Reisebericht – 28. September 2018

Von Innsbruck nach Rom

Mit fünf Kindern wandern bzw. pilgern gehen? Was für eine verrückte Idee! Aus einer Idee wurde ein Plan: endlich einmal viel Zeit gemeinsam haben. Raus aus dem Stress. Gemeinsamkeit und Zusammenhalt fördern. Klingt gut, machen wir.

Die Planung

Wo können wir hin? Wie lange sind wir unterwegs? Das und viele andere Dinge gab es zu besprechen. Der Reiseführer von Ferdinand Treml "Von Innsbruck nach Rom" sagte uns allen am meisten. So entschieden wir uns, diesen Weg zu gehen und einige Strecken unterwegs zu fahren - je nach Wetter oder Zustand unserer Truppe. Es sollte in erster Linie Spaß machen, ab und zu mal die Komfortzone zu verlassen und selbst zu sehen, was man alles so schafft. Wir wollten uns einfach auf das Abenteuer einlassen. Also buchten wir zwei Nächte in Rom und die Rückfahrkarte, alles andere wollten wir unterwegs entscheiden.

 

Das Abenteuer beginnt

30. Juli 2018

Auf nach Innsbruck - Mit dem Zug fuhren wir nach Innsbruck in die Zentrale vom SOS Kinderdorf Österreich. Dort durften wir eine Nacht in der SOS-Kinderdorf Gästewohnung bleiben und uns noch ein wenig mental vorbereiten. Nachmittags sind wir durch Innsbruck gegangen, haben uns die Innenstadt angesehen und sehr gut syrisch gegessen.

 

31. Juli 2018

Von Innsbruck nach Ellbögen (ca. 12 km) - Von Innsbruck ging es dann zu Fuß mit den Rucksäcken auf den Schultern los. Unterwegs haben wir am Lanser See halt gemacht. Im See gab es viele große Karpfen und es kostete erstmals ein wenig Überwindung hineinzuspringen. Im Gasthof Neuwirth haben wir die erste Nacht geschlafen, alle zusammen in einem Zimmer unter dem Dach. 

 

01. August 2018

am Brenner angekommen

Von Ellbögen über Gries am Brenner (6 km) nach Gossensass (16 km) - Von Ellbögen ging es am nächsten Morgen nach Gries am Brenner und von dort mit dem Zug zum Brennerpass. Zu Fuß ging es weiter nach Gossensass. Dann mussten wir noch mit dem Zug nach Bozen weiterfahren. Wir wollten dort im Hostel übernachten, aber es war leider ausgebucht. Die nette Rezeptionistin rief in einer nahegelegenen Pension an und dort konnten wir schließlich unterkommen. Wir liefen ein Stück zu Fuß und kamen nach einem ziemlich langen Tag an. Die Wirtsleute waren sehr nett und sorgten gleich für unser Abendessen. Danach freuten sich alle auf eine Dusche und ein Bett.

 

02. August 2018

Von Bozen über Auer (ca. 23 km) zum Kalterer See - Nach dem Frühstück haben wir ein paar neue Sandalen für ein Mädchen gekauft, denn die waren schon kaputt. Noch etwas Verpflegung für unterwegs und wieder ging es los. Von Bozen wanderten wir entlang einem Radweg nach Auer. Auch wenn es verdammt heiß war, waren wir bester Laune. Wir wollten es bis zum Kalterer See schaffen, doch bis dort waren es sicher noch 6 bis 7 km. Wir waren müde und erschöpft. Leider fuhr kein Bus mehr und so hat uns eine nette Dame aus der Bar ein Taxi gerufen. In der Zwischenzeit kühlten wir uns mit einem leckere Eis ab. Am Kalterer See angekommen, durften wir auf der Wiese mit Isomatte und Schlafsack übernachten. Am Campingplatz gab es einen Grillabend mit Livemusik. Das gefiel den Kindern gut, denn sie konnten viele Lieder mitsingen. Es wurde ein schöner und lustiger Abend. Unter dem Sternenhimmel zu schlafen, war eine tolle Erfahrung.

