOS-Kinderdorf

Die SOS-Nothilfe in der Ukraine wird bis zu 500.000 Kinder und Familien erreichen, in der Ukraine, in den Nachbarländern und in Österreich.

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