Weltflüchtlingstag – 18. Juni 2018

Griechenland: Neue Betreuung für Mädchen auf der Flucht

SOS-Kinderdorf hat in Athen ein neues und sicheres Zuhause für Mädchen auf der Flucht geschaffen.

Der Flüchtlingsstrom nimmt wieder zu und damit auch die Zahl der Kinder, die ohne Eltern in Griechenland ankommen. Die Regierung schätzt, dass von den 3.100 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen über 2.300 auf eine Bleibe hoffen, davon 4 % Mädchen. "Alle unbegleiteten Kinder sind großen Gefahren ausgesetzt, aber Mädchen ganz besonders" erklärt Alexandros Antonatos, der Koordinator der Flüchtlingshilfe von SOS-Kinderdorf in Griechenland.


Das neue Haus liegt in einer freundlichen Umgebung, in der viele Familien wohnen und Schulen und Kindergärten vorhanden sind. Die Betreuung beinhaltet – neben dem, was die Kinder täglich brauchen - auch Sprachunterricht. Ein Jurist ist beim Asylantrag behilflich oder hilft die Zusammenführung mit nahen Verwandten zu beschleunigen.

 

Diese vier Schwestern aus Pakistan gehören zu den ersten Bewohnerinnen, die in das neue Zuhause einziehen konnten.

Erfahrung konnten die Kolleginnen von SOS-Kinderdorf schon beim Betreuten Wohnen für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge sammeln. Seit April 2016 werden dort 25 Buben betreut. Den Eröffnungen gingen zahlreiche Gespräche mit der Stadt, aber auch besonders in der Umgebung voraus, die Nachbarn wurden aktiv in das Konzept eingebunden.

Von Januar bis April 2018 sind über 8.300 Flüchtende angekommen, das sind über 3.100 mehr als im Vorjahr. Trotz der eigenen Versorgungsengpässe für seine vier SOS-Kinderdörfer in Griechenland ist der Verein seit Dezember 2015 in der Flüchtlingshilfe aktiv. Drei Projekte in Serres und Athen mussten aufgrund der fehlenden Finanzierung leider wieder geschlossen werden. Nun ist mit dem Mädchenwohnen und dem bestehenden Bubenwohnen wieder Hoffnung, die Hilfe finanziell langfristig absichern zu können…

 

Das neue Angebot in Athen bietet Platz und Betreuung für zehn Mädchen.


"Wir dürfen unsere Menschlichkeit nie verlieren!", bittet George Protopapas, Nationaler Direktor von SOS-Kinderdorf. "In Serres klopfte ein etwa 14 bis 15 jähriges Mädchen an die Tür. Sie war schwanger. Da gibt es nicht viel zu überlegen. Soll das Baby sterben? Sollen sie und ihr Kind eine weitere Ware für die Menschenhändler werden?"

Seit 2016 hat SOS-Griechenland über 250 unbegleitet minderjährige Kinder betreut. Mit einer Unterkunft, Betreuung und juristischem Beistand. Derzeit wohnen 25 unbegleitet minderjährige Buben im betreuten Wohnen in Athen. Das Mädchenwohnen hat Kapazität für 10 Mädchen. Über 2.300 Kinder warten nach wie vor auf eine Betreuung.

 

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