 

03. August 2018

Vom Kalterer See über Salurn (ca. 24 km) nach Caldonazzo - Vom Campingplatz gingen wir am nächsten Morgen weiter nach Salurn. Teilweise konnten wir durch die Weinreben gehen und Weintrauben kosten. Salurn ist die südlichste Gemeinde und liegt am Ende der Südtiroler Weinstrasse. Im Gemeindeamt in Neumarkt bekamen wir einen Stempel in unseren Pilgerpass. Dort empfahl man hat uns auch einen Weg nach Salurn über den Berg. Nachdem wir den Berg ein ganzes Stück hoch gegangen waren, endete der Weg und wir waren unsicher, wie wir weiter gehen sollten. Also gingen wir den ganzen Weg wieder zurück. Dann konnten wir ein ganzes Stück an der Etsch entlang gehen. Vom Weg im Reiseführer waren wir jetzt weit abgekommen und wussten auch nicht, wie wir dorthin zurück finden sollten. So beschlossen wir während einer Trinkpause, nach Caldonazzo zu fahren.

 

04. August 2018

Kurze Verschnaufpause am Caldonazzo See - Wir beschlossen, zwei Tage in Caldonazzo zu bleiben, um uns etwas auszuruhen und im Bungalow im Feriendorf vom SOS Kinderdorf zu übernachten. Wir fuhren mit dem Zug nach Trento und mit dem Bus weiter bis Caldonazzo. Am Abend freuten wir uns alle schon riesig auf die Pizza am See. Der nächste Tag war ein Wäschewasch- und Badetag. In der Apotheke kauften wir neue Blasenpflaster, denn die eine oder andere hatte sich inzwischen schon gebildet. Nach zwei Tagen Pause und viel barfuß gehen hatten sich unsere Füße wieder erholt.

 

05. August 2018

Noch ein Tag zum Fahren - Caldonazzo - Trento - Florenz - Pisa - Neuer Plan, wir fahren ans Meer. Von Caldonazzo ging es also mit dem Bus nach Trento, dann mit Flixbus bis nach Florenz und von dort nach Pisa. Im Bus konnten die Kinder Musik hören und ein wenig entspannen. Sightseeing in Pisa war zwar nicht auf unserer Reiseroute, aber wir freuten uns auf den schiefen Turm. Wir bekamen in der Nähe vom Bahnhof eine Übernachtung und dann nichts wie ins Bett. Auch Bus und Bahn fahren ist manchmal anstrengend.

 

06. August 2018

Von Pisa bis Miramare (mit motorisierter Unterstützung) - Am nächsten Tag gaben wir unser Gepäck am Bahnhof ab und schauten uns die Stadt an. Mit dem Zug fuhren wir bis nach Livorno, wo uns ein netter Obsthändler unterwegs eine halbe Melone geteilt hat. Wir mussten noch eine Unterkunft finden, was gar nicht so einfach war. Ein Stück ging es dann am Meer entlang ca. 6 km. Hier gab es jedoch nur ziemlich teure Hotels. So richtig ins Meer zu gehen, hatte auch keiner Lust. Den Rucksack aus und wieder einzupacken nein, dann doch lieber weiter Richtung Ardenzza. Von dort nahmen wir den Bus zum Campingplatz Miramare, wo wir gegen Gebühr einen Stellplatz hatten, der eigentlich nur für sechs Personen gedacht ist. Auch hier konnten wir unter freiem Himmel schlafen.

 

07. August 2018

Von Miramare über Vada (ca. 5 km) nach Cecina (14 km) San Vincenzo - Am Morgen sind wir noch kurz ins Meer gesprungen bevor wir in Richtung Vada aufbrachen. Nachdem wir eine Bushaltestelle gefunden hatten, fuhren wir das Stück den Berg hoch bis nach Vada und waren froh, dass wir diesen Weg nicht laufen mussten. Von Vada ging es zu Fuß weiter bis nach Cecina. In der ganzen Region durften wir ohne Zelt nicht mehr übernachten und machten uns  deshalb auf Richtung Carpucci. Einfach draußen übernachten darf man dort auch nicht. Also fuhren wir mit dem Bus nach Castagnato und wollten nach San Vincenzo. Doch bis dort fuhr der Bus leider nicht und wir mussten noch ein Stück mit dem Zug fahren. Über eine Stunde warteten wir und nutzten die Zeit um ein Picknick zu machen. Schließlich fanden wir ein Zimmer und die Kinder durften an diesem Abend den Fernseher anmachen und sich ausruhen. Der Rest saß wieder zusammen und schmiedete einen neuen Plan. Es war wieder an der Zeit zu fahren und auf dem Franzikusweg weiter zu gehen. Nach unseren groben Berechnungen waren wir der Meinung, dass wir es von Assisi nicht gut schaffen würden bis zum 21. August in Rom zu sein und es besser wäre, eine Etappe zu überspringen und nach Spoletto fahren.

