Salzburg – 24.03.22

Was macht der riesige Rucksack vor dem Europark?

Krieg, Klima, Krankheit - der Rucksack junger Menschen wiegt schwer. Wir fordern mehr Solidarität mit der Jugend!

Nach über zwei Jahren Pandemie hat die Jugend schwer zu schleppen. Nun werden Entbehrungen, Unsicherheiten, die Angst vor Umweltkatastrophen und Nachwehen der Pandemie auch noch von Kriegsängsten überschattet. Die Folgen sind massiv. Die Beratungen von Rat auf Draht zeigen drastische psychische Belastungen von Jugendlichen. Mit einem überdimensionalen Rucksack, der quer durch Österreich wandert, appelliert SOS-Kinderdorf an die Solidarität von Gesellschaft und Politik, die aktuellen Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen, den schweren Rucksack der Jungen, mitzutragen.

 

Ich pack’s nicht!

Zukunftssorgen, psychische Probleme und Überforderung – der Rucksack junger Menschen wiegt schwer. „24 Monaten Pandemie, Klimakrise und nun auch noch der Krieg in der Ukraine. Kindern und jungen Menschen geht die Luft aus“, sagt Wolfgang Arming, SOS-Kinderdorfleiter Salzburg. Rat auf Draht, die von SOS-Kinderdorf betriebene Notrufnummer ist auch eine Art Seismograph, ein Stimmungsbarometer, welches aufzeigt, wo unsere Kinder und Jugendlichen grad stehen, was sie beschäftigt. Seit Beginn der Pandemie hat sich das Themenspektrum drastisch verschoben. Vor Corona waren es Themen wie schlechte Noten in der Schule, Liebeskummer, erste Reise ohne Eltern. Heute sind es völlige Orientierungslosigkeit, Überforderung, Suizid, Gewalt und Essstörungen, sowie Stress daheim, Streit unter den Eltern, über den Jugendliche ratlos sind, reden wollen.

„Jugendliche haben sich die letzten 24 Monaten isoliert statt ausprobiert. Die Auswirkungen davon werden junge Menschen die nächsten Jahre und Jahrzehnte beeinflussen. Als Gesellschaft ist es unsere Pflicht, diesen Rucksack der Jungen mitzutragen und ihnen Zukunftsperspektiven zu geben“, so der SOS-Kinderdorfleiter.

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