Kindern Zukunft bauen! – 17.07.19

Freude über Spatenstich im SOS-Kinderdorf Osttirol

Am 16. Juli erfolgte der Baubeginn für zwei neue Wohngruppen als Zukunftsinvestition für Kinder und Jugendliche, die vorübergehend oder längerfristig nicht zuhause bei den Eltern aufwachsen können.

SOS-Kinderdorf setzt im Jubiläumsjahr in Tirol, wo für die Organisation vor 70 Jahren alles begonnen hat, einen kräftigen Zukunftsimpuls: es werden fünf neue Wohngruppen für jeweils neun Kinder bzw. Jugendliche errichtet: zwei in Imst, eine in Absam, zwei in Nußdorf-Debant. Während in Imst und Absam schon seit dem Frühjahr gebaut wird und die Firstfeiern stattgefunden haben, geht’s nun in Osttirol im Sommer mit den Bauarbeiten und dem offiziellen Spatenstich los.
 

SOS-Kinderdorf Leiter Guido Fuß, Bürgermeister Andreas Pfurner, OSG Geschäftsführer Georg Theurl, OSG Projektleiter Thomas Steinlechner

 

Professionelle Hilfe in liebevoller Atmosphäre

Eine Wohngruppe für Kinder entsteht auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes, die zweite für neun Jugendliche gegenüber der derzeitigen Jugendwohngemeinschaft am Zietenweg. „Beide Häuser werden so gebaut, dass sie räumlich und atmosphärisch eine sehr individuelle und altersgerechte Betreuung ermöglichen. „Die pädagogischen Konzepte entsprechen modernsten wissenschaftlichen Standards und den aktuellen Kriterien der Kinder- und Jugendhilfe“, betont SOS-Kinderdorf-Leiter Guido Fuß: Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, zusätzlich gibt es ein Krisenzimmer für Notaufnahmen und einen eigenen Bereich (Garconniere) für Besuche und Übernachtungsmöglichkeiten leiblicher Eltern. "Gerade für junge Menschen mit sehr belastenden inneren Erfahrungen ist eine freundliche äußere Umgebung wichtig und auch der Kontakt und die Nähe zu den Eltern", so Fuß.
 

Modern, nachhaltig und ökologisch!

Neben dieser pädagogischen Perspektive war dem SOS-Kinderdorf auch eine zeitgemäße, nachhaltige Bauweise wichtig. Das wurde bereits bei den ersten Planungsgesprächen fest als Ziel verankert und in der Folge von den Architekten (Lukasser/Peer) und dem ausführenden Bauträger OSG in die Planung und Umsetzung integriert. "Wir bauen hier sehr modern - ökologisch, energiesparend und barrierefrei, mit Materialien (Beton, Ziegel, viel Holz) aus der Umgebung und damit geringen Transportwegen und modular", sagt OSG Geschäftsführer Georg Theurl. Das war SOS-Kinderdorf wichtig: "Damit ist das Gebäude je nach Bedarf und Entwicklung ohne großen Umbau veränderbar und auch für andere pädagogische Zwecke später nutzbar", freuen sich Theurl und Fuß über diese Weitsicht in der Planung.


Schön, dass wir dieses Zukunftssignal für nächste Generationen setzen!

Guido Fuß
SOS-Kinderdorf Leiter


"Wir können damit sicherstellen, auch hier in Osttirol künftig Kinder, Jugendliche und ihre Eltern in spezifischen Notlagen gut betreuen und unterstützen zu können", zeigt sich Guido Fuß abschließend sehr erfreut und wünscht sich und allen am Bau Beteiligten einen unfallfreien und zügigen Bauverlauf.

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