 

08. August 2018

Mit dem Zug nach Spoletto - Wir erleichterten die Rucksäcke etwas und schickten noch die einen und anderen festen Wanderschuhe nach Hause. Nun ging es mit dem Zug schon wieder über Florenz nach Spoletto. Von San Vincenzo haben wir uns eine Übernachtung im Kloster „Instituto Bambi Gesu“ gebucht, da wir wussten das wir sehr spät ankommen werden. Leider konnten wir uns wieder Florenz nicht anschauen, da wir so wenig Zeit zum Umsteigen hatten. Nachdem wir gegen 22 Uhr in Spoletto angekommen sind, mussten wir den Eingang zum Kloster noch eine ganze Weile suchen. Die Schwestern im Kloster empfingen uns trotz später Tageszeit sehr herzlich. Am nächsten Morgen bekommen wir ein leckeres Frühstück und mussten viel über uns erzählen. 

 

09. August 2018

Franziskusweg
Von Spoletto über Moteluco (ca. 17 km) bis nach Cesell - Wir wollten eine Touristeninformation suchen und eine Wanderkarte besorgen. Durch Zufall fanden wir aber den ausgeschilderten Franziskusweg und wir beschlossen, genau der Beschilderung zu folgen. Weiter ging es über Monteluco, 780 m über dem Meeresspiegel liegt die kleine Gemeinde mit nur 27 Einwohnern auf einem von Wäldern bewachsenen Kalksteinberg. Die meisten Wege waren Schotterwege und es ging stetig auf und ab. Insgesamt gingen wir ca. 17 km und brauchten dafür fast acht Stunden. Unser Weg sollte uns weiter nach Ceselli führen. Dort wollten wir uns eine Unterkunft suchen. Nochmal fünf km gehen und der Hunger war langsam auch groß. Nach einigem hin und her laufen, fanden wir eine Pizzeria. Dort wurde uns jemand empfohlen, bei dem wir übernachten könnten. Es dauerte bis wir die Unterkunft gefunden haben, aber nun hatten wir auch endlich mal eine Pilgerunterkunft. 

 

10. August 2018

Richtung Macenano (5km) nach Arrone (ca. 11 km) - Am nächsten Morgen gab es kein Frühstück, weil weit und breit nichts geöffnet hatte. Das war eine Herausforderung für die Kinder. Alle Vorräte waren aufgebraucht und wir mussten losgehen. In Richtung Macenano fanden wir nach ca. fünf km einen Gasthof und es gab endlich Kaffee und Tramezzini. Frisch gestärkt ging es weiter nach Arrone, viel durch Wälder und auf schönen Wegen. In der Pilgerunterkunft vor Ort war kein Platz mehr, aber mit der Hilfe einer netten Dame und einer Verwalterin bekamen wir ein ganzes Haus für uns alleine. Das war super schön und günstig. Dort wären wir gern länger geblieben. Die kleinen Orte dort sind sehr hübsch und wir fühlten uns von den Menschen herzlich willkommen, jeder half wo er konnte.

 

11. August 2018

angekommen in Arrone
Von Arrone nach Pideiluco (ca. 16 km) - Wir haben wieder eine Pilgerherberge gefunden, für die Pater Don Giovanni verantwortlich war. Der Pater spricht deutsch, was die Gespräche sehr erleichtert hat. Wir konnten gegen eine kleine Spende für die Kirche übernachten. Hier hatten wir eine richtige Herberge mit Stockbetten und großen Zimmern. Wir trafen dort sogar zwei andere Pilger, Matteo war aus Italien und Janina war aus Deutschland und alleine von Rom nach Assisi unterwegs. Der Pater lud uns später zum Fischfest ein, welches die Kirche organisiert und wir haben alle gemeinsam gegessen.

 

12. August 2018

angekommen in Sabina
Mit dem Bus nach Rieti ins Tal der Sabina - In Piediluco gab es einen schönen See, den Lago di Piediluco. Von dort sind wir mit dem Bus nach Terni gefahren, da die Etappe mit Berg und über 22 km schwierig war und von dort weiter nach Rieti. Wir sind im Tal der Sabina angekommen. In Rieti konnten wir uns dann ein Fest anschauen, bei dem der Raub der Sabinerinnen mit Pferden und Kostümen nach gestellt wurde. Wir erzählten den Kindern, was es damit auf sich hat, denn verstehen konnten wir nicht viel. 

 

13. August 2018

Die beste Pasta in Sabina
Von Rieti nach Ornaro Alto (ca. 16 km) - Unterwegs gab es nicht viele Unterkünfte. In einem Restaurant hat uns dann ein netter Herr geholfen und uns das B&B „La Ginestra“ empfohlen. Dieses war so versteckt, das wir es mehr durch Zufall gefunden haben. Wir haben ein Zimmer für alle bekommen. Das B&B war sehr groß, mit vielen Speiseräumen und hat sogar einen Pool. Hier konnten wir leider nicht baden, da es anfing zu regnen. Am Abend haben wir sehr, sehr lecker gegessen. Die Pasta di Sabina war hervorragend. 

 

14. August 2018

Fast das Ziel erreicht
Von Ornaro Alto nach San Lorenzo (ca. 10 km)  - Wir hatten Glück und kamen genau vor einem Regenguss an. So hatten wir einmal viel Zeit und konnten nach dem Regen etwas im Ort herumspazieren. Die Kinder bekamen ein Eis und die Großen gönnten sich den ersten Cocktail auf dem Weg. Hier hatten wir eine Pilgerunterkunft, wo wir Matteo wieder getroffen haben und einen Franzosen, der schon seid 52 Tagen von der Schweiz bis nach Rom unterwegs war. Wir wurden sogar dem Bürgermeister und dem Polizeichef vorgestellt. Wir machten einen Plan für die nächsten paar Tage. Massimo, der Leiter der Herberge half uns eine Unterkunft für den nächsten Tag zu finden. Der Ort war wie zu Weihnachten geschmückt, da am Abend ein Fest war und am darauffolgenden Tag ein Feiertag. 

 

15. August 2018

Von San Lorenzo über Moriano nach Ponticelli (ca. 23 km) - In Moiano waren wir so schnell, das wir beschlossen weiter zu wandern. Noch einen Stempel ins Pilgerbuch und weiter ging es. Dann hat uns das erste Mal unterwegs der Regen erwischt. Wir konnten uns nirgends unterstellen und gingen mit unseren Regenponchos einfach weiter. Pitschnass in Ponticelli angekommen, hörte der Regen auf und in einer Bar trafen wir Riccardo und seine Frau, die schon auf uns gewartet haben. Er besorgte uns eine Unterkunft und lud uns zum Abendessen ein. Hier hatten wir schon wieder ein ganzes Haus für uns alleine. Die Vermieterin hat uns sogar Frühstück hingestellt. Abends aßen wir mit Riccardo und seiner Frau. Es war ein wunderbarer Abend und unsere Gastgeber waren ganz begeistert von den ruhigen und höflichen Kindern.

 

16. August 2018

Von Ponticelli über Toffia nach Farfa (ca. 13 km)- In Toffia, einem netten kleinen Ort, machten wir Pause. Leider gab es dort nirgendwo einen Geldautomaten. Wir trafen aber auf zwei ganz liebe Engländer, die uns anboten bis zum nächsten Ort zu fahren. Da wir nun zu schnell und zu weit gekommen waren, beschlossen wir einen Umweg zum Kloster Farfa zu machen und wurden bei erneuten Regengüssen und Gewitter wieder komplett nass. Das Kloster war leicht zu finden. Es war so groß, das man sich in den Gängen verlaufen konnte. Nachdem wir versucht hatten, all unsere Sachen einigermaßen zu trocknen, gingen wir uns die Kirche anschaue und danach Pizza essen. 

 

17. August 2018

Von Farfa nach Montelibretti (ca. 20 km) und Monterotondo (5 km), zu viel Zeit und zu wenig Kilometer - In Montelibretti fanden wir keine Herberge. Wir fuhren zuerst mit dem Bus, jedoch in die falsche Richtung. Der Busfahrer half uns und so fuhren wir mit dem Zug weiter nach Monterotondo. Vom Bahnhof liefen wir ca. fünf km bis zum Alberto di Leoni. Noch vier Tage und nur noch 30 km bis Rom, wir sind zu schnell. Wir beschlossen uns auszuruhen, und gar nichts zu tun und blieben für zwei Nächte dort. Wir haben unsere Unterkunft in Rom erst ab 21.8. Dann gehen wir eben nach Rom und haben zwei Tage mehr Zeit dort. Zum Glück fanden wir im Internet ein recht preiswertes Appartement.

 

19. August 2018

fast angekommen
ROM - Wir wollten heute in Rom einmarschieren und geplant war, mit dem Rucksack auf dem Petersplatz anzukommen. Wir marschierten also und zwar mehr als ca. 30 km durch eine schöne Gegend. Hügel auf und Hügel ab und wir konnten schon die Spitze vom Petersdom sehen. Ein paar Kilometer wurden wir von zwei Hunden begleitet und die Kinder hatten dabei ihren Spaß. Dann kamen wir in die Vororte von Rom und es waren immer noch ca. 15 km bis zur Unterkunft. Eine Pause in Montesacro mit Kaffee und Eis und dann weiter. Wir fanden endlich das Appartement und waren alle fix und fertig. So kamen wir in Rom an, leider nicht auf dem Petersplatz und nicht wie wir uns das vorgestellt hatten. Egal, wir sind angekommen und konnten es alle noch gar nicht richtig fassen. Am Abend gingen wir auf Wunsch unseres Geburtstagskindes zum Chinesen - mal etwas anderes als Pizza und Pasta. Obwohl wir von Pizza und Pasta noch lange nicht zu viel haben. Danach ab ins Bett und ausschlafen, auch mal wieder schön.

 

20. August 2018

Alle sind wieder fit, so machen wir uns heute ausgeruht auf den Weg zum Petersplatz, unsere Pilgerurkunde abholen. Das hat schon etwas Ergreifendes endlich hier zu sein, obwohl auch nach Aussagen aller fünf Kinder, gab es nie einen Moment, an dem einer von uns alles aufgeben wollte. Somit sind wir alle stolz, geben unsere Pilgerpässe ab und dürfen später wieder kommen und unsere Urkunden in Empfang nehmen. Anschließend besichtigten wir die Stadt.

 

21. August 2018

Wir zogen in unsere gebuchte Unterkunft ins Casa Missionare Pallottine. Mit dem Rucksack gingen wir nochmal über den Petersplatz und machten die Fotos, die wir bei unserer Ankunft machen wollten, egal fühlt sich trotzdem gut an. In der Unterkunft gab es einen netten Empfang. Wir erkundeten Rom zu Fuß und überlegten uns, was wir uns anschauen wollen. Wir besuchten den Trevi Brunnen und wie all die vielen anderen Menschen, warfen wir etwas Geld in den Brunnen.

 

22. August 2018

Jeden Mittwoch gibt der Papst eine Audienz, sofern er da ist. Wir standen früh auf, gingen zum Petersdom, das waren von unserer Unterkunft nur ca. zehn Minuten. Es war sehr heiß und das schon morgens um neun Uhr. Der Papst begrüßte auch die Pilger und so fühlten wir uns auch ganz persönlich angesprochen. Danach bummelten wir durch die Stadt, schauten uns das Museo delle Core (Wachsfigurenkabinett) an. Die Kinder hatten ihren Spaß beim Erkennen der Berühmtheiten. Die Piazza Navona ist ein wunderschöner Platz mit einem sehr schönen Brunnen. Dort konnten wir uns die Ruinen des Stadion di Domiziano anschauen, wo die olympischen Spiele stattgefunden haben.

 

23. August 2018

Der letzte Tag in Rom - wir hatten schon zwei Tage mehr als geplant und es gibt noch soviel zu sehen. Die Kinder haben keine Lust auf Museum, also lassen wir es. Doch das Kolosseum müssen wir uns unbedingt noch anschauen. Nach unserem letzten Stadtrundgang, Eis und Wärme, das letzte Mal über den Petersplatz gehen, ein wenig Abschied nehmen und unsere Sachen packen. Wir sind noch reichlich früh am Bahnhof und so haben wir noch Zeit um zur Apotheke zu gehen, etwas Essen für die Zugfahrt zu besorgen und Buchladen zu besuchen. Im Zugabteil versuchen wir, es uns nach einer Weile gemütlich zu machen und die Kinder schlafen ein paar Stunden. Der Zug hat mehr als eine Stunde Verspätung, wir kommen alle ziemlich gerädert im wahrsten Sinne in Seekirchen am 24. August an. Große Überraschung: wir wurden schon erwartet und es gab ein Frühstück für uns und darüber haben wir uns riesig gefreut. Die ersten Fragen sind beantwortet und dann gehen die Kinder in ihre eigenen Betten und sind kurze Zeit später alle eingeschlafen.

 

Weiterführende Informationen

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